Der FC Uzwil gewinnt das Derby in der 2. Liga Inter gegen den FC Bazenheid mit 2:1 und verteidigt dadurch die Tabellenspitze erfolgreich

Im Duell zwischen Bazenheid und Uzwil behielt der Favorit das bessere Ende für sich, musste aber hart um die drei Punkte kämpfen – Knöpfel und Captain Alija trafen für den Sieger, Krucek für den Verlierer.

Beat Lanzendorfer
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Kevin Krucek (Mitte) konnte sich nur selten gegen die gut organisierte Uzwiler Abwehr durchsetzen – sein Elfmetertor blieb die einzige Bazenheider Ausbeute.

Kevin Krucek (Mitte) konnte sich nur selten gegen die gut organisierte Uzwiler Abwehr durchsetzen – sein Elfmetertor blieb die einzige Bazenheider Ausbeute.

Bild: Beat Lanzendorfer

Clever gegen ineffizient – oder warum Uzwil im sechsten Spiel den fünften Sieg feiert und Bazenheid den Platz zum vierten Mal als Verlierer verlässt.

Die Einheimischen waren einmal mehr rein optisch gesehen nicht die schlechtere Mannschaft, erarbeiteten sich aus dem Spiel heraus aber so gut wie keine Torchance. Gefährlich wurde es höchstens bei stehenden Bällen oder Angriffen über die Aussenpositionen. Hier schien Uzwil am ehesten verwundbar.

Aufmunternde Worte – mehr nicht

Letztlich müssen sich die Alttoggenburger aber an der eigenen Nase nehmen, weshalb es wieder nur zu aufmunternden Worten nach Spielschluss, aber nicht zu Punkten reichte.

Bezeichnend für die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive war die Szene kurz vor dem Seitenwechsel. Krucek wurde im Uzwiler Strafraum unsanft angegangen, was der Unparteiische als elfmeterwürdig taxierte. Captain Lopes nahm Anlauf, scheiterte aber am gut reagierenden Waldvogel.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:1. Nach einer schönen Einzelleistung von Farkas kam der Ball zu Knöpfel, der im zweiten Anlauf den Ball über die Linie drosch. Beim ersten Versuch war er noch an Torhüter Gähwiler gescheitert.

Nushi als perfekter Vorbereiter

Kurz nach Wiederbeginn verpasste Nushi das zweite Uzwiler Tor. Er scheiterte am stark reagierenden Gähwiler. Drei Minuten später machte er es besser. Sein perfekt getimter Freistoss fand den Kopf von Alija, der zum 0:2 einnickte. Die definitive Entscheidung verpasste Knöpfel, als er aus kurzer Distanz über das Gehäuse schoss.

In der Schlussphase rannte Bazenheid mit dem Mute der Verzweiflung an, zu mehr als dem Anschlusstreffer von Krucek reichte es aber nicht mehr. Er war erneut im Strafraum gefoult worden, übernahm die Verantwortung gleich selber und schoss das 1:2.

«Es war das erwartet schwere Spiel, ich denke aber, dass wir uns den Sieg verdient haben», sagte der zufriedene Armando Müller, Trainer der siegreichen Elf.

Ganz anders war die Gemütslage auf der Gegenseite: «Heute hat die effizientere, aber nicht die bessere Mannschaft gewonnen», meinte der frustrierte Raffael Spescha, Trainer der Gastgeber. «So zu verlieren tut weh. Wir haben uns aber als Mannschaft präsentiert, leider fehlte etwas das Glück, wir sind aber da und irgendwann fällt das Pendel wieder auf die andere Seite.»

Schiedsrichter nimmt Entscheidung zurück

Zwei Ereignisse sorgten ebenfalls für Diskussionen. Da wäre der unrühmliche Höhepunkt mit der roten Karte für den Uzwiler Cengiz, der sich zu einer Tätlichkeit an Bollhalder hinreissen liess. Davor die Szene nach 55 Minuten. Ott konnte nach einem Zweikampf dem Assistenten an der Linie nicht mehr ausweichen.

Während sich dieser verletzte und Pflege bedurfte, aber weitermachen konnte, erhielt Ott die gelbe Karte. Begründung: Unsportlichkeit. Nach Rücksprache mit seinem zweiten Assistenten nahm der Schiedsrichter die Verwarnung aber zurück.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.