Der FC Ebnat-Kappel vergibt einen Zweitorevorsprung gegen Aadorf und muss sich weiter bis zum ersten Saisonsieg gedulden – Neckertal hingegen verliert

Der Toggenburger Drittligist führt gegen Aadorf kurz vor Schluss mit 3:1, kassiert dann aber noch zwei Gegentore. Drei der sechs Tore fallen mittels Penalty. Neckertal-Degersheim (3.) hingegen kassiert in Tobel eine 2:3-Niederlage.

Beat Lanzendorfer
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Claudio Stäheli (rechts) hatte bei den ersten zwei Toren von Ebnat-Kappel seine Füsse im Spiel.

Claudio Stäheli (rechts) hatte bei den ersten zwei Toren von Ebnat-Kappel seine Füsse im Spiel.

Bild: Beat Lanzendorfer

Ärgerlich. Ebnat-Kappel zeigt eine starke Reaktion auf das 0:3 unter der Woche in Münchwilen, muss sich aber trotzdem mit einem Punkt begnügen.

Dabei hatte die Partie nach dem Gusto der Einheimischen begonnen. Stäheli drückte den Ball in der Anfangsphase beim dritten Anlauf über die Linie, nachdem Kuhn und Frei zuerst glücklos blieben. Ein unnötiger Ballverlust ermöglichte kurz darauf den Gästen den Ausgleich.

Nun begann das Elfmeterfestival. Als Stäheli im Strafraum zu Fall kam, zeigte der nicht immer sattelfeste Unparteiische auf den ominösen Punkt. Hintergerber vollstreckte abgebrüht zum 2:1.

Eine turbulente Schlussphase mit drei Toren

Es war erneut Hinterberger, der die turbulente Endphase mit dem 3:1 einläutete – erneut zeigte er sich nervenstark und vollendete vom Elfmeterpunkt. Dies sollte es gewesen sein – so hoffte man aus Sicht der Einheimischen. Nun sollte sich aber die Geschichte des Saisonstarts wiederholen, als Ebnat-Kappel gegen Flawil in extremis einen Zweitorerückstand aufholte.

Am Samstag war das Glück aber auf Seiten der Thurgauer. Zuerst war es Luginbühl, der auf 3:2 verkürzte, dann war die Reihe an Moser. In der 95. Minute verwandelte er einen umstrittenen Foulelfmeter zum 3:3. Das Ärgerliche daran: In der Szene zuvor hätte der Schiedsrichter nach Ansicht der Einheimischen einen Strafstoss für sie verhängen müssen.

Für Trainer Stadelmann ist der Punktverlust zwar bitter, er sieht trotz allem aber deutliche Fortschritte gegenüber der letzten Saison.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.

Neckertal verliert in Tobel 2:3

Das erste Spiel seit neun Monaten fällt für Neckertal-Degersheim nicht zufriedenstellend aus. Entgegen des Spielverlaufs gingen sie durch Micha Felix zwar in Führung, die Einheimischen konnten den Rückstand aber noch vor der Pause wettmachen.

Nach dem Seitenwechsel fand Neckertal-Degersheim den Tritt und trat nun viel stilsicherer auf. Nun war es aber Tobel, dem seinerseits der zweite Treffer gelang. Die Gäste konnten auf den Verlusttreffer aber reagieren und schafften durch Ajdarpasic den Ausgleich.  

Zwei Minuten vor dem Ende waren es dann die Einheimischen, denen der glückliche Siegtreffer gelang. Markus Danuser, der Trainer des Verliererteams, zeigte sich gefasst: «Uns hat nach der monatelangen Pause eindeutig die Spielpraxis gefehlt. Kommt hinzu, dass sich Pondini beim Einlaufen verletzte und Looser nach zwanzig Minuten das Spielfeld ebenfalls verlassen musste. Dadurch sind in der Verteidigung zwei Stammkräfte ausgefallen. Es war aber nicht alles schlecht, was wir heute abgeliefert haben.»

Neckertal-Degersheim-Captain Stephen Bosshard sah es ähnlich und zeigte sich selbstkritisch: «Wir haben sicher noch Steigerungspotenzial.»

Wie schnell dieses abgerufen werden kann, zeigt sich bereits am Mittwoch. Neckertal-Degersheim empfängt im Nachtragsspiel um 20 Uhr Topfavorit Herisau. Die Appenzeller haben den Schwung mittlerweile gefunden. Nachdem sie beim Saisonstart eine überraschende Niederlage in Dussnang bezogen, kehrten sie am Samstag mit einem 2:0-Erfolg aus Glarus in die Heimat zurück. 

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