Der FC Bazenheid ist zurück im Training – doch Kontakte und Kopfbälle sind nicht erlaubt

Seit gut einer Woche trainieren die Spieler des FC Bazenheid wieder zusammen – das Training sieht zurzeit aber etwas anders aus.

Beat Lanzendorfer
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Sportchef Dejan Baumann, Trainer Raffael Spescha und Co-Trainer Patrick Fuchs (von links) sind glücklich, dass die Unterlage, auf der sie stehen, endlich wieder einem Fussballplatz entspricht.

Sportchef Dejan Baumann, Trainer Raffael Spescha und Co-Trainer Patrick Fuchs (von links) sind glücklich, dass die Unterlage, auf der sie stehen, endlich wieder einem Fussballplatz entspricht.

Bild: Beat Lanzendorfer

Raffael Spescha ist seit Februar Trainer des FC Bazenheid – den Beweis, ob er der Richtige für diesen Job ist, konnte er noch nicht erbringen. Das Coronavirus und der Mitte März verhängte Lockdown führten dazu, dass der 30-Jährige noch keinen Ernstkampf mit seiner Mannschaft bestreiten konnte.

Nun kommt wieder Bewegung in den Fussball – auch beim regionalen. Vor gut einer Woche hat der Zweitligist das Training wieder aufgenommen. Gemäss Informationen des Trainers sind dabei Regeln zu beachten, welche die Planung einer Übungseinheit aufwendiger machen.

Die Technik steht aktuell im Vordergrund

«Ich musste bei der Vorbereitung des ersten Trainings noch selten so viel Zeit aufwenden», erklärt Spescha. «Bei den Übungen muss man darauf schauen, dass alle Vorgaben eingehalten werden.» Es gelte, den nötigen Abstand einzuhalten. Kopfbälle seien ebenso zu vermeiden wie Zweikämpfe und zudem dürfe man den Ball auch nicht in die Hand nehmen.

«Zurzeit steht die Technik im Vordergrund, was durchaus seine Vorteile hat. Wer ein bisschen kreativ ist, findet genug Übungen, die den zurzeit herrschenden Regeln entsprechen.»

Spescha ist dankbar über die Möglichkeit, wieder auf dem Platz stehen zu können: «Es geht nicht nur darum, sich endlich wieder bewegen zu können, die sozialen Kontakte sind genauso wichtig. Vor dem Lockdown konnte ich nur kurz mit der Mannschaft zusammenarbeiten, nun geht es mir auch darum, die Spieler näher kennen zu lernen.»

Ifang wird saniert

Letzte Woche konnte die Mannschaft noch auf dem Ifang ihre Trainingseinheiten bestreiten. «Dies hatte den Vorteil, dass uns zwei Fussballplätze zur Verfügung standen und das gesamte Team am gleichen Tag anwesend war.»

Weil durch die aussergewöhnliche Lage, welche das Coronavirus hervorgerufen hat, die Sanierung der Ifang-Plätze vorgezogen wurde, mussten die Trainer und die Spieler dann aber auf den Zäpfehusplatz ausweichen. Normalerweise ist dies erst nach dem Grümpeli der Fall, das in diesem Jahr aber ins Wasser fällt. «Weil im Zäpfehus nur ein Platz zur Verfügung steht, trainieren wir nun zweigeteilt. Eine Gruppe kommt jeweils am Montag, die andere am Dienstag, so werden die Abstandsregeln eingehalten.»

Aktuell trainiert der FC Bazenheid auf dem Fussballplatz Zäpfehus.

Aktuell trainiert der FC Bazenheid auf dem Fussballplatz Zäpfehus.

Bild: Beat Lanzendorfer

Ein zusätzliches Training absolvieren die Spieler individuell. Die Ergebnisse müssen sie auf einer App eintragen, auf der sie der Trainer kontrollieren kann.

Patrick Fuchs ist der neue Co-Trainer

Neu zum Team gehört Co-Trainer Patrick Fuchs. Der 27-Jährige wohnt in Tobel und war beim dortigen Fussballclub während einiger Jahre Juniorentrainer. Zuletzt betreute er die D-Junioren. Als Aktiver spielte er im Tobler 5.-Liga-Team.

Trotz Trainingsstart bleibt vieles in der Schwebe. Entscheidend wird sein, wie die Botschaft des Bundesrates Ende Mai aussieht. Anschliessend wird der Fussballverband bekanntgeben, wann und in welcher Form die Meisterschaft 2020/21 beginnt. «Verläuft alles nach Plan, starten wir mit der offiziellen Vorbereitung zur neuen Saison am 4. Juni», sagt Spescha.

«Wir haben auch schon Testspiele mit vier Gegnern vereinbart, allerdings sind die Daten noch nicht fix terminiert.» Im Juli sei zudem noch vorgesehen, den Spielern zwei Wochen Ferien einzuräumen, wobei der Trainer von seinen Schützlingen erwartet, dass sie trotzdem nicht die ganze Zeit auf der faulen Haut liegen.

Bazenheider Cup könnte Terminnot zum Opfer fallen

Flexibilität wird auch vom neuen Sportchef Dejan Baumann verlangt, der gleichzeitig OK-Präsident des Bazenheider Cups ist. «Das Vorsaisonturnier findet seit zwanzig Jahren jeweils rund zehn Tage vor dem Meisterschaftsstart statt. In diesem Jahr würden die Spiele am 5. und 7. August über die Bühne gehen», erklärt der Sportchef. Dies sei aber keineswegs sicher, denn es sei denkbar, dass der Verband am zweiten August-Wochenende eine Cuprunde ansetze. Das gäbe dann terminliche Probleme.

«Wir mussten in diesem Jahr lernen, dass alles etwas anders ist, dieser Zustand dürfte in den kommenden Monaten noch andauern, wobei alle froh sind, wenn wieder so etwas wie Normalität zurückkehrt», meint Baumann abschliessend.

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