Der FC Bazenheid gewinnt in der 2. Liga Inter trotz 0:2-Rückstand beim FC United Zürich mit 4:2 und ist zurück in der Spur

Im zweiten Spiel innert vier Tagen sah es nach zwanzig Minuten nach einer weiteren Niederlage für die Toggenburger aus – dann zeigte die Mannschaft eine eindrückliche Reaktion.

Beat Lanzendorfer
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Roman Scardanzan (rechts) bereitete mustergültig das 2:2 vor. Kurz darauf gelang Cakir (links) durch einen verwandelten Freistoss das 3:2.

Roman Scardanzan (rechts) bereitete mustergültig das 2:2 vor. Kurz darauf gelang Cakir (links) durch einen verwandelten Freistoss das 3:2.

Bild: Beat Lanzendorfer

Für das, was die Bazenheider in den ersten zwanzig Minuten ablieferten, gibt es nur einen Ausdruck: Sackschwach. Die Reaktion darauf: Sackstark.

Die Toggenburger befanden sich vom Anpfiff weg im kollektiven Tiefschlaf. Die Defensive liess sich gleich mehrfach düpieren, im Mittelfeld reihte sich ein Fehlpass an den anderen und die Offensive war inexistent.

United Zürich nutzt Fehler gnadenlos aus

Dies nutzte der Gegner gnadenlos aus und lag nach einer Viertelstunde 2:0 in Führung. Ramaj und Klysman liessen die Gästeabwehr schlecht aussehen.

Was nun passierte, lässt sich nur erahnen. Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sein. Plötzlich war Bazenheid erwacht und übernahm das Spieldiktat. Die Tore liessen nicht lange auf sich warten. Nach einem Pass in die Tiefe entwische Lucarelli der United-Abwehr und liess auch dem Schlussmann keine Abwehrchance.

Kurz darauf setzte sich Scardanzan links gegen zwei Gegenspieler durch. Sein perfekter Rückpass nutzte Prenrecaj zum Ausgleich. Sein satter Schuss aus 18 Metern war unhaltbar.

Cakir gelingt ein Kunstschuss

Der dritte Streich der Bazenheider folgte zwei Minuten später. Cakir schlenzte einen Freistoss aus 25 Metern in den oberen Winkel - ein wahrer Kunstschuss.

Die Toggenburger hatten es fertiggebracht, die ungenügende Startphase innert zehn Minuten vergessen zu lassen.

Den Vorsprung souverän verwaltet

Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Gäste darauf, den Vorsprung zu verwalten. United konnte zwar noch einmal jubeln, der Unparteiische sah aber eine Abseitsposition und annullierte den Treffer.

Es war Krucek, der den Sack zumachte. Selber im Strafraum gefoult, zeigte er sich nervenstark und vollstreckte souverän zum 4:2 vom Elfmeterpunkt aus. Danach war die Angelegenheit erledigt, denn der Gastgeber war zu keiner Reaktion mehr fähig.

Bazenheid-Trainer Raffael Spescha war es ebenfalls ein Rätsel, was in den Startminuten mit seiner Mannschaft los war.

«Das war eine Katastrophe. Es freut mich aber, wie die Mannschaft in der Folge reagiert hat. Mich hat aber auch überrascht, wie United Zürich nach dem fulminanten Beginn extrem stark abgebaut hat. Nach der Niederlage in Bassersdorf konnten wir die Woche doch noch zufriedenstellend abschliessen.»

Mit den bisher erreichten sieben Punkten aus vier Spielen kann er leben. «Es ist ein guter aber kein überragender Wert, da ist sicher noch eine Steigerung möglich.»

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.