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Der achte Kurfürst - Fotograf Simon Walther gewinnt den Wanderpreis von Kultur Toggenburg

Der Kulturwanderstock wandert von Mogelsberg nach Wattwil, vom Bildhauer Kurt Schär zum Fotografen Simon Walther. Am Samstag fand die öffentliche Preisübergabe von Kultur Toggenburg im Gemeindehaus Wattwil statt.
Michael Hug
Fotograf Simon Walther mit seiner Sicht auf die Toggenburger Ikonen, die Churfirsten. (Bild: Michael Hug)

Fotograf Simon Walther mit seiner Sicht auf die Toggenburger Ikonen, die Churfirsten. (Bild: Michael Hug)

«Die Art, wie er die weniger vordergründigen Sujets in melancholischen bis nahezu abstrakten Bildern einzufangen weiss, scheint einmalig.» Mit diesen Worten würdigte der Preisträger des Wanderpreises von Kultur Toggenburg des Jahres 2018, der Mogelsberger Bildhauer Kurt Schär seinen Künstlerkollegen und neuen Preisträger Simon Walther. Und weiter: «Sich ins sprichwörtliche Abseits zu wagen und Stunden und Tage auszuharren um den einzigen richtigen Moment einzufangen, gebührt Anerkennung.» Diese Anerkennung wurde Walther nun auch vom Verein Kultur Toggenburg, der den Preis stiftet, zuteil.

Oberhalb der Baumgrenze

Simon Walther sagte darauf: «Der Toggenburger Kulturpreis ist ein Wanderpreis. Und ich finde, er passt sehr gut zu einem Typ en wie mir, der als Bergwanderer liebend gern ganz weit oberhalb der Baumgrenze unterwegs ist. Wenn man wandert, verlangsamt sich die Zeit, das hat Symbolcharakter.»

Walther rang sich selbst eine Rede ab, obwohl er, wie er meinte, solche Momente nicht liebe: «Ich halte mich lieber im Hintergrund auf.» Oder eben hinter der Kamera. Müsste er nicht auch noch irgendwie Geld verdienen, würde er wohl nur noch mit seiner Hasselblad-Kamera unterwegs sein, meinte er. Simon Walther hat eine Kommunikationsagentur in St.Gallen und betreibt die hochstehende Digitalfotografie als Hobby, wie er sagt. Aus diesem Hobby sind bereits drei beachtete Bildbände entstanden.

Erstmals einen Preis gewonnen

Nun also erstmals ein Preis. «Mit dieser Situation muss ich mich erst einmal abfinden», sagt der Wattwiler, «ich habe die öffentliche Aufmerksamkeit nie gesucht.» Doch die Öffentlichkeit hat längst Notiz genommen vom Toggenburger Fotografen. Es hat seine Bilder von den Landschaften und Gipfeln der einheimischen Region wahrgenommen, auch die prägnanten Sichten auf die Churfirsten in der Abend- oder Morgenstimmung.

Zwölf Bilder des Toggenburgs hat Walther im neuen Toggenburger Kalender 2020 vereint (ab September erhältlich – limitiert auf 250 Exemplare). Markus Mäder, ein langjähriger Freund des Fotografen, bezeichnete Simon Walther in seiner Laudatio dann auch als «der achte Kurfürst».

Symbolischer Wanderstab

Der Kulturpreis des Kulturfördervereins Kultur Toggenburg ist als Wanderpreis konzipiert und mit 5000 Franken dotiert. Er wurde heuer zum sechsten Mal verliehen. Der symbolische Wanderstab wandert jeweils von einem/einer Kunstschaffenden zum nächsten, wobei der oder die Preistragende jeweils den nächsten vorschlagen kann. Damit der Wanderstock tatsächlich wandert, muss er jeweils in eine andere Gemeinde und eine andere Kunstsparte weitergereicht werden. Der Preis soll gemäss Kultur Toggenburg, «ein Zeichen setzen mit Personen oder Gruppen, die Bewegung ins hiesige Kulturleben gebracht haben und weiterhin bringen».

Ausserdem soll der Wanderpreis von Kultur Toggenburg überraschen. Dies hat er mit dem diesjährigen Preisträger bestimmt getan. Noch mehr überraschen würde er, wenn beizeiten wieder eine Frau ausgezeichnet würde. Von den bisher sechs Kunstschaffenden ist erst einmal eine Künstlerin bedacht worden.

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