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Denner Partner in Bazenheid stellt Ladendieb an den Pranger – zum wiederholten Mal

Es ist nicht das erste Mal, dass Ladendiebe in Bazenheid im Internet landen. Die Polizei zeigt sich wenig begeistert.
Ruben Schönenberger
Der Ladendieb wurde auf einem Überwachungsvideo festgehalten. (Bild: PD)

Der Ladendieb wurde auf einem Überwachungsvideo festgehalten. (Bild: PD)

«Schon wieder ein scheinbar Ganzschlauer! Auch der wird ‹kassiert› mit Anzeige und Meldung an die Ausländerbehörde!» Die Worte auf der Facebook-Seite des Denner Partner Bazenheid sind deutlich. Sie stehen bei einem Video, das vermutlich von einer Überwachungskamera im Laden gefilmt wurde. Auf diesem ist zu sehen, wie ein junger Mann eine Flasche in seinen Rucksack steckt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Ladendiebe in diesem Bazenheider Geschäft versuchen. Ob Alkohol, Süssigkeiten oder anderen Kram, sie lernen es nie. Schon mehrfach landeten solche Bilder auf der Facebook-Seite des Geschäfts. Auf einem Video ist gar die Polizei zu sehen, wie sie einen mutmasslichen Täter abführt. «Fall ist erledigt», schrieben die Betreiber der Seite auf Facebook.

Vor zwei Jahren klaute ein Dieb 18 Flaschen Champagner

Vor rund zwei Jahren versteckte ein Dieb sogar 18 Flaschen Champagner unter seine Kleidung. Auch damals landete das Video auf Facebook.

Der Geschäftsinhaber Peter Kegel entfernte das Video auf Anraten der Polizei aber wieder. Es sei des Graubereichs bewusst, aber die Wut sei grösser gewesen als die Vernunft, sagte er damals. Seine Motivation, im aktuellen Fall das Video hochzuladen, sei einfach: «Da wird geklaut, dem muss man Paroli bieten.» Er erhoffe sich eine abschreckende Wirkung. Für diese abschreckende Wirkung nehme er auch in Kauf, dass Unbeteiligte auf dem Video zu sehen sind. Beim Fall mit den 18 Champagner-Flaschen hätte der Täter gefasst werden können. «Das Video hat sicher einen Teil dazu beigetragen», ist er sicher.

Bisher noch keine Anzeige erstattet

Anzeige hat Kegel im aktuellen Fall bisher nicht erstattet, das werde er aber noch tun. Bei der Ausländerbehörde, wie er auf Facebook sagt, werde er sich nicht selber melden. Die Polizei mache, wenn nötig, die Meldung. Aufgrund der Hautfarbe gehe er davon aus, dass es sich um einen Ausländer handle.

Bei der Kantonspolizei St.Gallen rät man davon ab, Ladendiebe an den Pranger zu stellen. «Um Leute zu suchen und Straftaten aufzuklären, ist die Polizei da», sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi. «Wir haben Möglichkeiten, die Person zu finden. Vielleicht ist sie ja sogar schon bekannt.» Zudem gehe es auch um rechtliche Fragen, erst recht, wenn wie hier Unbeteiligte auf dem Video zu sehen seien. Er verstehe natürlich, dass das ärgerlich sei, wenn man wiederholt bestohlen werde. Trotzdem solle man nicht auf eigene Faust handeln. «Wir ersuchen wirklich darum, diese Arbeit der Polizei zu überlassen.»

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