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Den Rap aus der Jodelregion in die Welt tragen: Toggenburger-Duo träumt vom Open Air Frauenfeld

Die zwei Toggenburger Jerôme Roller und Simon Bollhalder haben ein Ziel: Sie wollen rappend an die Spitze.
Corinne Bischof

Ein Rap-Duo ist nicht das, was einem im Toggenburg tagtäglich begegnet. Dennoch wagen immer wieder junge Musikerinnen und Musiker den Schritt mitten in die Schweizer Rapszene. Dieses Ziel verfolgen auch Jerôme Roller aus Unterwasser und Simon Bollhalder aus Alt St.Johann. Die beiden 20-Jährigen kennen sich schon seit dem Kindergarten und fanden ihre Liebe zum Hip-Hop in ihrer Zeit in der Oberstufe.

Anfang Oktober haben die beiden Rapper mit dem Künstlernamen Emorey und Simbol ihren ersten Song «Limits» veröffentlicht.

Der Ansporn war ein Wettbewerb

«Musik bedeutet für mich alles», meint Jerôme Roller, Emorey mit Künstlername.

«Sie begleitet mich schon mein ganzes Leben.»

Während diese Liebe früher vor allem den englischen Old-School-Legenden galt, haben die zwei heute auch viele Schweizer als Vorbilder. «Vor allem Rapper wie Luuk, Xen oder Nativ von der Gruppe S.O.S. haben unsere Feuer für schweizerdeutschen Rap entfacht», erzählt Simon Bollhalder, Simbol genannt. Rund ein halbes Jahr lang trafen sich die beiden regelmässig zum Freestyle-Rappen, bis sie nun Anfang Oktober ihren ersten Song veröffentlichten.

Die beiden Rapper Simbol, Simon Bollhalder, (links) und Emorey, Jerôme Roller träumen vom Open Air Frauenfeld und von einer Teilnahme am Bounce Cypher. (Bild: Corinne Bischof)

Die beiden Rapper Simbol, Simon Bollhalder, (links) und Emorey, Jerôme Roller träumen vom Open Air Frauenfeld und von einer Teilnahme am Bounce Cypher. (Bild: Corinne Bischof)

Den Song «Limits» produzierten Roller und Bollhalder für einen Wettbewerb des Schweizer Rapfestivals Rapcity unter dem Namen NoEm. «Das sind die letzten Buchstaben unserer Namen rückwärts gelesen», erklärt Bollhalder. Auch wenn es für einen Auftritt am Festival nicht gereicht hat, hat die Veröffentlichung des Liedes die beiden Rapper zum Weitermachen motiviert. «Wir haben nicht mit so vielen Reaktionen gerechnet», erzählt Bollhalder. Kurz nachdem sie das Lied auf der Videoplattform Youtube veröffentlichten, schossen die Klicks in die Höhe. Mittlerweile haben den Song über 700 Menschen angehört.

«Limits» ist eine Vorstellungsrunde

Von Freunden und aus dem Umfeld der beiden Rapper kamen nur positive Rückmeldungen. «Wir waren aber auch für negative Sachen, Kritik und Feedback offen», betont Roller. «Schliesslich war das unser erstes Lied und wir wollen wissen, was wir noch verbessern können», ergänzt Bollhalder. Doch negative Resonanz kam fast keine. «Ausser mal ein Tipp oder ein kleiner Verbesserungsvorschlag, ansonsten haben wir nur Komplimente erhalten», sagen die beiden zufrieden.

Auch wenn das Lied «Limits» keine besondere Message verbreitet, verrät es doch viel über die beiden Stimmen, die dahinter stecken. «Das Lied ist eine Art Vorstellungsrunde», erklärt Roller. «Es geht darum, dass die Leute uns kennen lernen und unser Potenzial hören».

So haben die beiden aus bereits vorhandenen Texten und ihren besten Punchlines – so nennt man besonders ausdrucksstarke und heftige Reime – ein Lied ausgedacht und innert fünf Tagen und einem Nachmittag im Tonstudio produziert.

Grosse Ziele für eine rappende Zukunft

«Der Contest war sozusagen der Ansporn», führt Simon Bollhalder aus. «Jetzt sind wir bereit, noch mehr Lieder und vielleicht auch bald eine EP zu veröffentlichen.» Dass das Feuer für Hip-Hop in den beiden Toggenburgern nach dem ersten Song noch nicht erlöscht ist, zeigt sich auch in ihren Zielen und Plänen für die Zukunft. «Unser grösster Traum wäre natürlich ein Slot am Bounce Cypher oder am Open Air Frauenfeld», schwärmt Bollhalder. Der Bounce Cypher ist ein Anlass vom Radio SRF Virus, an welchem sich die besten Rapperinnen und Rapper aus der Schweiz treffen und live im Radio ihre Texte zum Besten geben. Dennoch bleiben die beiden Toggenburger bescheiden. «Es kommt, wie es kommen muss», ist Roller überzeugt. «Aber von nichts kommt nichts», ergänzt Bollhalder mit einem Schmunzeln.

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