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DELEGIERTENVERSAMMLUNG: Vorstand Region Toggenburg: Gute ÖV-Anschlüsse sind elementar

Die Region Toggenburg will weiter für den Campus Wattwil und fürs Klanghaus lobbyieren. Der Vorstand zeigt sich für die Entwicklungschancen des Toggenburgs optimistischer als früher. Betont wird die Notwendigkeit guter Anschlüsse ans Autobahnnetz.
Martin Knoepfel
Geschäftsführer Daniel Blatter, Präsident Alois Gunzenreiner und Vizepräsident Peter Brunner (von links) freuen sich, dass das überarbeitete Raumkonzept Toggenburg vorliegt. (Bild: Martin Knoepfel)

Geschäftsführer Daniel Blatter, Präsident Alois Gunzenreiner und Vizepräsident Peter Brunner (von links) freuen sich, dass das überarbeitete Raumkonzept Toggenburg vorliegt. (Bild: Martin Knoepfel)

Die 13. Delegiertenversammlung (DV) der Region Toggenburg sei unüblich spät angesetzt worden, räumte Präsident Alois Gunzenreiner zu Beginn der DV am Dienstagabend in Hemberg ein. Grund dafür sei das Raumkonzept Toggenburg, das in der überarbeiteten Version nun den Delegierten abgegeben werden konnte. Das Raumkonzept spielt für das Toggenburg ungefähr die Rolle, die in anderen Regionen wie Wil oder St. Gallen das Agglomerationsprogramm spielt.

Zahl der Stellen wuchs stärker als im Kanton

Dem Jahresbericht 2017 ist zu entnehmen, dass die Vollzeitstellen im Toggenburg seit 2011 etwas stärker zugenommen haben als im ganzen Kanton. In Ebnat-Kappel, Wattwil und Bütschwil- Ganterschwil sei zudem rund ein Drittel der Käufer von Wohnhäusern und Eigentumswohnungen von ausserhalb des Toggenburgs gekommen, heisst es an gleicher Stelle. Das müsse bei der Richtplanung berücksichtigt werden, fordert der Vorstand der Regionsorganisation. Die Raumplanung ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Regionsorganisation. Alois Gunzenreiner wies unter anderem darauf hin, dass die Bereitstellung von Bauland im Toggenburg deutlich weniger aufwendig sei als in anderen Gemeinden, die nach dem Willen des Kantons wachsen sollen.
Ferner will der Vorstand die Kommunikation der Regionsorganisation verstärken. Gedacht sei, die Projekte Klanghaus und Campus Wattwil kommunikativ zu begleiten, etwa durch Lobbyarbeit und die Erarbeitung von Argumentarien. Das antwortete Alois Gunzenreiner Ivan Louis, der sich erkundigt hatte, ob mit dem Geld der Region Abstimmungskampagnen gefahren würden.

Bessere Verkehrsanschlüsse Richtung Wil und Zürcher Oberland

Zum Projekt Klanghaus war zu erfahren, dass die Regionsorganisation, die sich zu etwas über 50 Prozent mit Gemeindebeiträgen finanziert, vier bis sechs Jahre lang mit 25'000 Franken pro Jahr an den Betriebskosten zahlen wird. Das erlaube es, das Defizit unter 250'000 Franken zu drücken.
Alois Gunzenreiner ist überzeugt, dass die Perspektiven fürs Toggenburg besser sind als früher. Er wies darauf hin, dass im Innovationspark in Dübendorf und in Wil-West Tausende Arbeitsplätze entstehen. Das sei eine Chance fürs Toggenburg, sagte er und forderte Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs in Richtung Wil und ins Zürcher Oberland. Weitere Anliegen der Regionsorganisation sind der Halbstundentakt beim Voralpen-Express und die Sanierung der Wasserfluhstrasse.Beim Langsamverkehr will die Region die Strecke Wil-Nesslau unter die Lupe nehmen. Optimal wäre eine durchgehende Veloverbindung, sagte Alois Gunzenreiner.

Geschäftsführer Daniel Blatter rief unter anderem dazu auf, auf den Stärken aufzubauen, statt vergangener Grösse nachzutrauern. Er rief in Erinnerung, dass das Toggenburg das am nächsten zum Flughafen Zürich-Kloten gelegene «Bonny-Gebiet» ist. In «Bonny-Gebieten» winken neu angesiedelten Firmen Steuerersparnisse. Zwischen Bütschwil und Ebnat-Kappel sei es gut möglich, neue Firmen anzulocken, ist Daniel Blatter überzeugt.

Die Imagekampagne «Toggenburg hoch drei» wurde 2017 abgeschlossen. Im Jahresbericht heisst es dazu, die Wirkung solcher Kampagnen lasse sich nur schwer messen. Die statutarischen Geschäfte wurden einstimmig gutgeheissen. Anträge der Mitglieder und Wahlen gab es keine. Anwesend waren 17 Delegierte. Zehn Toggenburger Gemeinden – alle ausser Lütisburg und Kirchberg – und 21 private Vereine sind Mitglieder.

Wattwiler Gemeinderat äussert sich zu Raumkonzept

Der Gemeinderat von Wattwil würdigt den Nutzen dieses langfristigen Planungsinstruments. In seiner Stellungnahme zum Raumkonzept betont er die Wichtigkeit von regionalen und übergeordneten ÖV-Verbindungen. Speziell erwähnt er auch den Wunsch nach einer Direktanbindung von Wattwil nach Zürich, dies auch im Hinblick auf den Anschluss der Region an den im Aufbau befindlichen nationalen Innovationspark Dübendorf. Im Themenbereich Wirtschaft und Arbeit weist der Gemeinderat auf die Bedeutung der Holzwirtschaft in ihrer Gesamtheit als innovatives Standbein der regionalen Wirtschaft hin. In diesem Zusammenhang erwähnt der Gemeinderat insbesondere die Bestrebungen für die Bildung eines regionalen Innovationssystems mit dem Titel «Säntis Innovations-Cluster Holz». (gem)

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