Das Toggenburg muss weiter auf einen Regierungsrat warten: SVP nominiert Ivan Louis nicht

Die Delegierten der SVP St.Gallen setzen auf Michael Götte, um einen zweiten Sitz in der St.Galler Regierung zu erobern.

Sabine Camedda
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Ivan Louis muss seinem Parteikollegen Michael Götte den Vortritt lassen.

Ivan Louis muss seinem Parteikollegen Michael Götte den Vortritt lassen.

Bild: Michel Canonica

Die SVP Toggenburg hat die Rechnung ohne die Wähler gemacht. Gerne hätte die Kreispartei im kommenden März Esther Friedli in den Kampf um einen zweiten Sitz in der St.Galler Regierung geschickt. Doch mit ihrer Wahl in den Nationalrat stand die Ebnat-Kapplerin nicht mehr zur Verfügung.

Mit dem Nesslauer Ivan Louis hat die Partei schnell einen zweiten Kandidaten aus dem Hut gezaubert. Er sei kein Ersatzkandidat, sagte der frühere Kantonsratspräsident gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt». Als Pluspunkte für seine Kandidatur führte er unter anderem an, dass er keinen beruflichen Hintergrund in der kantonalen oder kommunalen Verwaltung hat. Auch findet er, dass ländliche Regionen wie das Toggenburg derzeit in der Kantonsregierung nicht vertreten sind. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass er mit seinen 29 Jahren nicht dieselbe Erfahrung aufweisen kann wie ein älterer Kandidat.

Ivan Louis hatte bei der Delegiertenversammlung am 12. Dezember in Mörschwil mit Michael Götte, dem Tübacher Gemeindepräsident und langjährigen Fraktionspräsident der SVP, einen starken Gegenkandidaten. Nicht überraschend war die Hürde der Nomination für Ivan Louis zu hoch: 89 von 140 Delegierten hievten Michael Götte neben dem amtierenden Regierungsrat Stefan Kölliker aufs Kandidatenkarussell. Ivan Louis bekam 45 Stimmen. Ivan Louis war zufrieden damit. «Diese Delegiertenversammlung war ein wahres Fest des Basisdemokratie», kommentierte er auf Facebook.