Das Thurufer wurde mit Holz provisorisch repariert

Bis zur eigentlichen Thursanierung dauert es noch eine Weile. Weil an drei Stellen in Wattwil dringender Handlungsbedarf angezeigt war, wurde das Thurufer im Juli repariert.

Martin Knoepfel
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Beim Schulzentrum Grüenau wurde die Thur-Verbauung repariert.

Beim Schulzentrum Grüenau wurde die Thur-Verbauung repariert.

Bild: Martin Knoepfel

Die Thur hat im Laufe der Jahre an verschiedenen Stellen die Verbauung erodiert, was beispielsweise im Bereich Rickenhof die Grundwasserschutzzone gefährdet. Daher hat der Kanton entschieden, an der Austrasse, in der Schomatten und im Rickenhof während des Julis dringend nötige Reparaturarbeiten durchzuführen.

Die Arbeiten wurden ausschliesslich am linken Thurufer, also an den Prallhängen realisiert. Dafür wurden als Verbauung viereckige Holzkästen verwendet. «Diese Elemente werden liegend aufeinander gestapelt und mit Material, das an Ort und Stelle vorhanden ist, aufgefüllt. Schliesslich werden die reparierten Stellen der Verbauung begrünt», erläuterte Lukas Spalt, Projektleiter im kantonalen Amt für Wasser und Energie.

Die Reparaturarbeiten sollen die Zeit bis zum Beginn der eigentlichen Thursanierung überbrücken, deren Baustart auf frühestens im Jahr 2022 angesetzt ist.

Reparierte Stellen sind gleich stabil wie die alten Thurverbauungen

Auch Verzögerungen stellen gemäss Lukas Spalt aber kein Problem dar. Denn die mit diesen Holzelementen reparierten Stellen werden ebenso stabil sein wie die mehr als 100 Jahre alten Thurverbauungen. Die Holzelemente seien aber weniger langlebig, weil sie nach zehn bis 20 Jahren verrotten würden, sagte Lukas Spalt.

Die Arbeiten im Bereich Rickenhof betrugen rund eine Million Franken, die sich die Gemeinde Wattwil und der Kanton teilten. Die Kosten für die Reparaturen an der Austrasse und in der Schomatten beliefen sich auf insgesamt rund 500'000 Franken. Ein Viertel dieser Kosten fiel zu Lasten der Gemeinde Wattwil, den Rest übernahm der Kanton.