Das Rezept gegen die Hitze im Juni: «Kalt duschen und vor allem viel, sehr viel trinken»

Der Juni brachte Tagestemperaturen von Teils weit über 30 Grad ins Toggenburg. Da half nur eine Abkühlung.

Urs M. Hemm
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Die Schülerinnen und Schüler der Kanti Wattwil absolvierten ihren Sporttag bei grösster Hitze. Die Disziplin Bootfahren kam als Abkühlung gerade recht.

Die Schülerinnen und Schüler der Kanti Wattwil absolvierten ihren Sporttag bei grösster Hitze. Die Disziplin Bootfahren kam als Abkühlung gerade recht.

Bild: PD

Morgens gut lüften und die Rollläden den ganzen Tag geschlossen halten, einen schattigen Platz suchen, kalt duschen und vor allem viel, sehr viel trinken – dies war nur eine Auswahl von Ratschlägen die eine Umfrage des «Toggenburger Tagblatts» am 25. Juni zur heranrollenden Hitzewelle ergab.

In den Alten- und Pflegeheimen der Region ist die Hitze während der Sommermonate auch in normalen Jahren ständig ein Thema. Denn alte Menschen würden oftmals zu wenig trinken, weswegen das Personal ohnehin angehalten sei, besonders aufmerksam zu sein. Ansonsten halte man sich an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit: Anstrengungen vermeiden, leicht essen und die Hitze aussperren – werden diese Regeln befolgt, würde die Hitze kein Problem für die Seniorinnen und Senioren darstellen.

Warmes Wasser tut den Fischen nicht gut

Menschen können in der Regel der Hitze entfliehen, Fische nicht. Wie gefährlich die warmen Temperaturen für die Fische in Thur und Necker werden können, zeigte sich im Hitzesommer 2018, als der Wasserstand bedenklich tief und die Wassertemperatur gefährlich hoch für die Forellen und Äschen waren.

Für die diesjährige Hitzewelle hatte der Kantonale Fischereiaufseher, Christoph Mehr, in einem Interview jedoch Entwarnung gegeben: «Die Situation ist derzeit unkritisch. Wir haben noch genügend Wasser. Messungen haben eine Abflussmenge von fünf bis sieben Kubikmeter pro Sekunde ergeben.

Zum Vergleich: Im Sommer 2018 hatten wir stellenweise nicht einmal mehr einen Kubikmeter. Der Unterschied ist, dass derzeit in den Bergen noch Schnee liegt und wenn dieser schmilzt, fliesst kühles Wasser in die Thur und in die Seitenbäche.»

Andere Sportarten am Sporttag der Kanti

Sportlich – im wahrsten Sinne des Wortes – gingen die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wattwil mit der Hitze um. Trotz einer Temperatur von weit über 30 Grad führten sie ihren Sporttag durch. Um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler nicht zu gefährden wurden aber Massnahmen ergriffen.

René Langenegger, Leiter der Fachgruppe Sport sagte dazu: «Wir haben die Spielzeiten nach dem Mittag gekürzt und die Fussbalfelder verkleinert. Zudem ist genügend Wasser vorhanden – sei es in Trinkflaschen oder Schläuchen.» Bei den Teilnehmenden dürfte aber die Disziplin Bootfahren auf der Thur am meisten Spass gemacht haben. Wie viele beim Paddeln aus Versehen ins Wasser gefallen sind, ist jedoch nicht überliefert.