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«Das Rezept bleibt geheim»: Toggenburger stellt pinken Käse her

Käse ist nicht gleich Käse – zumindest, wenn man bei der Käserei Stadelmann in Toggenburg vorbeischaut. Denn neben dem «Neckertaler Chäsli», dem Pfefferkäse oder dem «Sennengold» liegt im Keller des Familienunternehmens nun auch ein Käse in Pink.
Alexandra Pavlovic
Die «Pink Queen» ist ein eingefärbter Sennwald-Käse und hat einen ähnlichen Geschmack, wie der Appenzeller Käse. (Bilder: Käserei Stadelmann)

Die «Pink Queen» ist ein eingefärbter Sennwald-Käse und hat einen ähnlichen Geschmack, wie der Appenzeller Käse. (Bilder: Käserei Stadelmann)

Sie sieht aus wie ein Appenzeller Käse, schmeckt geschmacklich auch so, ist aber pink: Die «Pink Queen». Der ausgefallenen Name ist die Bezeichnung für einen neuen Käse aus dem Toggenburg. Jürg Stadelmann, Geschäftsführer der Käserei Stadelmann in dritter Generation, hat die farblich aussergewöhnliche Kreation hergestellt.

Stadelmann ist selbst Käser und hat just im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel für den besten Appenzeller Käse gewonnen. Wer denkt, der eingefärbte Käse sei eine ausgefallenen Idee von ihm selbst, irrt. Wie der erfahrene Käser sagt, war es der Wunsch eines asiatischen Händlers. «Auf der Suche nach einem Appenzeller Käse für den asiatischen Raum hat uns ein Mann aus Hongkong kontaktiert. Allerdings wollte er keinen gewöhnlichen, sondern einen in pinker oder roter Farbe», sagt Stadelmann. Die Asiaten seien ganz verrückt nach gefärbten Nahrungsmitteln. «Ob Schokolade oder Käse, es muss einfach farbig sein.»

«Das Rezept bleibt geheim»

Sieben Monate dauerte es, bis der Toggenburger in seiner Käserei in Ganterschwil das perfekte Endprodukte vor sich hatte. Wie aber ist der Käse nun zu seiner speziellen Farbe gekommen? «Einen geeigneten Farbstoff zu finden und dabei gleichzeitig den Reifungsprozess des Käses nicht zu verändern, war tatsächlich keine leichte Aufgabe», erzählt Stadelmann. Er habe zunächst versucht, Randen oder Erdbeeren für die Produktion zu verwenden, das Ergebnis war jedoch nicht zufriedenstellend. «Nachdem wir rund sieben Monate lang Verschiedenes ausprobiert hatten, fanden wir schliesslich ein natürliches Material, welches die gewünschte Farbe lieferte und auch den Käse-Geschmack nicht beeinträchtigte.»

Um was für eine Zutat es sich handelt, will der mehrfach ausgezeichnete Käser nicht sagen. «Wie schon beim Appenzeller Käse bleibt auch hier das Rezept geheim.» Was er aber sagen kann, ist, dass es sich bei der «Pink Queen» um einen eingefärbten Sennwald-Käse handelt. «Das ist unser Hauskäse für den wir Bakterienkulturen aus drei Generationen verwenden.»

Jürg Stadelmann (links) führt das Familienunternehmen seines Vaters Elmar in dritter Generation.

Jürg Stadelmann (links) führt das Familienunternehmen seines Vaters Elmar in dritter Generation.

Nicht nur in Asien, sondern auch in der Schweiz

Auch wenn der pinke Käse anfänglich nur für den asiatischen Markt bestimmt war, so will der Toggenburger diesen nun doch auch in der Schweiz anbieten. «Wir treffen derzeit noch letzte Abklärungen bezüglich der Deklarationspflicht. Sobald alles bewilligt ist, werden wir die «Pink Queen» über unseren Online-Shop sowie über Zwischenhändler vertreiben», sagt Stadelmann.

Was er vorerst nicht machen werde, sei, den Sennwald-Käse in weiteren Farben zu produzieren. «Bisher haben wir nichts derartiges geplant. Sollte die Nachfrage aber nach eingefärbtem Käse steigen, werden wir versuchen dieser nachzukommen. Bei uns sind die Kunden König.»

Dass der pinke Käse aus dem Toggenburger Potenzial zum Klassenschlager hat, beweist nicht nur die Tatsache, dass er beim asiatischen Händler gut ankommt. Stadelmanns Telefon steht seit Mittwochmorgen nicht mehr still. «Seit sechs Uhr in der Früh klingelt es ununterbrochen bei uns. Verschiedenste Käsehändler, auswärtige Kunden wie auch Stammkunden erkundigen sich nach der neuen Kreation.»

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