Kommentar

Das Problem der Wattwiler Imbissbude am falschen Ort lässt sich lösen

Die Gemeinde Wattwil ist nicht Schuld, dass der Imbissstand Siva Hot keine Lösung für die Zukunft hat. Aber sie könnte das Problem dennoch lösen.

Ruben Schönenberger
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Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ein Imbissstand steht am falschen Platz. Und weil dieser beliebt ist, werden nun Unterschriften für den Erhalt gesammelt. Das ist löblich. Die Schuld der Gemeinde in die Schuhe zu schieben, ist es nicht. Dass die Brache im Rietwis einer Sportanlage weichen wird, ist seit Jahren bekannt. Die Gemeinde Wattwil hat darüber immer offen informiert. Dass Siva noch keine Lösung gefunden hat, wenn sein Stand weichen muss, ist nicht ihre Schuld.

Trotzdem könnte die Gemeinde das Problem einfach lösen. Die neue Sportanlage sowie die Badi und die Minigolfanlage, die bald enger zusammengeführt werden sollen, sind auf ein Verpflegungsangebot angewiesen. Das Naheliegendste wäre, hier an Siva zu denken. Auch aus Eigeninteresse: Die Beliebtheit des Imbissstandes gäbe einem neuen Angebot einen Anfangsbonus, der vielleicht Gold, zumindest aber Geld wert sein kann. Vor allem verhindert die Gemeinde so eine Verzögerung des Baus der Sportanlage. Eine solche hätte eine Kettenreaktion zur Folge: Der Kanti-Neubau könnte nicht planmässig gebaut werden, das BWZ nicht rechtzeitig saniert werden. Das will auch der Petitionär nicht. Entsprechend dürfte er Hand bieten für eine gute Lösung.