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Das leere Postgebäude in Kirchberg regte zu Ideen an: Gibt es Potenzial für ein Coworking-Büro?

In der bevölkerungsreichsten Gemeinde im Toggenburg soll ein Coworking-Büro entstehen.
Beat Lanzendorfer
In Lichtensteig ist der Coworking-Space fest installiert. Im September gab es einen «Tag der offenen Türe», einen sogenannten Free Friday. (Bild: Timon Kobelt / September 2019)

In Lichtensteig ist der Coworking-Space fest installiert. Im September gab es einen «Tag der offenen Türe», einen sogenannten Free Friday. (Bild: Timon Kobelt / September 2019)

Eine Interessengruppe plant, in der Gemeinde Kirchberg ein Coworking-Büro einzurichten. Mittels einer Umfrage sollen der richtige Standort und die Bedürfnisse der Bevölkerung evaluiert werden.

Projekt wird durch die Gemeinde unterstützt

Im «Gmeindsblatt», dem amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde, ist ein diesbezüglicher Fragebogen abgedruckt. Darin kann man beispielsweise angeben, wie ein Traum-Coworking-Büro nach eigenem Dafürhalten ausgestattet werden sollte, oder wie viel Geld man pro Tag für die Benützung zu zahlen bereit wäre. Weniger als 20 oder gar mehr als 50 Franken.

Simon Seelhofer, Initiator. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Simon Seelhofer, Initiator. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Interessengruppe hofft auf viele Rückmeldungen, um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Das Projekt wird durch die Gemeinde und weitere Partner unterstützt. Simon Seelhofer, Initiator und Ansprechpartner, sagt, ihm sei die Idee zu Coworking im Auto gekommen. Er fahre von seinem Wohnort Kirchberg zu seinem Arbeitsort in Wil täglich am leeren Postgebäude vorbei.

«Irgendwann dachte ich mir, es müsse auch in der Gemeinde Kirchberg Möglichkeiten geben, leere Gebäude mittels Coworking sinnvoll zu nutzen.»

Er legt Wert auf die Feststellung, dass das leere Postgebäude lediglich zur Ideenbildung beigetragen habe. «Nach ersten Vorabklärungen gibt es durchaus mögliche Standorte. Uns ist aber wichtig, die Antworten der Umfrage zuerst auszuwerten, um das Potenzial auszuloten. Die ausgefüllte Umfrage muss bis am 22. November an die Gemeinde zurückgeschickt werden.

Einsparpotenzial wäre gross

Eine Statistik besagt, dass die Gemeinde Kirchberg aktuell rund 2800 Pendler hat. Diese Zahl liesse sich laut Berechnungen dank Coworking um etwa 600 Personen reduzieren, was eine Einsparung von 35 Millionen Pendlerkilometer ergeben würde. Gemäss der Interessengruppe sei anhand der Zahlen ein Coworking-Bedürfnis durchaus ausgewiesen, auch wenn das Einsparpotenzial in der Statistik wohl zu grosszügig ausgewiesen sei.

Ähnliche Projekte sind in der Region und im Toggenburg mittlerweile fest installiert. Hierzu zählen etwa das Macherzentrum Toggenburg in Lichtensteig, das Büro Lokal in Wil sowie die Coworking-Büros in Degersheim und Neu St.Johann. Coworking ist eine noch eher junge Arbeitsform, erfreut sich aber auch hierzulande immer grösserer Beliebtheit. Aktuell gibt es schweizweit über 200 Coworking-Büros.

Hier geht es zur Umfrage.

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