Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Das kommt 2019 auf das Toggenburg zu

Der Jahreswechsel lädt ein, sich Gedanken um die grossen Entwicklungen zu machen, die 2019 auf das Thur- und Neckertal zukommen. Vielerorts wird es ein intensives Jahr werden, wie unsere zwangsweise unvollständige Liste aufzeigt.
Ruben Schönenberger
Im Neckertal könnte 2019 ein Schritt in Richtung Gemeindefusion getan werden. (Bild: Urs M. Hemm)

Im Neckertal könnte 2019 ein Schritt in Richtung Gemeindefusion getan werden. (Bild: Urs M. Hemm)

Wenn sich am Montagabend das Toggenburg «ä guets Neus» wünscht, dann dürften damit einige Erwartungen und Hoffnungen verbunden sein. Schliesslich steht im Thur- und Neckertal auch im kommenden Jahr so einiges an.

Das Toggenburg rückt zusammen

Es ist noch nicht allzu lange her, da bestand der Wahlkreis Toggenburg aus 19 Gemeinden. Ab 2005 setzte dann eine Fusionswelle ein, welche die Zahl der Gemeinden innert weniger Jahre auf zwölf reduzierte. 2019 könnte der Grundstein gelegt werden, dass das Thur- und Neckertal bald nur noch aus zehn Gemeinden bestehen wird. Am 30. Juni entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinden Hemberg, Neckertal und Oberhelfenschwil, ob die Idee einer Fusion weiterverfolgt werden soll.

Unabhängig vom Entscheid der Stimmbürgerschaft wird die Region 2019 weiter zusammenwachsen. Auf der Bahnlinie Wattwil-Nesslau werden diverse Bauarbeiten durchgeführt, dank derer die Züge in Zukunft schneller fahren können. Dafür wird die Strecke allerdings rund zehn Wochen gesperrt werden. Auch an den Strassen wird 2019 gearbeitet. Bei der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil – die Eröffnung ist für 2022 geplant – geht es nun so richtig los, während bei der Umfahrung Bütschwil schon langsam an die Abschlussarbeiten gedacht werden darf. 2020 ist hier die Eröffnung geplant.

Das Toggenburg verändert sein Aussehen

Wenn die Umfahrung Bütschwil dereinst fertiggestellt ist, soll auch das Bütschwiler Dorfzentrum eine Aufwertung erfahren. Wie diese flankierenden Massnahmen genau aussehen sollen, darüber besteht noch keine Einigkeit. Während Kanton und Gemeinde einen Kreisel im Dorfzentrum vorsehen, wird auch die Forderung nach einer Verlagerung dieses Kreisels ins Gebiet Lerchenfeld laut.

In ebendiesem Industrieareal wird sich so oder so in nächster Zeit einiges tun. Auch wenn 2019 noch nicht gebaut werden wird, dürften einige Fragen bereits im kommenden Jahr behandelt werden. Mit wie viel zusätzlichem Verkehr muss gerechnet werden? Wie wird dieser geführt? Führt die Aussicht auf neue Arbeitsplätze zu einer Steigerung der Einwohnerzahl? Und wenn ja, für wen?

Das Toggenburg braucht Schulraum

Den Fragen zum Lerchenfeld wird man sich nicht nur in der Standortgemeinde Bütschwil-Ganterschwil stellen, sondern auch im angrenzenden Lütisburg. Ein anderer Bau dürfte dort aber auch 2019 für mehr Gesprächsstoff sorgen. Nachdem die Bürgerschaft den Kredit für den Neubau einer Mehrzweckhalle abgelehnt hat, steht die Gemeinde ohne geeignete Turnhalle da. Wie dieser Missstand behoben wird, ist noch unklar. Ebenso, wer ein allfälliges Projekt seitens des Schulrats dann begleiten wird. Schulratspräsident Josef Rütsche wird es nicht mehr sein. Er tritt auf Ende März zurück. Sein Nachfolger darf zudem das Bauprojekt zur Erweiterung des Schulraums begleiten. Diesen Kredit hatte die Stimmbürgerschaft bewilligt.

Im Zusammenhang mit der emotional geführten Abstimmung sind zudem Differenzen zwischen Schul- und Gemeinderat zutage getreten, welche die Diskussion um eine Einheitsgemeinde neu entfachen könnten. In der Nachbargemeinde Bütschwil-Ganterschwil wird 2019 ebenfalls über eine Schulraumerweiterung abgestimmt und auch ein neues Mitglied für den Schulrat gewählt, beides dürfte aber im Vergleich weniger Wellen werfen.

Auch in Wattwil soll an einer Schule gebaut werden. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmen über eine Vorlage zur Sanierung der Schulanlage Risi ab. Ähnliches passiert in der Gemeinde Mosnang. Voraussichtlich im Herbst wird über die Projekte in Libingen und Mühlrüti abgestimmt werden. In Bazenheid fällt der Spatenstich zum Neubau des Primarschulhauses an der Neugasse. Und schliesslich wird sich auch in Ebnat-Kappel im Bereich der Schule etwas verändern. Per 1. März übernimmt Christian Rufer das Schulratspräsidium.

Das Toggenburg baut nicht nur für Jung

Gebaut und saniert wird nicht nur für Schulkinder. In Bütschwil steht der Projektierungskredit für die Sanierung des Hallenbads auf der Agenda. In Lichtensteig wird über die Sanierung des Goldenen Bodens abgestimmt. In Mosnang wird die Tiefgarage im Dorfzentrum realisiert und die von der Stimmbürgerschaft unlängst beschlossene Dorfbachsanierung angegangen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Wildhaus-Alt St.Johann werden über einen Anbau zum Gemeindehaus befinden.

In Ebnat-Kappel wird der Erweiterungsbau der Innovative Sensor Technology AG (IST) eingeweiht und beim Neubau des Pflegeheims Wier erfolgt der Spatenstich. Im Bereich Alters- und Pflegeheim könnte es auch in Bütschwil-Ganterschwil beziehungsweise Mosnang im kommenden Jahr zu Entwicklungen kommen. Der Mosnanger Gemeinderat plant den Austritt aus dem Zweckverband des «Solino», in der Gemeinde regt sich allerdings Widerstand.

Das Toggenburg wartet auf den Kanton

Widerstand gab es auch immer wieder von ausserhalb des Toggenburgs. Der Neubau der Kantonsschule mit Campus-Lösung gerät regelmässig unter Beschuss aus dem Linthgebiet, das Klanghaus musste im Kantonsrat eine Ehrenrunde drehen und das Spital Wattwil steht aktuell vor einer ungewissen Zukunft. Bei diesen drei Projekten sind Vertreterinnen und Vertreter des Toggenburgs zwar bemüht, zum Schluss aber dennoch oft zum Warten verdammt.

Bei allen drei darf 2019 mit Entwicklungen gerechnet werden. Schon im Januar informiert die Regierung in Wattwil über den Campus, das Klanghaus dürfte diesen Sommer zur Abstimmung gelangen und beim Spital Wattwil wird mit jeder Veröffentlichung der aktuellsten Finanzkennzahlen eine Diskussion folgen.

Das Toggenburg feiert mit und ohne Musik

Wie gut oder schlecht die Ergebnisse auf kantonaler Ebene auch sein mögen, gefeiert wird im Thur- und Neckertal auch 2019. Beim Wildes Haus Openair wird zum ersten Mal ein Abend mit Rock-Musik ins Programm aufgenommen. In Nesslau geht 2019 das nur alle drei Jahre stattfindende Dorffest über die Bühne. In Ennetbühl wird wieder zu irischer Folklore getanzt werden. In Ebnat-Kappel kommt das Factory Openair zum zweiten Mal zur Austragung und in Lichtensteig finden die Jazztage statt.

Anstatt Musik werden in Hemberg auch diesen Sommer wieder Motoren für die akustische Kulisse eines regelrechten Festanlasses sorgen, während das in Ebnat-Kappel das Zischen der Heissluftballone sein wird. In Bazenheid feiert sich die Dorfkorporation mit einem Buch zum 60-Jahr-Jubiläum gleich selbst und in Wattwil wird an der Toggenburger Messe während dreier Tage das Toggenburger Gewerbe zeigen, was es zu bieten hat.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.