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Das Kinder-Dörfli bekommt eine neue Struktur

Ab August werden etwaige Strukturen innerhalb des Kinder Dörflis neu ausgelebt. Schlankere und effizientere Leistungsstrukturen sollen zu neuen Höhenflügen beitragen.
Christoph Heer
Führten in Lütisburg zielstrebig und informativ durch die Mitgliederversammlung vom Verein «Kinderdörfli St. Iddaheim»: Urs Gasser (Gesamtleiter), Franz Müller (Präsident Verwaltungskommission), Doris Sailer (Aktuarin), von links. (Bild: Christoph Heer)

Führten in Lütisburg zielstrebig und informativ durch die Mitgliederversammlung vom Verein «Kinderdörfli St. Iddaheim»: Urs Gasser (Gesamtleiter), Franz Müller (Präsident Verwaltungskommission), Doris Sailer (Aktuarin), von links. (Bild: Christoph Heer)

Die Arbeit im Kinder Dörfli in Lütisburg muss sich immer wieder auch den Herausforderungen in der bildungspolitischen Landschaft anpassen. So ist seit 2015 das Sonderpädagogische Konzept des Kantons St.Gallen mit einem neuen Finanzierungsmodell in Kraft. «Das Bildungsdepartement hat den Sonderschulheimen des Kantons St.Gallen dementsprechend eine dreijährige Übergangsfrist gewährt. So blieb Zeit, sich den neuen Rahmenbedingungen anzupassen.»

Franz Müller, Präsident der Verwaltungskommission, erläuterte am Donnerstagabend diese Begebenheiten anlässlich der Mitgliederversammlung Verein «Kinderdörfli St. Iddaheim». «In den vergangenen drei Jahren hat die Verwaltungskommission in Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsfirma die Organisation und Strategie überprüft. Aufgrund der leistungsabhängigen Pauschalfinanzierung hat das Kinder Dörfli neue Strategien zur Kostenoptimierung entwickelt.

Im Zentrum dieser Neuerungen und Reorganisation steht die Schaffung von schlankeren und effizienteren Leitungsstrukturen», sagte Franz Müller. Gleichzeitig nahm er den anwesenden Stimmberechtigten die Angst, dass es sich um einen Stellenabbau handeln könnte.

Treue Mitarbeiter trotz Änderung

Bemerkbar macht sich die Reorganisation in drei Schwerpunkten. So wird das Leitungsteam neu aus dem Gesamtleiter (Urs Gasser) und dem Schulleiter (Robert Steiner) gebildet. Zudem wird die bisherige Sozialpädagogische Leitung (Roland Lehner) und deren Stellvertretung (Lisa Kuster) neu für je vier Wohngruppen als «Koordinatoren Wohnen» zuständig sein.

Und der dritte Punkt betrifft die heutigen Wohngruppenleitungen. Diese werden neu als Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen in das Wohngruppenteam integriert. Jeder dieser betroffenen Mitarbeiter der letztgenannten Modifikation im Kinder Dörfli wird bleiben. «Wir sind froh, dass uns allesamt treu bleiben und ihren Veränderungsvertrag akzeptieren, das zeugt von einer grossen Hingabe dem Arbeitgeber gegenüber», sagte Franz Müller lobend.

Kommende Defizite aufgezeigt

Aktuell befinden sich im Kinder Dörfli 61 Kinder und Jugendliche vom Kindergartenalter bis zur zehnten Klasse. Gesamtleiter Urs Gasser berichtete in seinem Jahresbericht von den zahlreichen Schwierigkeiten, denen man sich ausgesetzt sieht. So erwähnte er, dass die Kinder immer kurzfristiger und jünger angemeldet werden. Das sei für eine tadellose Integration in die bestehenden Klassen oder Wohngruppen nicht einfach.

Die Jahresrechnung 2017 schloss bei einem Aufwand von 7'354'367 Franken und einem Ertrag von 7'450'960 Franken mit einem Überschuss von 96'592 Franken. «Für das Jahr 2018 rechnen wir jedoch mit einem Defizit von 530'000 Franken und auch 2019 (150'000 Franken) und 2020 (89'000 Franken) werden wir rote Zahlen präsentieren.» Franz Müller sagte, dass diese Defizite vom Eigenkapital gedeckt werden können, warnte gleichzeitig aber davor, von einer rosigen Zukunft zu träumen. Sparmassnahmen wie etwa der Verzicht auf eine zusätzliche Anstellung eines Arbeitsagogen, oder dem Abbau von Sekretariatsressourcen, werden in den kommenden drei Jahren helfen wieder von positiven Zahlen berichten zu können.

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