Das Industriegebiet Stelz in Kirchberg erhält ein neues Gesicht

Die Ausbaupläne der IGP Pulvertechnik AG im Industriegebiet Stelz kommen einen weiteren Schritt voran. Die dafür erforderlichen Strassenprojekte liegen zur Vernehmlassung auf.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
Die IGP Pulvertechnik AG (rechts hinten) plant einen Erweiterungsbau (links hinten). Dafür ist eine Verlegung der Stelzstrasse erforderlich, die bisher entlang des Hauptsitzes führt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die IGP Pulvertechnik AG (rechts hinten) plant einen Erweiterungsbau (links hinten). Dafür ist eine Verlegung der Stelzstrasse erforderlich, die bisher entlang des Hauptsitzes führt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Im Industriegebiet Stelz in Kirchberg könnte es zu grösseren Veränderungen kommen. Die IGP Pulvertechnik AG möchte an ihrem Hauptsitz einen Erweiterungsbau erstellen.

Erste Absichten der IGP, einen Erweiterungsbau zu realisieren, gehen auf das Jahr 2013 zurück. Im Jahr darauf konnten für das Vorhaben südlich des bestehenden Standortes 3,66 Hektaren Wiese aus der Landwirtschafts- der Industriezone zugewiesen werden. Die Pläne, den Erweiterungsbau bis im Jahr 2018 zu bauen, waren hingegen zu optimistisch. Nun kommt aber Bewegung in die Sache. Das Bauprojekt ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die dafür erforderliche Verlegung der Stelzstrasse und die Umgestaltung der Fürstenland- sowie der Wilerstrasse zur Vernehmlassung aufliegen.

Strasse wird nach Süden verlegt

Durch die geplante Firmen-Erweiterung wird eine Verlegung der Stelzstrasse nach Süden ausgelöst. Diese soll im Bereich der IGP aufgehoben werden, was auch einen Unterbruch der heutigen kantonalen Radroute zur Folge hat. Die Stelzstrasse soll entlang der Parzelle östlich und südlich des Erweiterungsbaus geführt werden und rund 200 Meter südlich des heutigen Knotens in die Fürstenlandstrasse einmünden.

Im Hinblick auf das durch den Erweiterungsbau hervorgerufene erhöhte Verkehrsaufkommen und eine mögliche Ausdehnung der Gewerbe- und Industriezone ins Gebiet Sedelhof sollen die Anschlusspunkte an die beiden Kantonsstrassen Wiler- und Fürstenlandstrasse entsprechend ausgebaut werden. Die erwähnte Radroute soll ebenfalls den neuen Verhältnissen angepasst werden.

Verkehrssicherheit soll erhöht werden

An der Fürstenlandstrasse werden nebst einem Eingangsportal und einer Querungshilfe mit Mittelinsel zwei neue behindertengerechte Bushaltestellen ausserhalb des Fahrbahnbereichs erstellt. Mit dieser Massnahme sei vorgesehen, Unfallschwerpunkte bei der Bushaltestelle zu eliminieren. Der Knotenumbau an der Wilerstrasse erhöhe die Verkehrssicherheit. Mit der Installation einer Lichtsignalanlage sollen die Wartezeiten beim Einbiegen aus dem Gebiet Stelz in die Wilerstrasse minimiert werden.

«Nach Ablauf der Referendumsfrist, die vom 15. März bis 23. April dauert, geht das Geschäft zur Kantonsregierung, welche die erforderlichen Kredite sprechen muss. Nach Erarbeitung der Detailplanung soll das Projekt öffentlich aufgelegt werden», sagt Magnus Brändle, Koordinator Grossprojekte der Gemeinde Kirchberg.

Anteil der Gemeinde beträgt 872'000 Franken

Die Kosten, die durch die Verlegung der Stelzstrasse sowie die Anpassungen an der Fürstenland- sowie der Wilerstrasse entstehen, werden mit 3,84 Millionen Franken beziffert. Der Anteil der Gemeinde beträgt rund 872'000 Franken. Knapp drei Millionen entfallen auf den Kanton. Bei der Verlegung der Stelzstrasse handle es sich um ein Gemeindestrassenprojekt, welches koordiniert mit den Kantonsstrassenprojekten ausgearbeitet wurde.

Die Ausführung der beiden Kantonsstrassenprojekte werde ebenfalls mit dem Gemeindestrassenprojekt zur Verlegung der Stelzstrasse koordiniert, sodass die Realisierung ohne dauerhafte Vollsperrungen der Wiler- und der Fürstenlandstrasse durchgeführt werden könne. Die öffentliche Auflage der Gemeinde- und der Kantonsstrassenprojekte sei nach Abschluss der Vernehmlassung vorgesehen. Zeitlich erscheine die Realisierung der geplanten Bauvorhaben frühestens im kommenden Jahr realistisch.

Die IGP ist ein weltweit tätiges Unternehmen

Die IGP Pulvertechnik AG feierte im letzten Jahr ihr 50-jähriges Firmenjubiläum. Gemäss eigener Website ist sie in über 40 Ländern präsent. Mit 450 Mitarbeitenden produziert sie jährlich über 15000 Tonnen Pulverlack.