Das Fürstenland und das Toggenburg wachsen zusammen

Mit dem neuen Jahr ändert auch die Organisation der «Wiler Zeitung» und des «Toggenburger Tagblatt». Doch die beiden Regionen beeinflussen sich schon lange.

Ruben Schönenberger
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Der symbolhafteste Beweis dafür, dass die Regionen Fürstenland und Toggenburg zusammengehören. Über dem Eingang zum Hof zu Wil prangt das Wappen der Toggenburger.

Der symbolhafteste Beweis dafür, dass die Regionen Fürstenland und Toggenburg zusammengehören. Über dem Eingang zum Hof zu Wil prangt das Wappen der Toggenburger.

Bild: Dinah Hauser

Sie halten die erste Ausgabe dieser Zeitung des Jahres in den Händen, liebe Leserinnen und Leser. Sie halten auch die erste Ausgabe dieser Zeitung in den Händen, für die ein leicht verändertes Team verantwortlich zeichnet. Wie angekündigt, wurden die Redaktionen der «Wiler Zeitung» und des «Toggenburger Tagblatt» näher zusammengerückt. Die Standorte bleiben bestehen und – für Sie am wichtigsten – auch die beiden Zeitungstitel bleiben in der Form erhalten, wie Sie sie kennen. Sie werden weiterhin in Ihrer Zeitung finden, was Ihre Region bewegt.

Die beiden Teams sind aber per Jahresanfang zu einem geworden. Durch die Zusammenführung unter einem organisatorischen Dach versprechen wir uns, unsere Kräfte noch gezielter einsetzen zu können. In einer Zeit, in der den Redaktionen weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, ist der effiziente Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel unabdingbar.

Viele Themen interessieren in beiden Gebieten

Dass die beiden Regionen Wil und Toggenburg gut zusammenpassen, zeigt sich an zahlreichen Beispielen. Am offensichtlichsten ist es im untersten Toggenburg. Die Gemeinde Kirchberg gehört politisch zum Wahlkreis Toggenburg, wirtschaftlich richtet sie sich aber stärker nach Wil aus. Auch in den Themen, die im Einzugsgebiet der beiden Blätter bewegen, zeigt sich, dass es viele gemeinsame Interessen gibt. Diese werden uns auch 2020 begleiten. Was in Wil West passiert, interessiert bis weit ins Toggenburg. Wie sich der Bergbahnenstreit im Obertoggenburg entwickelt, sorgt auch zwischen Wil und Flawil für Kopfschütteln. Wenn die Autobahneinfahrt im st.gallisch-thurgauischen Grenzgebiet saniert wird, stockt der Verkehr bis ins Toggenburg.

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter

Bild: Ralph Ribi

Und wenn die Zukunft der Spitäler in Wattwil und Wil diskutiert wird, lässt es sich schon am Namen der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg ablesen, dass das Thema die Leserinnen und Lesern der «Wiler Zeitung» genau so interessiert, wie jene des «Toggenburger Tagblatt». Dasselbe gilt für die Zukunft des Spitals Flawil. Schliesslich ist es noch gar nicht lange her, dass die Gemeinde Flawil – wie auch Degersheim, Jonschwil, Oberuzwil und Uzwil – Teil des Bezirks Untertoggenburg war.

Auch gemeinsame Feste werden wir in diesem Jahr feiern. Ob Irish Openair in Ennetbühl oder Rock am Weier in Wil, ob Openair Wildhaus oder das Degersheimer Festival am Gleis, all diese Feste ziehen immer auch Publikum aus anderen Ortschaften an. Und mit dem Köhlerfest in Sirnach kommt die Region beim Meiler zusammen.

In Wil ist die Zusammengehörigkeit schon lange festgehalten

Der symbolhafteste Beweis dafür, dass die beiden Regionen zusammengehören, auch wenn sie ihre eigenen Charakteristika haben, zeigt sich am Hof zu Wil. Über dem Eingang prangt das Wappen der Toggenburger.

In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser, wünscht Ihnen die Redaktion der «Wiler Zeitung» und des «Toggenburger Tagblatt» einen guten Start in ein neues Jahr, das durch mehr Verbindendes als Trennendes geprägt sein soll.