Das Feldschiessen im Obertoggenburg ist jeweils ein Volksfest für Schützen und Bevölkerung

Mit 658 Schiessenden konnte das Feldschiessen im Obertoggenburg Mitte August in Nesslau die Teilnehmerzahl um 43 erhöhen.

Peter Jenni
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Die Festsieger des Obertoggenburger Feldschiessens 2019 in Nesslau, flankiert von den Fahnen und den Ehrendamen.

Die Festsieger des Obertoggenburger Feldschiessens 2019 in Nesslau, flankiert von den Fahnen und den Ehrendamen.

Bild: Peter Jenni

Wenn in der Schweiz nur einmal im Jahr ein Eidgenössisches Feldschiessen (EFS) Ende Mai, Anfang Juni stattfinden würde, wäre für elf Monate Funkstille. Wären da nicht die Schützen des Bezirksverbandes Obertoggenburg (BSV), die dem Schweizer Schiesssport Verband (SSV) die Stirn boten und das Datum für ihr EFS Mitte August buchstäblich durchstierten.

Programm in Nesslau und in Alt St.Johann

Bereits zum 112. Mal ging dieser Kultanlass im August über die Bühne, organisiert von der Schützengesellschaft (SG) Nesslau, mit OK-Präsident Walter Lusti und einem grossen Helferteam. Für den Schiessbetrieb zeichnete Hausi Stauffacher vom BSV verantwortlich. Das 300-m-Programm wurde im provisorischen Feldstand und nicht im Schützenstand Berstel der SG Nesslau geschossen und wie einst mit Fähnlein und Kelle gezeigt.

Für das Pistolenprogramm 50/25m stand dem OK die Anlage der Pistolenschützen Alt St.Johann zur Verfügung. In Nesslau begann der Schiessbetrieb am 16. August um 16.30 Uhr und endete mit dem Böllerschuss am 18. August um 13.44 Uhr.

Die Teilnehmerzahl betrug hier 563 (plus 63 gegenüber dem Vorjahr), während in Alt St.Johann mit 95 gegenüber dem Vorjahr 20 weniger schossen. Die Gesamtzunahme beträgt somit 43 Schiessende.

«Wir Obertoggenburger dürfen auf die Beteiligung stolz sein, wir verzeichnen keinen Rückgang, wie dies bei anderen Anlässen der Fall ist.»

Traditionen werden im Obertoggenburg hochgehalten, was auch aus der Veteranenfeier und den Ehrungen unter der Leitung von BSV-Präsident Kurt Geisser hervorging. Dazu konnte dieser auch viele Ehrengäste aus Militär und Politik begrüssen, darunter zwei bekannte Nesslauer, Gemeindepräsident Killian Looser und Divisionär Willy Brülisauer.

Zur Eröffnung spielte die MG Nesslau unter der Leitung von Andrea Lusti mit einem Marsch auf, was sie nachher zur Umrahmung der Ehrungen ebenfalls taten. Nach der Festansprache des Divisionärs wurden Ehrungen vorgenommen. Schützen mit 50 und 65 Aktivjahren wurden mit dem Ehrenkranz ausgezeichnet, sowie neue und anwesende Veteranen geehrt. Die Totenehrung, untermalt mit einem Choral der MG, galt dem verstorbenen Hans Brunner vom MSV Wintersberg-Bendel.

Diverse Schützen wurden geehrt

Verschiedene Schützen wurden mit Feldmeisterschaften bis hin zum Ehrenkranz ausgezeichnet. Schliesslich beendete Präsident Jakob Büchler, der die Grüsse des St.Gallischen Kantonalschützenverbandes überbrachte, den Reigen der Geehrten mit einer kurzen Ansprache.