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Das ehemalige Restaurant Rose in Müselbach erhitzt die Gemüter

Wegen der Spekulationen, wie es mit dem Gebäude weitergeht, sieht sich der Kirchberger Gemeinderat in der Pflicht, über den Sachverhalt zu informieren.
Beat Lanzendorfer/pd
Das einst beliebte und seit Januar 2018 geschlossene Restaurant Rose ist in den letzten Monaten im Innern in ein Privathaus umgebaut worden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das einst beliebte und seit Januar 2018 geschlossene Restaurant Rose ist in den letzten Monaten im Innern in ein Privathaus umgebaut worden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Anfangs Januar dieses Jahres ging das Restaurant Rose an die neuen Besitzer Ramon Inauen, Eggersriet, und Patric Wyss, Teufen, über. Bereits vorgängig war am 9. Oktober 2017 bei der Baubehörde Kirchberg ein Baugesuch für den Einbau von raumhohen Fenstern im Erdgeschoss auf der Nordseite des Restaurants eingegangen.

Das Anzeige- und Auflageverfahren erfolgte ordnungsgemäss ab 14. Oktober und endete am 27. desselben Monats, ohne dass Einsprachen eingegangen waren. Daraufhin wurde die Baubewilligung für den Einbau der Fenster mit der Auflage erteilt, dass das Restaurant weiterbetrieben wird.

Weiter wurde verfügt, dass der ursprüngliche Zustand – vor dem Einbau der raumhohen Fenster – wieder herzustellen sei, wenn der Gastronomiebetrieb eingestellt werden sollte.

Grundeigentümer erheben Rekurs

Gegen diesen Entscheid erhoben die Grundeigentümer Rekurs. Dieser wurde mit dem bestehenden unternehmerischen Risiko einer Aufrechterhaltung des Gastronomiebetriebes begründet. Mit der Auflage der Wiederherstellung würde dieses Risiko nicht mehr tragfähig, womit sich auch das gesamte Konzept in Frage stelle.

Ein auferlegter Rückbau hätte Mehrkosten von 50'000 Franken zur Folge. Mit der Auflage werde das Objekt auf eine gewerbliche Nutzung reduziert. Dies würde unter anderem auch eine Wertreduktion des Objektes bedeuten.

Gemeinde verlangt von Eigentümern Informationen

Nach einem persönlichen Gespräch der Parteien wurde auf Wunsch der neuen Eigentümer vereinbart, dass das «Säli» gegen Norden (Sitzplatz) mit einer möglichst grossen Fensterfront ausgestattet werden soll. Es bestand seitens der neuen Eigentümer nach wie vor die Absicht, das Restaurant beizubehalten.

Die Baubehörde zog deshalb die Baubewilligung vom Oktober 2017 in Wiedererwägung und bewilligte die korrigierte Fassadengestaltung ohne weitere Auflagen. Im Verlaufe dieses Jahres zeichnete sich ab, dass die «Rose» nicht mehr als Restaurant weitergeführt wird.

Die Grundeigentümer wurden deshalb von der Gemeinde ersucht, unverzüglich über die künftige Nutzung und baulichen Änderungen zu informieren. Ende Mai teilten die Besitzer via Anwalt mit, dass kein Restaurant realisiert wird, weil kein Pächter gefunden werden konnte.

Es sei deshalb nach alternativen Möglichkeiten Ausschau gehalten worden. Über diese Entwicklung zeigte sich die Müselbacher Bevölkerung enttäuscht, die auf einen Weiterbetrieb des Restaurants gehofft hatte.

Beurteilung durch die Baubehörde

Das Gebäude «Restaurant Rose», Müselbach, ist gemäss rechtskräftigem Ortsbildinventar als erhaltenswertes Gebäude der Kategorie 2 aufgeführt. Diese Kategorie besitzt lediglich deklaratorischen Charakter und entfaltet keinerlei Rechtswirkung, weil der Kanton anlässlich der Genehmigung des Inventars diese Gebäudekategorie von der Genehmigung ausgenommen hat.

In der Stellungnahme vom Oktober 2017 hat die kantonale Denkmalpflege der Baubehörde empfohlen, das Baugesuch aus denkmalpflegerischer Sicht abzulehnen. Da es sich jedoch um ein Gebäude der Kategorie 2 handle, sei die Gemeinde für die Beurteilung zuständig. Grundsätzlich ist die Eigentumsfreiheit durch Verfassung garantiert. Grundeigentümern können in einer Baubewilligung nur Auflagen und Bedingungen verfügt werden, wofür eine ausreichende gesetzliche Grundlage besteht.

Die Baubehörde hat mangels gesetzlicher Grundlage im Ortsbildinventar (Restaurant Rose wurde nicht als schützenswertes Gebäude eingestuft) entschieden, die Bedingungen der Baubewilligung vom Oktober 2017 zu widerrufen und durch die Bewilligung vom Januar 2018 zu ersetzen, erklären die Gemeindebehörden.

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