Das Aussenfeld der Wildhauser Curlinghalle ist jetzt ein Spielplatz für alle Generationen

Über 200 kleine und grosse Spielfreudige kamen am Samstag zur Eröffnung des Allgenerationenspielplatzes in Wildhaus.

Christiana Sutter
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Von links: Franz Haldner, Richard Brander, Susanne Roth, Rico Rutishauser, Daniel Lacambra, Lajla Forrer, Peter Waibel, Thomas Diezig und Klaus Forster.

Bild: Christiana Sutter (Wildhaus, 4. Juli 2020)

Wer behält das Gleichgewicht auf der Slackline am längsten? Sind es die Kleinsten oder die Grossen? Das Aussenfeld bei der Curlinghalle in Wildhaus ist am Samstag ein grosser Tummelplatz: Ein Generationenspielplatz wird eröffnet.

Der Spielplatz ist ein Resultat des Bürgerforums «Bewegen und Gestalten». Dieses hatte die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann im November 2018 mit einer Impulsveranstaltung initiiert. In mehreren Workshops wurden Themen aufgearbeitet und Ideen für die Gemeinde entwickelt.

Brachliegendes Feld beleben

Aus diesen Workshops haben sich drei Projektgruppen herauskristallisiert. Finanziert werden die Projekte von der Gemeine Wildhaus-Alt St.Johann. Eine Gruppe machte es sich zur Aufgabe, das Aussenfeld bei der Curlinghalle zu beleben. Dieses lag bisher brach.

«Wir wollen das ändern und den Platz mit den bestehenden Angeboten wie Minigolf, Tennisplätzen, Pumptrack, Curlinghalle und Beachvolleyball verbinden», erläutert Richard Brander, der in der Arbeitsgruppe mitwirkte. Er ist Präsident von Pro Toggenburg, dem Verein für Zweitwohnungsbesitzer.

Pedalos, Stelzen und Gokarts

Es sind nicht nur die Kinder, die sich auf den Gleichgewichtsgeräten versuchen. Man sieht einen Grossvater mit seiner Enkelin oder eine Mutter mit einem Kleinkind. Die koordinativen Fähigkeiten können auf verschiedenen Pedalos trainiert werden. Man kann auf Stelzen laufen, Gokarts um die Blumenkisten steuern oder mit Holzskis den gemeinsamen Rhythmus beim Laufen finden. Man kann auch Mühle spielen, ein Puzzle zusammen setzen und am «Churfirsten-Chügelispiel» die Kugeln rollen lassen. «Der Allgenerationenspielplatz soll ein Begegnungsort für Gäste und Einheimische werden», sagt Brander.

Die Stimmung an diesem Samstag auf dem Allgenerationenspielplatz lässt die schwierige Zeit etwas in den Hintergrund rücken. Wobei die Schutzmassnahmen nicht vergessen gehen. Beim Betreten der Spielfläche kann man sich in eine Liste eintragen und die Hände mit Desinfektionsmittel reinigen.

Einzelne Elemente wurden erst gerade fertig

Eine Gruppe Frauen wagt sich auf die neue, mit vielen Pflanzen umgebene Boulebahn. Diese wurde noch in der Nacht zuvor fertiggestellt. Die silbernen Boulekugeln leuchten in der Sonne. Die drei Frauen versuchen diese jetzt so nah an den kleinen roten Ball zu platzieren wie nur möglich.

Gegenüber steht die goldene Telefonkabine von Simon Ammann. Zu Ehren seiner Olympia-Erfolge 2002 in Salt Lake City bekam die Telefonkabine in Unterwasser einen goldenen Anstrich. Diese wird jetzt als kleine Bibliothek genutzt. Wer einfach ausspannen und etwas Verweilen möchte, kann sich Lesestoff aus der goldenen Kabine aussuchen oder dem Treiben auf dem Spielplatz zuschauen.

Auch ein Schlechtwetterangebot

Sollte einmal nasses Wetter und die Geräte auf dem Aussenplatz nicht benutzbar sein, besteht die Möglichkeit für die kleinen Gäste im 1. Stock mit Lego oder mit dem Kasperlitheater zu spielen. Für das Bewirtschaften der Spielgeräte sind Franz Haldner und Claudia Brauchli verantwortlich. Sie führen das Eisbärstübli und die Minigolfanlage im Eggenwäldli.

«Dieses Jahr schauen wir, wie sich der Spielplatz entwickelt, sammeln Erfahrungen und entwickeln den Platz und das Sport- und Freizeitzentrum Toggenburg weiter», sagt Richard Brander.

In den Sommer- und Herbstferien täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, vom 17. August bis 25. September mittwochs von 14 Uhr bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr.

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