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Das altes Gerichtsgebäude in Lichtensteig wurde modernisiert: Seit zehn Jahren finden dort wieder Verhandlungen statt

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Vertreter der Gemeinden und Toggenburger Kantonsräte bestaunen im Bezirksgebäude in Lichtensteig die Wandmalereien. (Bild: PD)

Vertreter der Gemeinden und Toggenburger Kantonsräte bestaunen im Bezirksgebäude in Lichtensteig die Wandmalereien. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

6. September: Rickentunnel. Der Kreiseisenbahnrat IV der S.B.B. tagte im Bereiche der jüngsten Bundesbahnlinie. Im Hinblick auf den jüngsten Unfall im Rickentunnel wurde gefordert, dass die Elektrifikation dieser Strecke mit aller Energie an die Hand genommen werde.

6. September: Wattwil. Stimmen aus dem Publikum. Ein Skandal höchster Stufe spielt sich derzeit in Wattwil ab. Seit über 8 Wochen streiken ca. 40 Arbeiter einer Maschinenfabrik, darunter Familienväter, Jungburschen auf eine Art und Weise, dass man sich fragen muss, haben wir eine Polizei, haben wir ein Gesetz?

Kein Tag vergeht, wo nicht Szenen jeglicher Art, wie Belästigen und Beschimpfen der Arbeiter, welche auf ihre Arbeit gehen, stattfinden. Ja, selbst in der freien Zeit werden Arbeiter von Gruppen Streikender auf offener Strasse angerempelt, mit den gemeinsten Schimpfwörtern und Drohungen bedacht. Die öffentliche Sicherheit leidet unter diesem Treiben, was wirklich dem guten Ruf der Gemeinde Wattwil nicht bekömmlich sein kann.

Vor 50 Jahren

5. September: Wattwil. Neutoggenburger Meitli-Wettkampf. Zum drittenmal hatte H. Störi, Chef-Turnexperte. diesen Wettkampf organisiert und mit Hilfe seiner Lehrer-Kollegen und Turnern durchgeführt. Rund 150 Mädchen machten begeistert mit.

Erfreulicherweise stellten dieses Jahr auch die umliegenden Gemeinden wir Lichtensteig, Krinau, Hemberg und des Neckertals ansehnliche Kontingente von Schülerinnen. An die besten 6 Turnerinnen jeden Jahrgangs wurde je ein gesticktes Trainerabzeichen abgegeben, ein munteres Rösslein als Sinnbild für die ebenso muntere und einsatzfreudige Trägerin.

Dass ein paar dieser Abzeichen den Weg in die Aussengemeinden fanden und dort zusammen mit ihren Gewinnerinnen in Zukunft für die gute Sache werben werden, war für den Organisator und dessen Helfer eine grosse Genugtuung. Alle Teilnehmerinnen erhielten überdies eine hübsche Urkunde, ausser dem Namen der Schülerinnen, die erreichte Punktzahl vermerkt ist, die nach gesamtschweizerischen Massstäben errechnet ist.

Vor 20 Jahren

8. September: Wattwil. Die in Hamburg studierende Wattwilerin Barbara Weber hat für das Bräkerstück «Leidenschaften und Ungeziefer» den Förderpreis der Internationalen Bodensee-Konferenz verliehen bekommen.

Bei der Premiere ihrer Inszenierung im Chössi-Theater in Lichtensteig sass eine Frau aus der Jury des Bodensee-Förderpreises. Barbara Weber wusste damals nichts davon. Die Freude, dass sie dann von der Jury ausgewählt wurde, war gross.

Es war der erste Preis, den sie für ihr Schaffen erhalten hat. Er hat ihr gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sei. Sie bezeichnet den Preis auch als grosse Herausforderung, da sie nun der Ehrgeiz gepackt habe, noch bessere Projekte zu inszenieren.

9. September: Hoffeld. Der Halli-Galli-Betrieb war ursprünglich von gut 250 Besuchern ausgegangen. 80 Parkplätze wurden dafür auch vom Gemeinderat als genügend erachtet, nachdem ein hauseigener Busdienst für den Transport der Gäste vorgesehen war.

Doch die Disco zog junge Leute wie ein Magnet an, die Besucherzahlen lagen innert kürzester Zeit weit darüber. Was für die einen Fun ist, ist für andere purer Frust.

Vor 10 Jahren

9. September: Lichtensteig. Die bisherigen Bezirksgerichte wurden ins Kreisgericht Toggenburg mit Sitz im Bezirksgebäude Lichtensteig zusammengelegt. Die Hausbesitzerin, die Ortsgemeinde Lichtensteig, zeigte welche baulichen Anpassungen für diese Zusammenlegung nötig waren.

Das heutige Bezirksgebäude an der Hauptgasse wurde ungefähr im Jahr 1650 gebaut. Zwischen 1760 und 1770 wurde es von Schultheiss Andreas Steger umgebaut. Der Erkerturm gab dem Gebäude seinen Beinamen «Türmlihaus». Seit 1978 ist das Gebäude im Besitz der Ortsgemeinde Lichtensteig.

Ab 1982 war das Gebäude, in dem sich auch die Büros des Bezirksamtes befanden, der Sitz der Bezirksgerichte Neutoggenburg und Obertoggenburg. Die Gerichtsverhandlungen fanden jedoch im Lichtensteiger Rathaus statt.

Im Juni 2009 wurde die Justizreform umgesetzt. Dies brachte mit sich, dass der Gerichtsstandort Wil aufgehoben und teilweise ins Kreisgericht Toggenburg überführt wurde. Standort des neuen Kreisgerichts ist das Bezirksgebäude in Lichtensteig, das umgebaut wurde.

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