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Saisoneröffnung Konzertzyklus Pro Wattwil: Das alles hatte Klasse

Als Neujahrsgruss und zur Saisoneröffnung hat der Konzertzyklus Pro Wattwil gemeinsam mit den Sam-Singers ein heiter-festliches Feuerwerk gezündet.
Peter Küpfer
Die Sam-Singers in Aktion: Samuel Zünd, Catriona Bühler, Julia Schiwowa, Helen Iten, Fridolin Blumer (von links). (Bild: Peter Küpfer)

Die Sam-Singers in Aktion: Samuel Zünd, Catriona Bühler, Julia Schiwowa, Helen Iten, Fridolin Blumer (von links). (Bild: Peter Küpfer)

Die im Kongresszentrum Thurpark in Wattwil auftretenden fünf Musikerinnen und Musiker erwiesen sich als in vielen Sparten versiert. Initiator und Band-Leader Samuel Zünd kennt sie in- und auswendig, ganz gleich ob als Arrangeur, punktgenauer Pianist oder Sänger. Beiläufig erwähnte er, die Formation feiere demnächst ihr 25-jähriges Bestehen.

Die drei Sängerinnen, Catriona Bühler, Julia Schiwowa und Helen Iten brachten während des mit hohem Tempo absolvierten Programms nicht nur ihre wunderschönen, tragenden Stimmen zur Geltung. Sie verfügten auch über wirkungsvoll eingesetzte Show-Effekte. Für einmal beruhten diese nicht auf Bühnentechnik und Beleuchtungseffekten, sondern auf natürlich erzielten. Mit ihrer manchmal clownesken Mimik und Gestik und den graziösen Tanzschritten, vom Foxtrott der deutschen Schlagerszene bis zum feurigen Kalypso, schlugen sie das Publikum schnell in ihren Bann.

Gespielte Titel deckten ein weites Feld ab

Man sah den stimmsicheren Sängerinnen an, wieviel Spass sie damit nicht nur dem Publikum, sondern auch sich selbst bereiteten. Auch der Fünfte im Bunde, Bassist Fridolin Blumer, war aus diesem musikalischen Holz geschnitzt. Er blieb zwar visuell bescheiden während des ganzen Konzertes im Hintergrund, legte aber mit seinem Kontrabass einen sicheren und variantenreichen rhythmisch-musikalischen Boden. Das alles hatte Klasse und war, wie Tobias Claudy, Präsident des veranstaltenden Konzertzyklus Pro Wattwil in der Begrüssung sagte, «Grand Cru».

Die im «Thurpark» gespielten Titel deckten ein weites Feld ab. Es fanden sich darunter Schlager der 50er- und 60er-Jahre wie Bearbeitungen aus der goldenen Zeit der Big-Bands. Man machte Bekanntschaft mit Caterina Valente, Vico Torriani, aber auch mit Titeln, die Nat King Cole gesungen hat, zum Beispiel «Quisaz» (Wer weiss). Plötzlich wurde man mit Paolas «Bonjour» in ihre glücklichen Jahre als Partnerin von Kurt Felix zurückversetzt und schwelgte in Doris Days «Sentimental Journey». Eine ausgezeichnete, ganz auf die Stimmen der Sam Singers und der sie hofierenden Instrumentalisten zugeschnittene Nummer. Weniger vibrierend und pathetisch als das Original, aber ebenso dramatisch und packend.

Leicht und anmutig gute Laune verbreitet

Während die Arrangements der Sam-Singers zu deutschen Schlagern ihre dort oft höchst unproblematisch daherkommende «Wirtschaftswunder-Welt» auch karikierten, waren sie bei «I Love Coffee And Tea» ganz bei der Sache. Gerade auch bei Titeln wie «Tuxedo Junction», an dem schon «Manhattan Transfer» nicht vorbeikam.

Die fünf Sam-Singers ernteten für ihren süsssamtigen, leicht und anmutig daherkommenden Sound und ihre in Musik umgesetzte gute Laune viel Applaus, der mit mehreren Zugaben verdankt wurde. Zum Abschluss des Konzertes begab sich das Publikum ins nah gelegene Foyer der Kantonsschule Wattwil, wo Sponsoren des neuen Programms einen Umtrunk offerierten.

Weitere Konzerte vom Feinsten

Das Neujahrskonzert war der musikalische Startschuss zu weiteren Konzerten unter der Schirmherrschaft des Konzertzyklus Pro Wattwil, jeweils sonntags, um 17 Uhr. Am 10. Februar findet ein Konzert des Feininger Trios statt. Es vereint zwei Schweizer Mitglieder der Berliner Philharmoniker, den Violinisten Christoph Streuli und den Cellisten David Riniker, mit dem St.Galler Meisterpianisten Adrian Oetiker. Am 16. Juni ist Alfred Rutz zu Gast mit einem Konzert in der Klosterkirche Maria der Engel in Wattwil.

Nach der Sommerpause folgt ein Konzert unter dem Titel «Vom Feinsten» mit Werken von Haydn und Schumann, 15. September in der Kantonsschule. Am 27. Oktober das Kinderkonzert im Chössi-Theater, mit dem Quintetto Inflagranti. Am 23. November, in der evangelischen Kirche in Wattwil: Bachs h-moll-Messe mit dem Collegium instrumentale und Collegium vocale der Kathedrale St.Gallen sowie Solistinnen und Solisten. Das Konzert steht unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Gut, der die Tradition seines 2016 verstorbenen Vorgängers, Domkapellmeister Hans Eberhard, fortsetzt. (pek)

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