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Das 11. Irish Openair in Ennetbüel wurde arg verregnet – der Stimmung tat das keinen Abbruch

«Es war unglaublich!» Die vier Musikerinnen und Musiker der Band «Móran Téada»
traten genau dann auf, als die Sonne den Stimmungspegel hob.
Michael Hug
Die Band «Móran Téada» um die aus Nesslau stammenden Geschwister Larissa und Patrick Baer trat erstmals vor grösserem Publikum am Irish Openair in Ennetbühl auf. (Bild: Michael Hug)

Die Band «Móran Téada» um die aus Nesslau stammenden Geschwister Larissa und Patrick Baer trat erstmals vor grösserem Publikum am Irish Openair in Ennetbühl auf. (Bild: Michael Hug)

Noch zwei Tage zuvor liess die Halb-Toggenburger Band «Móran Téada» auf ihrem Facebook Account verlauten: «Die Meteoprognosen sind nicht optimal ... jedoch passen sie gut zu Irland.» In der Tat, «irischer» hätte die Wetterstimmung im Luterental übers Wochenende nicht sein können: Regen, Nebel, Herbstkühle.

Aber zwischen den Regenschauern und Nebelschwaden blickte die Sonne am Samstagnachmittag aufs Gelände bei Rietbad. Und schon stieg der Stimmungspegel am 11. Irish Openair, und exakt zu diesem Zeitpunkt mussten, ja durften Móran Téada (gälisch: Viele Saiten) auf die Bühne.

Der erste Auftritt war der Höhepunkt

Die Premiere: Es war einer der ersten Auftritte der Band um die aus Nesslau stammenden Larissa und Patrick Baer vor grösserem Publikum.

«Das Irish Openair Toggenburg ist für uns schon seit vielen Jahren eine Inspirationsquelle».

Nachvollziehbar, wenn man gleich daneben aufgewachsen ist und fast alle Anlässe live erlebt hat. Und doch, einfach so kopieren was andere aufführen, wollte das erweiterte Geschwisterpaar natürlich nicht. Sie bringen mit dem Hackbrett (Patrick Baer) den Toggenburger Touch in den irischen Sound ihrer Besetzung mit Piano (Larissa Baer), Geige (Elisa Salaorni) und Bodhràn (Lukas Rechsteiner).

Rund Dreiviertelstunden dauerte ihr Auftritt nur, doch er wurde zum Höhepunkt des Nachmittags. «Es war unglaublich!» dann die Reaktion erst auf der Bühne und dann auf Facebook. Das Publikum, die Stimmung, das Wetter, der Schlamm - unglaublich.

Der Schlamm war knöcheltief

Der Schlamm: Er war Haupthöhepunkt des 11. Irish Openair. Oder Tiefpunkt. Knöcheltief wurde er von rund 5000 Zuschauenden in die grüne Wiese gestampft. Andauernder Regen in den Tagen zuvor hatte für die optimalen Voraussetzungen zur Schlammproduktion gesorgt. Nicht zum ersten Mal.

(Bild: Michael Hug)(Bild: Michael Hug)
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12 Bilder

Ein Bierfass auf den Schultern, die Beine versinken im Schlamm – die elfte Ausgabe des Irish Openairs Toggenburg in Bildern

Ungefähr jedes dritte «Irish» in Ennetbüel wurde bisher verregnet. Oder dann war es so kühl, dass man zu den Stiefeln auch die Winterjacke ins Auto packen musste. Auch schon schaute der Säntis neuschneeverzuckert von oben herab auf die Szenerie bei Rietbad.

Aber eben auch schon, zum Beispiel im letzten Jahr, war im September zur Zeit des Openairs noch Sommer. Der Begeisterung im stets gut gelaunten Publikum taten weder Kälte noch Regen jemals Abbruch.

Das Wetter ist nicht zuständig für die Stimmung

Für die Stimmung scheint das Wetter nicht zuständig. In erster Linie ist es die Musik, die für gute Laune und verzückte Fans sorgt.

«The Beer Mats», «Dream Catcher», «Derwish», «Jamie Clarke's Perfect» - 14 Bands und eine Marsch-Formation sorgten für Stimmung auf der Haupt- und den Nebenbühnen. Auserlesene typisch irische (Rauchlachs) und ebenso typische Schweizer Festspeisen (Bratwurst) gehörten dazu wie typisch irisches (Guinness) und schweizerisches Bier (St.Johann).

Unter den Fans hörte man verschiedene Sprachen: Irisches Englisch und Gälisch bei den Musikerinnen und Musikern, Englisch, Französisch und Norddeutsch im Publikum. In der Tat, die Fans der irischen Musik und Traditionen kommen mittlerweile aus halb Europa ans kleine, aber sehr feine und stimmungsvolle Openair nach Ennetbüel.

Schlammtreten gehört in Ennetbüel dazu

Man wisse mittlerweile, wie man auf die Folgen von Dauerregen am oder vor dem Openair reagieren muss, sagte Ivan Louis, Mediensprecher im Organisationskomitee des Irish Openairs. «Wir haben uns, da wir es ja kommen sahen, darauf eingestellt. So mussten wir den gewohnten Parkplatz ganz sperren und für Ersatz sorgen.»

Ersatzparkplätze fand man entlang der Schwägalptrasse. Für Autofahrer unter den Besucherinnen und Besuchern, die zum Teil weite Wege bis zum Gelände vorfanden, wurden Shuttlebusse eingesetzt. «Wenn die Wiesen so total nass sind, kommen die meisten Autos beim Herausfahren nicht mal einen Meter weit. Und dann beginnt am Schluss des Openairs das grosse Chaos auf der Parkplatzwiese. Besser, man sperrt sie dann gleich ganz und von Anfang an».

Für alle Fälle habe man aber mit Traktoren und Allradfahrzeugen vorgesorgt, falls Autos von Helfern, Musikern oder Gästen, die nahe beim Gelände parkiert waren, vorgesorgt, sagte Ivan Louis.

Trockenen Fusses zu Verpflegungsständen und Toiletten

Auch dass die Zuschauenden trockenen Fusses mindestens aufs Gelände und da zu den Toiletten und Verpflegungsständen kommen, hatte das Bauteam gesorgt. So wurden Holzschnitzel und Vliese sowie Bretter ausgelegt. Doch der am meisten betretene Platz, der vor der Bühne, blieb ungeschützt. Ein wenig Schlammtreten gehört einfach dazu am «Irish» z'Ennetbüel.

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