Daniel Bösch holt sich seinen dritten eidgenössischen Kranz

Der Toggenburger wird beim eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug nach zwei Niederlagen im Kampf um den Königstitel entscheidend zurückgeworfen. Trotzdem gewinnt der 31-Jährige nach 2007 und 2016 sein drittes eidgenössisches Eichenlaub.

Pascal Schönenberger
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Daniel Bösch jubelt über seinen Sieg im achten Gang gegen Adrian Thomet. Der 31-Jährige beendete das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auf Platz 6a. (Bild: Pascal Schönenberger)

Daniel Bösch jubelt über seinen Sieg im achten Gang gegen Adrian Thomet. Der 31-Jährige beendete das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auf Platz 6a. (Bild: Pascal Schönenberger)

Nach Aarau und Estavayer-le-Lac gewinnt Daniel Bösch am Wochenende vor 56'500 Zuschauern beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug seinen dritten eidgenössischen Kranz.

Die jungen Toggenburger überzeugten mit guten Leistungen. Ihnen fehlte am Schluss das Wettkampfglück – zu einem Kranz reichte es (noch) nicht.

Gutes Ende für Bösch trotz schlechtem Start

Mit einer überraschenden Niederlage begann der Tag für Daniel Bösch. Er wurde am Platzrand von Sven Schurtenberger überrascht und gebodigt. Anschliessend war der Toggenburger hellwach und rollte das Feld von hinten auf. Mit drei Siegen am Samstag war er wieder bei den Leuten.

Er machte am Sonntag dort weiter, wie er den Samstag beendet hatte. Auftaktgegner Patrick Räbmatter merkte schnell, wer der stärkere Mann auf dem Platz war. Gegen Curdin Orlik wurde Bösch dann durch eine Niederlage im Kampf um den Königstitel entscheidend gebremst.

In den Gängen sieben und acht machte er mit Siegen gegen Michael Wiget und Adrian Thomet alles klar und durfte am Abend den dritten eidgenössischen Kranz in Empfang nehmen.

Junge Toggenburger machen Freude

Knapp war es bei Werner Schlegel. Der 16-jährige Sennenschwinger aus Hemberg startete optimal und hatte am Samstagabend bereits drei gewonnene Gänge auf dem Notenblatt. Unter anderem bodigte er im vierten Gang den Schwyzer Eidgenossen Reto Nötzli.

Für ihn war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass er acht Gänge schwingen kann. Mit Freude ging er in den Sonntag, musste jedoch zwei schmerzliche Niederlagen einstecken. Im weiteren Verlauf machte dem jungen Toggenburger nach der Niederlage vor dem Mittag die Schulter zu schaffen.

Trotzdem raffte er sich auf und gewann den siebten Gang. Nun fehlte noch ein Sieg zum historischen Kranz. In einem harten Kampf gegen Stefan Gäumann musste er schlussendlich als Verlierer vom Platz.

Wickli verpasst den Kranz erneut nur ganz knapp

Eine Niederlage im entscheidenden Gang im Kampf um den Kranz musste auch Beat Wickli in Kauf nehmen. Christian Schuler war für den Ennetbühler eine Nummer zu gross. Wickli verpasste den Kranz bereits zum zweiten Mal äusserst knapp. Die Bilanz der jungen Toggenburger sieht aber viel versprechend aus.

Wie Schlegel und Wickli konnte auch Damian Ott acht Gänge schwingen. Lars Rotach, Pascal Heierli und Rico Baumann durften für sechs Gänge auf das Sägemehl. Marcel Räbsamen aus Müselbach blieb ungeschlagen, musste die Segel nach vier Gestellten aber am Samstag streichen. Für die Zukunft machen die Ergebnisse aber Hoffnung.

Die Routiniers Forrer und Rhyner enttäuschen

Enttäuscht mussten Arnold Forrer und Michael Rhyner das Fest vorzeitig beenden. Forrer kam mit einer Niederlage beim Anschwingen nicht ins Fest und stellte anschliessend dreimal. Am Sonntag war er nur noch Zuschauer.

Für den Flawiler Michael Rhyner kam das Ende nach sechs Gängen. Trotz Startsieg am Samstag kam er nie richtig auf Touren. Es folgten zwei Niederlagen und drei Gestellte, somit war für ihn das Festende am Sonntagmittag Tatsache.

Hier sind die Rangliste und die Statistik zu finden.