Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Damals: Zwei Sesselbahnen in Ebnat-Kappel

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Ebnat-Kappel auf dem Weg zum vollausgebauten Ski-Zentrum. (Bild: PD)

Ebnat-Kappel auf dem Weg zum vollausgebauten Ski-Zentrum. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

19. Februar: Wattwil. In der «Zürcher Post» empfiehlt ein Einsender, man möchte der Feuersicherheit der bestehenden Armenhäuser, sowie der Anzahl der Ausgänge an denselben künftighin vermehrte Aufmerksamkeit schenken. Diese Anregung verdient volle Berücksichtigung. Das Hauptaugenvermerk sollte auf die Treppenhäuser in diesen Bauten gerichtet werden. Das Brandunglück im Flotz, sowie das jüngste, noch furchtbarere, haben zur Genüge bewiesen, dass die Treppenhäuser wie Kaminschlote wirken. Besteht das sie umgebende Material samt den Treppen und Podesten vollständig aus Holz, wie dies an beiden Orten der Fall war, so bildet das Treppenhaus die denkbar beste Fortpflanzungsstelle für das Feuer. Den Insassen ist dann sofort das Entkommen durch das Innere des Hauses vollständig abgeschnitten und eine Rettung bleibt nur noch durch’s Fenster möglich. Die Wenigsten aber wagen den Sprung ins Ungewisse und die Rettung der Verbliebenen, welche auf die Hilfe von aussen vertrauen, bildet eine plötzliche ungeheure Belastungsprobe für die Rettungsmannschaft. Unglückliche Umstände, wie vorgerückte Nachtstunde, Befangenheit der Insassen, Versagen der Beleuchtung führen dann mit zur Katastrophe.

Vor 50 Jahren

14. Februar: Ebnat-Kappel. Vom eidgenössischen Verkehrs- und Energiedepartement wurde die Konzession für den Bau und Betrieb einer Sesselbahn von der «Eich» bis «Untermüslen» (Länge ca. 1250 m) erteilt. Ihre Endstation kommt in die Nähe des bereits bestehenden Skiliftes zu stehen. Ebenso erhielt die Skilift Girlen AG die eidgenössische Bewilligung für Bau und Betrieb einer Sesselbahn von der bisherigen Skilift-Talstation «Buechen» bis «Färch», auf einer Länge von ca. 600 m.

14. Februar: Toggenburg. Ebnat-Kappel-Tanzboden-Girlen, 90–150 cm, Neuschnee, gut. Gähwil-Hammberg, 80–100 cm, Pulver gut. Hemberg, 80–150 cm, Pulver gut. Krummenau-Rietbach-Wolzenalp, 80–100 cm, Pulver gut.

17. Februar: Bazenheid. An der Pressekonferenz der Migros in Zürich war zu erfahren, dass die Micarna AG in Bazenheid, die im Verlaufe des Jahres 1969 den Betrieb voll aufnehmen wird, eine vorläufige Investition von 43 Mio. Franken für Bau- und Einrichtungskosten ohne Landkosten veranlasste. In weitern Etappen soll diese «Fleischfabrik» bis zu 150 Mio. Franken Investitionskosten verursachen. Bisher ist ein Teil vorab der Schlachthof, die Zerlegerei, die Fleischspedition wie auch die dazu gehörenden Hilfsbetriebe in Betrieb genommen worden. Was den Anlauf der geplanten «Optiporc» anbelangt, konnte in Erfahrung gebracht werden, dass innerhalb einer dreijährigen Anlaufperiode eine Gesamtproduktion von 100'000 Schweinen jährlich vorgesehen ist.

Vor 20 Jahren

15. Februar: Lichtensteig. Die St.Galler CVP hat Regierungsrätin Rita Roos als Bundesratskandidatin nominiert. Nach der Nomination der Innerrhoderin Ruth Metzler stehen nun zwei Kandidatinnen aus der Ostschweiz zur Wahl für die freiwerdenden Bundesratssitze von Arnold Koller und Flavio Cotti. Eine Region mit mehr als einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern müsse weiterhin im Bundesrat vertreten sein, sagte CVP-Kantonalpräsidentin Lucrezia Meier-Schatz.

19. Februar: Wattwil. Im vergangenen August wurde die Einweihung gefeiert. Nun ist die Bushalle der Busbetriebe BLWE unter den Schneemassen eingestürzt. Der Sachschaden beträgt gegen 700 000 Franken. In der Halle standen zur Unfallzeit ein Bus und ein Privatauto, die beide beschädigt wurden. Menschen kamen glücklicherweise keine zu Schaden.

Vor 10 Jahren

14. Februar: Lichtensteig. SP-Präsident Christian Levrat referierte über die Finanzkrise. Das Feuer und den Idealismus in den Worten des ehemaligen Gewerkschafters bekamen nicht nur die politischen Gegner zu spüren. Der Freiburger Jurist und Politologe Christian Levrat ist nicht nur amtierender Präsident der SP Schweiz, sondern auch ein ehemaliger Gewerkschafter. Christian Levrat referierte sehr strukturiert und umfassend über die Finanzkrise. Er sprach während des ganzen rund einstündigen Vortrags frei, ohne jegliche Hilfsmittel. Auch in der anschliessenden Fragestunde gab er schlagfertig und umfassend Antwort auf Fragen aus dem Publikum.

16. Februar: Lichtensteig. Städtlibrand im «Goldenen Boden». Um 8.40 Uhr meldeten Anwohner, dass es im Dachgeschoss der Hintergasse 16 in Lichtensteig brenne. Einsatzleiter Emil Bleiker von der Feuerwehr Wattwil/Lichtensteig, der als erster vor Ort war, erhöhte die Alarmierung, bot die benachbarten Feuerwehren aus Krinau, Ebnat-Kappel und Bütschwil auf und orderte zwei zusätzliche Hubretter von Wildhaus und Kirchberg, damit der Brand von Hubrettern aus von drei Seiten angegangen werden konnte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.