Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Damals: Wattwil hat zwei Postbrücken

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Der markante Turm am rechten Thurufer gleicht einem römischen Wehrturm. (Bild: PD)

Der markante Turm am rechten Thurufer gleicht einem römischen Wehrturm. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

13. Juli: Bienenzucht. Die Zählung der Bienenvölker in der Schweiz ergab das überraschende Resultat, dass die schweizerische Bienenzucht in stetem Abnehmen begriffen ist. Die Schweiz zählte 1901 42'257 Bienenbesitzer mit 242'544 Völkern, 1911 34'351 Bienenbesitzer mit 225'030 Völkern, 1918 29'460 Bienenbesitzer mit 204'128 Völkern. Während also die Anzahl der Bienenvölker in den letzten 17 Jahren um 16 Prozent abnahm, ergibt sich bei den Bienenzüchtern sogar eine Abnahme von 30 Prozent. Die starke Abnahme der Völkerzahl wird zum Teil durch Verschwinden der alten Korbbienenzucht begründet, sodann die verschiedenen Fehljahre seit 1911 und auch die Folgen des langen Winters von 1917, der vielen Völkern den Garaus machte.

17. Juli: Toggenburg. Die Füchse treiben es arg. Sie kommen zu den Höfen und holen sich am hellen Tage Hühner und anderes Federvieh. Man vernimmt die gleichen Klagen aus Rheintal, Linthgebiet und dem Oberland.

17. Juli: Wattwil. An die neu kreierte Verwalterstelle im hiesigen Krankenhaus wurde Herr Mettler; Buchhalter und Gemeindekassier von Mogelsberg, im Necker gewählt.

Vor 50 Jahren

17. Juli: Ricken. Tannen blockieren Staatsstrassen. Das heftige Sturmwetter, das auch durch diese Gegend ging, richtete verschiedene Schäden an. An der Rickenstrasse, in Durchschlagen nahe bei Ricken, schlug der Blitz in eine Tanne, knickte sie und warf sie über die Strasse. Sie fiel auf ein auf der rechten Strassenseite anhaltendes Automobil. Das Dach desselben wurde vollständig eingedrückt, trotzdem kamen die Insassen mit dem Schrecken davon. Durch die Tanne wurde der Verkehr, der in diesem Zeitpunkt besonders rege war, blockiert. Er musste über Gommiswald–Uznach umgeleitet werden, was in Uznach zu Verkehrsstauungen führte. Ein Strassenwärter, der zufälligerweise anwesend war, beschaffte eine Motorsäge und nach kurzer Zeit konnte das Verkehrshindernis beseitigt werden. Auch die Strasse Eschenbach–Schmerikon war eine zeitlang durch eine Tanne, die der Sturm umgeworfen hatte, gesperrt.

17. Juli: Unteres Toggenburg. Eine entwurzelte Tanne bei Bütschwil störte den Sonntagabendverkehr. Der gegen Abend einsetzende Sturmwind im Tierhagwald vermochte eine Tanne zu entwurzeln, welche ausgerechnet auf einen am Waldrand parkierten Lastwagenanhänger stürzte und dann quer über die Hauptstrasse zu liegen kam. Die Personenwagen konnten unter der auf dem Anhänger liegenden Tanne durchfahren, währendem die Cars die Freilegung der Strasse abwarten mussten.

Vor 20 Jahren

14. Juli: Schwägalp. Schwinger trafen sich am Fusse des Säntis. Vor Jahrzehnten schon war die Schwägalp Treffpunkt der Schwinger und deren Bewunderer. Unweit der Wiese wo früher die Stütze eins war, wurde damals der Schwingplatz eingerichtet. Dann aber blieben die Turner und Mannen in den zwilchenen Hosen der Schwägalp fern. Bemühungen den Bergschwinget wiedereinzuführen, scheiterten. Nun aber wurde gleich der Verbandsschwinget der Appenzeller vor der mächtigen Gebirgskulisse durchgeführt. Die Schwingerfreunde bedankten sich bei den Organisatoren mit einem Grossaufmarsch.

16. Juli: Lichtensteig. Mit der Lieferung der «Epoca II» der Arboner Firma Saurer AG erhielt der Maschinenpark der Stickerei Leemann AG Zuwachs der modernsten Technologie. Mit dieser Stickmaschine, deren Kosten etwa 800'000 Franken betragen, verfügt die Firma Leemann nun über die aktuellste Hochleistungsmaschine ihrer Sparte. Die 16 Yard lange Hochleistungsmaschine mit einer Stickhöhe von 125 Zentimeter und dem stattlichen Gewicht von siebzehn Tonnen zeichnet sich aus durch ihre hohe Einsatzflexibilität, die erhöhte Produktionsleistung, die hervorragende Stickqualität und die tiefen Produktionskosten. Mit 390 Nadelbewegungen pro Minute ist die «Epoca II) nach Angaben von der Arboner Firma Saurer AG die schnellste Stickmaschine der Welt.

Vor 10 Jahren

11. Juli: Wattwil. Vor zehn Jahren war aus dem Ortsarchiv Wattwil ein Foto aus dem Jahre 1909 mit den zwei Postbrücken in unserer Zeitung. Ein besonderes «Wahrzeichen» Wattwils ist in der Bildmitte im Hintergrund zu sehen: Der markante Turm am rechten Thurufer gleicht ein wenig einem römischen Wehrturm. Sein Zweck hatte aber überhaupt nichts Militärisches. Es handelte sich ursprünglich um einen Tröckneturm, an dem nasse Baumwollbahnen zum Trocknen aufgehängt wurden. Das Textilunternehmen Zuber, zu dem dieser Turm gehörte, hatte sich auf die Textilveredlung spezialisiert. Der Tröckneturm wurde in der Jahrhundertmitte erbaut und in den 1930er-Jahren abgerissen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.