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Damals: Warnung vor Stimmenfang – Soldaten rufen dazu auf, verstorbene Kollegen «mit dem Stimmzettel zu rächen»

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Vor 100 Jahren anlässlich der Nationalratswahlen in der Zeitung. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren anlässlich der Nationalratswahlen in der Zeitung. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

25. Oktober: Zu den Wahlen. Warnung vor Stimmenfang. Die Agitation für die Nationalratswahlen wird speziell von sozialistischer Seite in fieberhafter Weise betrieben und es ist zu vermuten, dass dieselbe bis kurz vor Abgabe der Stimmzeddel fortgesetzt werde. Sollte es wieder vorkommen, dass einzelne Bürger noch auf dem Wege zur Urne und in nächster Nähe derselben von aufgestellten Posten durch versuchte Aufzwingung von Stimmzeddeln belästigt und mit allerlei unkontrollierbaren Aussagen überredet werden möchten, so mögen solche frechen, auf die Dummheit der Leichtgläubigen spekulierende Zumutungen immer die richtige Antwort, das heisst energische Zurückweisung erfahren. Jeder Bürger hat Zeit und Gelegenheit genug gehabt um sich vorher ein Urteil zu bilden und seinen Stimmzeddel zuhause schon so auszufüllen, wie er es mit seinem Gewissen glaubt verantworten zu können. Kein Mann von Charakter und Selbstachtung wird sich einen Stimmzeddel aufzwingen lassen.

25. Oktober: Zu den Wahlen. Militär-Kameraden! Denkt an die letzten Novembertage. Weswegen mussten wir einrücken? Wegen den Sozi. Gedenkt eurer damals an der Grippe verstorbenen Kollegen. Diese gilt es heute mit dem Stimmzettel zu rächen, keine Stimme den Sozi, stimmt bürgerlich, stimmt freisinnig! Einer, der auch monatelang Grippepatient war.

Vor 50 Jahren

27. Oktober: Rückblick auf die Regierungsratswahlen. Die Auseinandersetzung zwischen Willy Herrmann, Gemeindammann von Wattwil und Leza Uffer, Professor, St.Gallen war eine parteipolitische Ausmarchung. Hier einige familiäre Schlagworte von Dr. P. Boller-Merz und Familie, Verantwortlicher der Redaktion «Der Toggenburger»: Nachdem viele Redner der freisinnig-demokratischen Kantonalpartei in Flawil nach drei Stunden meinten, den Sozialdemokraten Florian Vetsch, den müsse man unterstützen, stellte ich zuhause angekommen, erbost fest; vier Stunden für die Katz. Meine Tochter formulierte es anders. So: Welle wetsch? De Vetsch! Es kam die Delegiertenversammlung der Freisinnigen, Willy Herrmann wurde knapp zum Kandidaten gewählt. Befriedigt komme ich nach Hause. Befriedigt stellt die Familie fest: Er ist number one de Willy Herrmann.

Nun kam die Delegiertenversammlung des Standesringes der Unabhängigen. Der stellt den Gegenkandidaten Dr. Leza Uffer auf. Gibt das eine Schlagzeile? Meine Frau meint: Wotsch en Fez ha, wähl de Leza. Die Konservativ-christlichsoziale Partei unterstützt auch Leza Uffer. Meine Tochter meint: Gar kein Muffer, dieser Uffer! Und die Mutter, welche für den Bündner Dialekt eine Schwäche hat, meint: Neue Besa, isch dä Leza. Einer der Söhne meint: in aller Schtilli, wähl de Willy! Und dann was der zweite Sohn niederschrieb, der wie der Vater in der politischen Wildwest-Romantik zu Hause ist: Dä cha vill, der Herrmann Bill. Der Wahlkampf wurde hitziger, aber nicht witziger. Die Familienmitglieder meinten: Unser Fährmann Willy Herrmann. Dann am Wahltag, das Telephon läutet: Willy Herrmann ist gewählt. Der Mann Herrmann, sagten hierauf die Familienmitglieder. Ja, Willy Herrmann, der «Toggenburger» sein Redaktor und seine Familie gratulieren von Herzen. Die letzte Schlagzeile heisst: Bravo!

Vor 20 Jahren

25. Oktober: Wahlen. Auch in unserer Region ist die Blocher-Partei Gewinnerin auf breiter Front. Die Bilanz der SVP ist eindeutig: Verdreifachung der Sitze im Kanton St.Gallen, ein Sitzgewinn im Thurgau.

Vor 10 Jahren

24. Oktober: Alttoggenburg. Die Gemeinden Bütschwil und Ganterschwil prüfen derzeit einen möglichen Zusammenschluss. Die gemeinsame Oberstufe BuGaLu wäre eine solide Basis für eine Fusion. Das sieht auch Lütisburg so. Doch ein unerwartetes Geschäft mischt die Karten neu. Lütisburg nimmt sich nun Zeit und sucht den besten Weg.

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