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Damals: Von der Pferdekutsche zum Postauto

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Hemberg, Gasthaus und Metzgerei zum Löwen mit parkiertem Postauto im Jahre 1930. (Bild: Staatsarchiv SG)

Hemberg, Gasthaus und Metzgerei zum Löwen mit parkiertem Postauto im Jahre 1930. (Bild: Staatsarchiv SG)

Vor 100 Jahren

31. Mai: Toggenburg. Der Toggenburger Metzgermeister-Verband wird gesalzenes amerikanisches Schweinefleisch zum Verkaufe bringen. Da das Fleisch nur durch starkes Salzen haltbar gemacht wurde, erfordert es eine besondere Behandlung bei der Zubereitung in den Haushaltungen selbst. Das Fleisch sollte vorerst etwa 12 bis 24 Stunden in fliessendem Wasser liegen, dann ½ Stunde lang gekocht werden, wobei das Wasser einmal erneuert werden muss, nachdem es ¼ Stunde gekocht hat. Ferner ist die Beisetzung eines Stückes Holzkohle ins Wasser auch noch zu empfehlen. Hernach kann das Stück weiter gekocht oder als Braten präpariert werden, wie unser frisches Schweinefleisch. Auf diese Art behandelt, wird es sehr schmackhaft sein.

Vor 50 Jahren

2. Juni: Wattwil. Nachdem vor zwei Jahren die Politische Bürgerversammlung dem gemeinderätlichen Gutachten betreffend die Aufhebung des Niveau-Überganges beim Rickenhof zustimmt hatte, wurden die Vorarbeiten, d.h. die Erstellung der Widerlager und die beidseitigen Dammanschüttungen noch im Spätherbst 1968 zu Ende geführt. Kürzlich sind die Bauarbeiten in die Endphase getreten, indem zur Nachtzeit die vorfabrizierten Betonträger in die Ueberbrückung eingebaut werden konnten. An den auf 1,17 Millionen Franken errechneten Gesamtkosten beteiligt sich die Bahn mit 615 000 Franken. Weitere namhafte Beiträge leisten Bund und Kanton, so dass der Anteil der Politischen Gemeinde noch 29 Prozent beträgt.

2. Juni: Ebnat-Kappel. Immer wieder gelangen Eltern an den Schulrat mit dem Ersuchen, ihren Kindern an einem Samstagmorgen freizugeben. Der Schulrat ist in Zweifelsfällen bei der Erteilung von Spezialbewilligungen gewiss nicht kleinlich. Es muss aber einmal mehr mit aller Deutlichkeit gesagt werden: Das geltende Schulgesetz schreibt den Schulbetrieb an sechs Werktagen in der Woche vor, also auch am Samstag. Dass die meisten Betriebe heute die Fünftagewoche haben, ist für die Schule absolut kein Grund, einzelnen Kindern am Samstag freizugeben. Eine Ausnahme hat der Schulrat bei der Festsetzung der Ferien gemacht, indem der Samstag vor den Sommerferien und der Samstag vor den Herbstferien schulfrei ist, damit die Eltern die Möglichkeit haben, bereits am Samstag in die Ferien zu verreisen.

Vor 20 Jahren

1. Juni: Hemberg. 75 Jahre Postauto Hemberg-Wattwil. Johann Gubser fuhr am 1. Juni 1901 zum ersten Mal mit der zweispännigen Pferdepost von Hemberg nach Wattwil und umgekehrt. Im Jahre 1924, wiederum am 1. Juni wurde die Pferdekutsche durch ein Auto ersetzt. Am 1. Juni 1924 fuhr das Auto zum ersten Mal zwischen St. Peterzell, Hemberg und Wattwil. Die Gemeinde Hemberg verpflichtete sich, eine Garage zu stellen, die nicht mehr als 300 Franken Zins kosten durfte. Im ersten Betriebsjahr musste der Autobetrieb im Winter vorübergehend eingestellt werden. Johann Gubser fuhr als Ersatz wieder mit dem Zweispänner. Am 31. März 1925 fuhr die Pferdekutsche zum letzten Mal. Drei Mal pro Tag verkehrte das Postauto anfangs zwischen Wattwil und Hemberg. Während des Krieges wurde der Autobetrieb nach Bächli eingestellt, auf der Strecke zwischen Wattwil und Hemberg verkehrte nur noch ein Kurs pro Tag. An 13. November 1939 wurde die Strasse militärisch gesperrt und erst am 4. Dezember wieder freigegeben. Auch in den Folgejahren musste der Betrieb immer wieder an einzelnen Tagen eingestellt werden. 1946 konnte der Betrieb wieder voll aufgenommen werden. 1987 wurde die Strecke in einen Posthalter-Betrieb umgewandelt.

Vor 10 Jahren

30. Mai: Hemberg/Sax. Genau vor 30 Jahren pflanzte der Hemberger Ueli Brunner in Sax seine ersten Reben an. Am Pfingstsamstag pflanzte er seine ersten 350 Reben beim Elternhaus seiner Frau. Und zwar in die Ebene, weshalb ihn alle ein wenig auslachten. «Nur Spinner bauen in der Ebene Reben an», haben die Leute zu ihm gesagt. Doch 1981 kelterte er seinen ersten Wein. Sein «Saxer freiherrewy Blauburgunder 2007» gewann an der internationalen Weinprämierung Expovina die Silbermedaille. Dies ist nicht der erste Preis, den Ueli Brunner mit seinem Weinen gewinnt und wird wohl auch nicht der letzte sein.

4. Juni: Lichtensteig. Mit dem Spatenstich erfolgte der Baubeginn für den Neubau der Alterswohnungen Dreilinden. Im dreistöckigen Gebäude entstehen neue Wohneinheiten. Das Interesse an diesen neuen Wohnungen ist überaus gross. Weil die namengebenden Bäume, die drei Linden, für den Neubau gefällt wurden, stellte Stadtpräsident Roger Hochreutener Ersatz in Aussicht. Eigentlich habe er die erste Linde zum Spatenstich überreichen wollen, aber im Moment fehle der Platz, um diese zu pflanzen, meinte er. Der zweite Baum werde dann bei der Aufrichte fällig, den dritten überreicht der Stadtpräsident zur Einweihung.

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