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Damals: Maximale Gewichtsbelastung der Schleusenbrücke in Wattwil falsch berechnet wurde – für Laster mit mehr als 12 Tonnen tabu

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Die Schleusenbrücke in Wattwil wurde früher auch von Lastwagen mit bis zu 28 Tonnen Gesamtgewicht befahren. (Bild: PD)

Die Schleusenbrücke in Wattwil wurde früher auch von Lastwagen mit bis zu 28 Tonnen Gesamtgewicht befahren. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

11. Januar: Obertoggenburg: In Nesslau-Neu St. Johann blieb kein Haus von Sturmschäden verschont, mehr als ein Dutzend Kamine wurden ganz und teilweise demoliert. Die Hochkamine bei der Brauerei und Käserei sowie dasjenige bei der Bühlerbrücke stürzten ebenfalls ein. In Alt St Johann riss der Sturm ein Viertteil vom Schulhausdach weg, auf der Nordseite der katholischen Kirche hob er das Dach. In Ebnat-Kappel, im Hüttenbühl liegen schätzungsweise über 3000 Kubikmeter Holz am Boden; in den ausgedehnten Waldungen vom Bendel bis zum Necker soll der Schaden ca. 100’000 Fr. betragen.

11. Januar: Hemberg. Sturmschäden. An der Kirche ist beim Eingang das Dach zertrümmert. Schrecklich zugerichtet sind die Wälder, wo grosse Strecken weit geborstene Stämme sichtbar sind. Die herrlichen Wälder sind strichweise vernichtet. Trotzdem wir an Stürme gewohnt sind, können sich die ältesten Leute des Dorfes an nichts dergleichen erinnern. Sachverständige schätzen den gewaltigen Schaden weit über 100’000 Fr.

15. Januar: Krummenau. Aus dem Stalle im «Schweistel» bei Krummenau wurde ein hochträchtiges Rind gestohlen, das einen Wert von 1400 Fr. repräsentiert. Durch Anschlag wurde in allen Gemeinden nach dem Dieb gefahndet und es gelang der Polizei den Dieb in Eschenbach im Seebezirk zu verhaften, als er versuchte, das Rind zu verkaufen.

Vor 50 Jahren

10. Januar: Kanton St. Gallen. Mit der Wahl des St. Galler Kantonsparlamentes von 1972 soll die Zahl auf 180 Grossräte beschränkt werden. Gegenwärtig zählt der St. Galler Grosse Rat 204 Mitglieder und ist damit das grösste Kantonsparlament in der Schweiz.

15. Januar: Libingen. Vor einigen Tagen hatten es einige Personen im Dorf Libingen und dessen Nähe mit einem gefährlichen Spaziergänger zu tun. In der Morgendämmerung konnte im Dorf beobachtet werden, wie ein Fuchs neben einem Haus in einen Wäscheständer biss. Nachher begab sich dieser auf die Strasse in Richtung Hofen. Etwas ausserhalb der Stelzkurve begegnete das offensichtlich tollwütige Tier einem Schüler. Aus einiger Entfernung hielt ihn dieser für einen Hund. Erst als das Tier näher auf den Knaben zukam, erkannte er die Gefahr, hielt dem Fuchs den zufällig bei sich tragenden festen Gegenstand vor sich und machte Lärm. Dies hielt das Tier von einem Angriff ab. Sobald jedoch der Knabe weitergehen wollte, folgte der Fuchs. Ein sich nähernder Mopedfahrer lenkte den Bösewicht auf sich, konnte ihn umfahren und beide waren der Gefahr entronnen. Diese Begebenheit zeigt die Gefahr, in der sich viele Leute seit Ausbruch der Tollwut befinden.

Vor 20 Jahren

13. Januar: Wattwil. Die Schleusenbrücke wird für Lastwagen von über 12 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Bis anhin wurde sie auch von Lastwagen bis 28 Tonnen befahren. Eine statische Nachberechnung hat ergeben, dass die Brücke maximal mit einem Gewicht von 12 Tonnen befahren werden darf. Zudem hat die Sichtung der Unterlagen «Sanierung 1977» durch ein Ingenieurbüro ergeben, dass die Brücke seinerzeit auf eine Tragkraft von 12 Tonnen bemessen wurde. Nach Aussage der Firma Bachmann Schulthess AG wird die Brücke momentan auch mit 28 Tonnen befahren. Als Sofortmassnahme muss die Brücke für Lastwagen über einem Gesamtgewicht von 12 Tonnen gesperrt werden.

15. Januar: Lichtensteig. Kaum hatten die beiden CVP-Bundesräte Arnold Koller und Flavio Cotti ihren Rücktritt erklärt, begannen die Spekulationen um deren Nachfolge. Rund 20 Namen wurden bereit genannt, zwei von ihnen scheinen ganz besonders grosse Chancen zu haben: Carlo Schmid und auch die Toggenburgerin und Frau Landammann Rita Roos-Niedermann.

Vor 10 Jahren

10. Januar: Wattwil. Am nächsten Mittwoch, 14. Januar wird der Förderverein «energietal toggenburg» gegründet. Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Lancierung der Initiative hin zu einem energieautarken Toggenburg. Unter anderem kann so das Projekt langfristig geführt und finanziert werden.

12. Januar: Wildhaus. Vorsicht vor dem «todgeilen Dreier». Erhebliche Lawinengefahr, ein Steilhang mit einer Neigung von über 35 Grad und einer Ausrichtung West, Nord oder Ost sind die «Zutaten» für einen «todgeilen Dreier». Den Begriff prägte Werner Munter, ein Lawinenforscher der ersten Stunde. Wer einen solchen Hang dennoch befährt, ist seines Lebens müde. Peter Diener sensibilisierte am Lawinenkurs von snowland.ch 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen elf und 64 Jahren nicht nur auf «todgeile Dreier», sondern auch auf Treibschneeansammlungen, hohes Gefahrenpotenzial bei Föhn oder Regen sowie auf Karstspalten und Donnerlöcher. Der Kurs kam gut an. Besonders schätzten es die jüngeren Wintersportlerinnen und Wintersportler, dass Peter Diener sie nicht abschrecken, sondern für die Gefahren sensibilisieren wollte. Peter Diener ermunterte die Teilnehmer auch mal den Mut zu haben, sich gegen die Gruppe durchzusetzen, wenn man ein schlechtes Gefühl bei einer Abfahrt habe. Nach dem Stillstand der Lawine leben noch neun von zehn Opfern, nach 20 Minuten nur noch drei.

15. Januar: Wattwil. Die E. Hedinger AG und die Hedinger Flugzeug Aggregate AG haben beide ein ISO-9001-Zertifikat erhalten. Diese Betriebe, die den Unterhalt an elektromechanischen Flugzeugkomponenten ausführen, haben damit auf eine entsprechende Anforderung der Kunden reagiert. «Für unsere Abnehmer heisst dies nämlich, dass wir jederzeit qualitativ hochwertige Arbeit gewährleisten, auch wenn der Verantwortliche in den Ferien ist», sagt Ernst Hedinger, der zusammen mit seiner Frau Maja das Familienunternehmen führt. Nötig wurde die Zertifizierung der E. Hedinger AG durch die Übernahme der Fertigung von Entmagnetisiergeräte für die Maurer Magnetic AG in Grüningen. In diesem Zusammenhang hat das Wattwiler Unternehmen auch in den Maschinenpark investiert und ein neues CNC Bearbeitungscenter angeschafft. Die Zertifizierung unterstützt auch die Neuentwicklung spezieller Elektromotoren aus dem Bereich Unterhalt Luftfahrt.

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