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Damals: Krummenauer hat das «schönste Gesicht der Ostschweiz»

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Sascha Theiler vor 20 Jahren mit seinem Siegerbild. (Bild: PD)

Sascha Theiler vor 20 Jahren mit seinem Siegerbild. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

11. Oktober: Heumarkt. Wie verlautet, soll ausländisches Heu in nächster Zeit in die Schweiz importiert werden, und zwar aus italienischen, holländischen und österreichischen Gegenden; teilweise ist solches bereits eingetroffen und dieses Heu kommt etwa 10 Fr. niedriger zu stehen, als das inländische Produkt.

11. Oktober: Inserat. Günstiger Gelegenheitsverkauf für Velofahrer! Nur wegen Aufräumen ganz billig einige gutgehende gebrauchte Herrenvelo von 120 bis 160 Fr. wie neu, sowie einige neue Herren- und Damenvelo von 200 Fr. Ein Phonograph mit 17 Platten nur 80 Fr. Nehme auch Herrenkleider oder Zigarren an Tausch.

Vor 50 Jahren

15. Oktober: Nesslau. Für Tierklinik Toggenburg 215000 Franken gezeichnet. Der Finanzierungsaktion war ein unerwarteter Erfolg beschieden. Nachdem angenommen worden war, dass 200000 Franken eigene Mittel zur Verfügung stehen sollten, wurden Anteilscheine im Betrage von 215000 Franken gezeichnet, wozu noch 60000 Franken freiwillige Spenden kommen. Noch in diesem Jahr wird eine Genossenschafter-Versammlung stattfinden zur endgültigen Entscheidung.

15. Oktober: Lichtensteig. Zufolge der andauernd grossen Auffuhren an Montagen stellt sich die Frage einer Erweiterung der Markthalle. Gewisse Vorabklärungen wurden bereits gemacht. Aus städtebaulichen Gründen ist eine Verwirklichung allerdings sehr schwierig.

Vor 20 Jahren

14. Oktober: Krummenau. Vor kurzem wurde das «schönste Gesicht der Ostschweiz» gewählt. Sacha Theiler arbeitet als Coiffeur. Die Welt der Mode ist ihm also schon berufeswegen nicht ganz fremd. Erfahrungen als Fotomodell hat er schon einige gesammelt, so zum Beispiel für den Katalog eines Sportgeschäfts, für Prospekte einer Bank und sogar in einer Fernsehwerbung. Dort sei er aber nur schnell im Hintergrund sichtbar gewesen, meint der 22-Jährige bedauernd. Das Bild des Toggenburgers befindet sich bereits in mehreren Agenturen in Zürich und so war es naheliegend, dass er sich für den Titel «Face99» bewarb. Die Finalisten mussten sich der Fachjury kurz vorstellen und ihr Bild präsentieren. Sacha Theiler machte mit der jungen St.Gallerin Natalie Gavrilova, den besten Eindruck und gewann den Titel. Als Preis dürfen die Beiden an einem Foto-Shooting in New York teilnehmen. «Dieser Titel ist ein Grundstein meiner Karriere», so Sacha Theiler.

14. Oktober: Brunnadern. Hier produzierte man um 1900 bis 1965 «Toggenburger Frischeier-Teigwaren mit Alpenmilch». «Wir stellten viele Sorten von Teigwaren her, wie Fideli und Nudeln», erzählt die 98-jährige Rosalie Wild mit glänzenden Augen. «Allein sechs Sorten Hörnli machten wir», präzisiert die Brunnödligerin. «Nur grüne Nudeln haben wir damals nicht gekannt», sagt sie lachend. Die Geschichte der Teigwarenfabrik fängt bei einer anno 1812 erbauten Spinnerei an. In welchem Jahr Nudelbäcker in der Fabrik im Spreitenbach zum ersten Mal in reiner Handarbeit Nudeln und Spaghetti herstellten ist unklar. Bei einer Handänderung 1891 wird erstmals die Teigwarenfabrik als solche erwähnt. Während des Ersten Weltkrieges wurde die Produktion jedoch stark eingeschränkt. Die Fabrik bekam, infolge Rationalisierung, nur noch kleine Mengen an Mehl und Griess. Vom Arbeitsamt erhielten die Arbeiterinnen den Auftrag, im «Kronensaal» Batterien für Taschenlampen zu produzieren.

Vor 10 Jahren

14. Oktober: Zürich/Toggenburg. Das Toggenburg chinesisch gesehen. Die Künstlerin Hua Yuexiu war Mitglied einer fünfköpfigen Delegation, die im vergangenen Jahr das Toggenburg und das Appenzellerland besucht hatte. Die vier Scherenschneiderinnen und ein Scherenschneider fertigten nach ihrem einwöchigen Aufenthalt diverse Kunstwerke an, die das wiedergeben, was die Reisenden wahrgenommen haben. Das Projekt, durchgeführt von der Ernst-Hohl-Kulturstiftung, hat Dutzende Scherenschnitte hervorgebracht, die dem Einheimischen so vertraut und doch irgendwie fremd vorkommen. Es sind Bilder über die Region, die Alpfahrten, Viehschauen und Landschaften aus dem Auge des betrachtenden Chinesen zeigen.

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