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Damals: «Die Looser aus dem Toggenburg»

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Drei Looser: Kassier Emil, Gratulant Walter, Autor Emil und Vernissageredner Josef Hagmann, (von links). (Bild: PD)

Drei Looser: Kassier Emil, Gratulant Walter, Autor Emil und Vernissageredner Josef Hagmann, (von links). (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

6. November: Lichtensteig. An der Bürgerversammlung wurde den Bürgern eine freudige Überraschung zuteil. Ein ungenannt sein wollender auswärtiger Mitbürger schenkte der Gemeinde 10 000 Fr. zur Tilgung einer Hypothekarschuld auf die neue Postumbaute.

6. November: Ganterschwil. In diesen Tagen siedelt der evangel. Erziehungsverein Toggenburg mit seinem Kinderheim, das er einige Zeit lang im Rotenstein, Stein, betrieben hat, in sein aus einer ehemaligen Stickerei umgebautes Heim zum «Sonnenhof» Ganterschwil über. Das neue Kinderheim bietet Raum für 30 Kinder; es gehört dazu eine eigene Schule; ferner ist schönes Pflanzland dabei, das die Kinder unter Anleitung der Lehrerin selbst bebauen sollen. Der Erziehungsverein hat eine grosse Aufgabe vor sich, in dieser schweren Zeit für einen so zahlreichen Haushalt für Nahrung und Kleider zu sorgen. Es kommt ihm wohl zu statten, dass manche treue Kinderfreunde durch gütige Spenden an Geld und Naturalien seine Sorgen lindern.

Vor 50 Jahren

1. November: Rietbad. Weiterausbau der Skiliftanlagen. In Rietbad, an der Strasse Nesslau-Schwägalp, wurden vor einem Monat die Bauarbeiten für einen neuen Familienskilift in Angriff genommen. Er wird die östlich des bekannten Hotels gelegenen weiten und leicht abfallenden Hänge skimässig erschliessen. Dadurch werden die bereits bestehenden rassigen Abfahrten ergänzt und neue Möglichkeiten für den noch weniger geübten Skifahrer geboten. Der neue Familienskilift weist eine Länge von 700 m auf, überwindet eine Höhendifferenz von 165 m und hat eine Förderleistung von 900 Personen pro Stunde. Er wird durch die Firma Garaventa Söhne, Goldau, erstellt und dürfte spätestens auf Weihnachten den Betrieb aufnehmen.

4. November: Pausenapfel-Aktion 1969. Auch im Schuljahr 1968/1969 soll wiederum auf Initiative der Eidgenössischen Alkoholverwaltung hin die Pausenapfelaktion in den Volks- und Mittelschulen unseres Kantons durchgeführt werden. Es ergeht an alle Schulbehörden im Kanton die Aufforderung, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Die Äpfel werden zu einem mit der Eidgenössischen Alkoholverwaltung vereinbarten günstigen Preis in guter Qualität und in ausgewählten Sorten jeweils für eine Woche vor das Schulhaus geliefert. Den Kindern werden gegen entsprechendes Entgelt Bons abgegeben, mit denen sie täglich ihre köstliche Pausenfrucht beziehen können. Die Aktion möchte aus erzieherischen Gründen und aus Gründen der Zahnhygiene die Schlecksucht der Kinder in der Schule bekämpfen. Der Apfel ist erwiesenermassen eine gesunde Zwischenverpflegung, kommt dem Süssigkeitsbedürfnis der Kinder nach und zeichnet sich durch einen relativ hohen Gehalt an mineralischen Schutzstoffen und Vitamin C aus. Immer mehr Gemeinden haben sich daher in den vergangenen Jahren der Aktion angeschlossen Mögen sich noch mehr Schulbehörden für die Durchführung entschliessen.

Vor 20 Jahren

2. November: Wattwil. Buch ging weg wie warme Semmeln. Das Buch «Die Looser aus dem Toggenburg» ist ein wissenschaftliches Nachschlagewerk. Eindrückliches Lebenswerk. 1800 Familienblätter, 55 Stammtafeln, 45 Ordner mit Dokumentationen und 700 Dias bilden die Grundlage des Nachschlagewerks. Nach jahrzehntelangem Forschen und Sammeln von Fakten entstand ein Werk mit 750 Seiten für alle Looser sowie Freunde der Heimatkunde. Der Autor Emil Looser hat während all diesen Jahren viel Herzblut an dieses Lebenswerk gehängt. Der 1921 geborene Autor kommt gebürtig aus Grub AR und kam erst später in die ursprüngliche Heimat der Looser, dem Toggenburg, zurück. Der pensionierte Wattwiler Posthalter hat sich stets mit Familienforschung beschäftigt. Das Nachschlagewerk mit einer Auflage von 700 Exemplaren ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Es enthält Stammtafeln, Familienblätter, Illustrationen und Fotos. Emil Looser hat Details über die Entstehung des Familiennamens zusammengetragen, die verschiedenen Bürgerorte erforscht und eine Übersicht der Looser-Stämme aufgelistet. Die Looser aus dem Toggenburg können auf eine Geschichte zurückblicken, die von nationalem und internationalem Interesse ist.

Vor 10 Jahren

3. November: Lichtensteig. Erwartungsvoll sitzen die Lichtensteiger Drittklässler im Kreis. Lehrerin Melanie Roost gesellt sich zu ihnen. Englisch ist angesagt. Zur Einstimmung singen sie gemeinsam ein Lied. «Head, shoulder, knee and toes» heisst es und die Kinder zeigen jeweils auf ihren Kopf, auf die Schultern, die Knie und die Zehenspitzen. Auf diese spielerische Art lernen sie Englisch. Seit Beginn dieses Schuljahres gehört Englisch als erste Fremdsprache in den Lehrplan der Drittklässler im ganzen Kanton St. Gallen. Drei Lektionen in der Wochen stehen auf dem Stundenplan. «In erster Linie geht es um den Wortschatz», erklärt Melanie Roost. Bis Ende des Schuljahres sollen die Kinder sich vorstellen können, bis 100 zählen, einfache Aufforderungen in der Schule verstehen und mit einfachen Wörtern grüssen, sich entschuldigen oder auch etwas zu essen und trinken bestellen.

6. November: Vincenzo Santoro hat noch vor Beginn der Schonzeit in der Thur den Fang des Jahres gemacht. Er zog eine 60 Zentimeter lange Bachforelle ans Ufer, die stolze 2,6 Kilogramm auf die Waage bringt. «Ich habe das Fischen dann gleich bleiben lassen, da ich fand, das reicht für heute», sagt der passionierte Fischer. Der Fang des Jahres im Fischereiverein Obertoggenburg lagere noch immer in der Tiefkühltruhe. Gefangen hat Santoro die prächtige Forelle in Nesslau, oberhalb der Naturbrücke.

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