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Vor 20 Jahren rollte ein Zug des Trans-Europ-Express durch das Toggenburg

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Ein Bild mit historischem Wert: Der TEE-Zug bei der Station Brunnadern-Neckertal.Bild: PD

Ein Bild mit historischem Wert: Der TEE-Zug bei der Station Brunnadern-Neckertal.Bild: PD

Vor 100 Jahren

13. September: Polizeimeldungen: In Mogelsberg konnte ein jüngerer Bursche arretiert werden, der sich ein Sittlichkeitsvergehen zu Schulden kommen liess. Gleichenorts ist auch ein Sticker, welcher in Ganterschwil ein vor einer Wirtschaft stehen gelassenes Velo im Werte von 250 Franken entwendete, verhaftet worden. Wegen Unterschlagung im Betrage von 135 Franken musste in Wattwil ein Taglöhner in polizeilichen Gewahrsam genommen werden. Von seinem Meister mit dem Verkauf von 2 Ziegen beauftragt, behielt derselbe den Erlös hieraus für sich und verjubelte den grössten Teil davon in Wirtschaften. Wegen Diebstahls von Stickereien und Kleidern im Gesamtwerte von 140 Franken erfolgte in Ebnat die Inhaftsetzung einer Kellnerin. Gleichenorts gelang auch die Festnahme eines wegen Drohung und körperlicher Gewalttätigkeit steckbrieflich verfolgten Burschen.

Vor 50 Jahren

15. September: Lichtensteig. Bundesrat Nello Celio zu Besuch. Es war eine Jubiläums-Jahresversammlung, die Konferenz staatlicher Steuerbeamter im toggenburgischen Städtchen. Diese Konferenz wurde nämlich am 22./23. Juni des Jahres 1919 in diesem Städtchen gegründet. So war es denn gegeben, die 51. Hauptversammlung am Gründungsort durchzuführen. Lichtensteig war sich der Ehre bewusst, die ihm mit dem Besuch eines unserer Landesväter zuteil wurde. Stadtammann Robert Forrer «packte die Gelegenheit beim Schopf»: Wie schön wäre eine Umfahrungsstrasse. Stadtammann Robert Forrer betonte, dass die notwendige Umfahrung gründlich projektiert sei, dass aber der Kanton nicht in der Lage wäre, die nötigen Mittel – man spricht von 65 Millionen – ohne Bundesbeitrag aufzubringen. Wiederholte Gesuche um Aufnahme dieser wichtigen Verkehrsader in das Schweizerische Hauptstrassennetz sind von den höchsten eidgenössischen Behörden bis heute leider zurückgestellt worden.

17. September: Wattwil. Bundesrat Nello Celio weilte auf seinem Weg nach Lichtensteig auch in Wattwil. Der hohe Magistrat aus Bern gelangte ca. um 13.30 Uhr hier an und fuhr vor dem «Jakobshof» vor, wo er mit dem Chauffeur zusammen zu Mittag ass. Vom Besitzer des Hotels liess er sich in einem etwa viertelstündigen Gespräch über die Talschaft und das Dorf Wattwil im speziellen orientieren. Bundesrat Nello Celio habe sich über die rasche wirtschaftliche Entwicklung sowie die im Entstehen begriffenen Bauten der Kantonsschule und des Krankenhauses sehr erfreut gezeigt.

Vor 20 Jahren

13. September: Neckertal/Thurtal. TEE-Zug befuhr die Strecke von St.Gallen nach Luzern. Ein nicht alltäglicher Expresszug rollte über die Gleise der Bodensee-Toggenburgbahn. Der Extrazug «Tour de Suisse mit dem TEE» startete in Zürich und fuhr über historisch interessante Strecken durch die Schweiz. Die ersten TEE-Züge wurden mit Dieselkraft betrieben, mit dem Vorteil, dass auch nichtelektrifizierte Linien – zum Beispiel Lindau-München – befahren werden konnten. Im Jahre 1961 lancierten die SBB und Schweizer Hersteller den ersten Zug, der technisch für den Einsatz auf elektrifizierten Linien in den meisten Ländern von Europa eingesetzt werden konnte. Beim neuen Expresszug konnte der Lokführer an der Grenze per Hebelumschalter auf das andere Stromsystem umschalten. Diese starke Innovation bewährte sich. Die rot/creme-farbenen Erstklasszüge kamen gut an und setzten neue Massstäbe. Als moderne «Flitzer» waren sie Botschafter der Schweiz und warben für das Land, seine Industrie und seinen Qualitätsbegriff. Die altersbedingte wachsende Wartung und der Mangel an Ersatzteilen führten nach fast 40 Jahren zum Abzug. Ende November 1999 endet die TEE-Ära. Als Erinnerungsstück wird mindestens eine Einheit der TEE-Züge der Nachwelt erhalten bleiben.

Vor 10 Jahren

14.September: Chrüzegg. Es «brauselt» auf der Chrüzegg. Es war eine aufwendige Sache – doch nun ist es offiziell: Im Restaurant Kreuzegg können die Gäste hauseigene Limonade und kohlensäurehaltiges Wasser trinken. Schon in früheren Jahren ab es selbst hergestellte Chrüzegg-Getränke, wie Citro, Orangina und Grapefruit. Galt früher Quellwasser als beste Qualität, überprüft heute das Lebensmittelinspektorat ob die Auflagen erfüllt werden. Die Quelle, welche auf drei Meter gefasst wurde, ist besonders gut abgedichtet und besitzt einen speziellen Mikrofilter. «So wirken wir Verschmutzungen von Wild und Vieh entgegen», erklärte Robert Manser. Eine Trübungsüberwachungsanlage ist in Planung.

16. September: Nesslau: Sportschule anerkannt. Das Bildungsdepartement hat die Oberstufenschule Nesslau-Krummenau als Sportschule anerkannt. Mit der Anerkennung der Oberstufenschule Nesslau-Krummenau bieten im Kanton St.Gallen neun integrierte Sportschulen die Ausbildung mit spezieller Stundenplangestaltung für Sporttalente der Oberstufe an.

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