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Damals: Als Karin Keller-Sutter in der Kirche in Ebnat-Kappel predigte

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Regierungsrätin Karin Keller-Sutter predigte vor zehn Jahren zum Thema «Gerechtigkeit und Strafe». (Bild: PD)

Regierungsrätin Karin Keller-Sutter predigte vor zehn Jahren zum Thema «Gerechtigkeit und Strafe». (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

8. März: Lichtensteig. Die Sektion Toggenburg des Schweiz. Alpenclubs ladet ihre Mitglieder, Angehörigen und weitere Freunde ihrer Sache zu einem Lichtbildervortrage ein. Ein ungewohnter Genuss steht ihnen bevor: Herr Fliegerleutnant Walter Mittelholzer aus Dübendorf wird eine seiner vielen Fahrten im Flugzeug über unsere Heimatberge schildern und das Geschaute in über 100 selbst aufgenommenen Lichtbildern vorführen. Der Vortragende ist in weiten Kreisen als liebenswürdiger Redner und vorzüglicher Photograph bekannt.

12. März: Ganterschwil. Am 5. März landete im Jbach ein Militärballon mit zwei Jnsassen, Leutnant Ansermier (Genf), Ballon-Pionier-Komp. 3, und Leutnant Zübelen (Arbon), Ballon-Pionier-Komp. 1. Der Ballon war um 10 Uhr in Bern aufgestiegen und erreichte während der Fahrt eine Höhe von 4500 Metern. Die Aussicht war ungünstig und die Orientierung sehr schwierig. Herr Zübelen erzählte, dass nur die höchsten Alpengipfel sichtbar gewesen seien. Um nicht zu weit nach Osten zu geraten, entschlossen sie sich zur Landung. Erst in beträchtlicher Tiefe erkannten sie im Anblick des Bodesees die Gegend. Die Landung erfolgte glatt auf freiem Felde, am Rande eines Jungwaldes. Schon um 2 Uhr war der Ballon mit Hilfe herbeigeeilter Zuschauer verpackt und verladen. Wohlbehalten kehrten die beiden Pioniere nach Bern zurück.

Vor 50 Jahren

12. März: Wattwil. Wie fast immer bei der ordentlichen Kirchgenossenversammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Wattwil, an der kein neues Sachgeschäft zu behandeln war, verlief die Versammlung wie am Schnürchen, ohne Diskussion. Die Gemeindeversammlung im Volkshaus war trotz ihrem gewohnten, schnellen Ablauf ein «historisches Ereignis», das der Aktuar der Vorsteherschaft, Ernst Vögeli, bestimmt in seinem Protokollbuch vermerken wird. Zum allerersten Male nahmen die volljährigen Frauen als gleichberechtigte Kirchgenossinnen daran teil. Wenn der Berichterstatter sich die stattliche Versammlung – der grosse und kleine Saal waren ganz besetzt – so betrachtete, konnte er sich fast nicht vorstellen, warum eigentlich die Frauen bisher das Stimm- und Wahl-Recht nicht gehabt hatten. Ihre Mitwirkung, ihr Dabeisein schien so einfach, natürlich und selbstverständlich.

12. März: Bazenheid. Kirchenneubau in Frage gestellt! An einer ausserordentlichen Kirchgenossenversammlung, an der Architekt Baur anhand von verschiedenen Plänen mit Lichtbildern die Entwicklung zum vorliegenden Projekt aufzeigte, kam in reger Diskussion eine mehrheitliche Ablehnung zum neuen Kirchenbau zum Ausdruck.

Vor 20 Jahren

10. März: Iltios. Herrliches Winterwetter, viele aufgestellte Fussballspieler und ein innovatives Sport-Treff-Team trugen zur guten Stimmung des ersten Snow-Soccer-Turniers der Schweiz bei. Am Fussball-Turnier auf Schnee nahmen zwölf Mannschaften mit je drei Spielern teil. Weil Fussball im Schnee viel Kondition und Ausdauer erfordert, dauerte ein Spiel nur neun Minuten – ohne Seitenwechsel. Das für den folgenden Tag geplante Frozen-Beach-Turnier musste wegen schlechter Windverhältnisse abgesagt werden. Aber auch dieses Turnier soll in einem zweiten Anlauf im nächsten Winter durchgeführt werden.

11. März: Ricken. Rund zweieinhalb Jahre ist es her, seit der Bund zum Schluss kam, dass warmes Wasser aus Tunnels zum Heizen genutzt werden soll. Geothermische Wärmesysteme – in diese Kategorie fällt das Projekt vom Rickentunnel – sind zwar teurer als konventionelle Ölheizungen, zeichnen sich jedoch durch ihre Umweltfreundlichkeit aus. Als Pilotprojekt konnte mit der Gemeinde Kaltbrunn vereinbart werden, das Mehrzweckgebäude mit Wasser aus dem Rickentunnel zu beheizen. Die im Mai 1997 eingeweihte Liegenschaft besteht aus einer Dreifachturnhalle mit Bühne sowie einem Saal mit 120 Plätzen. Das schon bisher im Tunnel gesammelte Sickerwasser wird seither – anstelle in den Dorfbach – über eine Leitung zum rund 900 Meter vom Tunnelportal entfernt gelegenen Mehrzweckgebäude geführt. Mit der so gewonnenen Wärme wird die Mehrzweckhalle, die Zivilschutzanlage und der naheliegende Kindergarten beheizt.

Vor 10 Jahren

10. März: Ebnat-Kappel. Laienpredigten sind im Kanton St.Gallen nichts Neues, sie sind sowohl in katholischen als auch in evangelischen Gottesdiensten immer öfter anzutreffen. Die Ebnat-Kappler Kirchenvorsteherschaft beschritt mit dieser Laienpredigt allerdings Neuland. Als Vertreter des Vorbereitungsteams war es Ruedi Giezendanner gelungen, für die erste Laienpredigt in Ebnat-Kappel die Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements, Karin Keller-Sutter, zu gewinnen. Pfarrer Philippe Müller flocht in den Gottesdienst zum Thema «Gerechtigkeit und Strafe» verschiedene Texte aus der Bibel ein. Als Nicht-Theologin erklärte Karin Keller-Sutter die Spannung zwischen Recht, Gerechtigkeit und Strafe, bis hin zur Versöhnung aus ihrer Sicht. Karin Keller-Sutter erklärte nach dem Gottesdienst, dass sie sich nicht zum erstenmal auf eine Laienpredigt eingelassen habe. Sie habe diese Herausforderung gerne angenommen, obwohl es nicht ganz einfach sei, ein so komplexes Thema in Predigtlänge abzuhandeln.

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