Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Damals: Als das Toggenburg eine Gehstock-Hochburg war

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Die Griffe der Gehstöcke wurden zuweilen kunstvoll verziert, hier mit einem Krokodil. (Bild: PD)

Die Griffe der Gehstöcke wurden zuweilen kunstvoll verziert, hier mit einem Krokodil. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

27. September: Wattwil. Die stete Arbeitsvermehrung des Gemeindekassawesens sowie andere triftige Gründe haben die Behörde bewogen, eine besondere Gemeindekassier- und Buchhalterstelle zu kreieren.

27. September: Wattwil. Auf dem Hochsteig-Plateau pulsiert neues Leben; Lastautos und Fuhrwerke befördern die Baumaterialien auf steiler Strasse hinauf zum Bauplatz. Ein Tross geübter Arbeiter lässt auf den alten Grundmauern ein neues solides Ziegelgefüge entstehen. Man hofft, bei Anhalten günstiger Witterung, den Rohbau des neuen Heims in ca. zwei Monaten fertig erstellt zu haben.

Vor 50 Jahren

26. September: Wattwil/ Ebnat-Kappel. Neue Gashochdruckleitung. Im Laufe des Herbstes kann die Hochdruckleitung des Gasverbundes Ostschweiz (Strecke Toggenburg) dem Betrieb übergeben werden. Diese Strecke Rickenbach–Wattwil) ist ein Teil der 200 Kilometer langen Gasfernleitung Zürich–St.Margrethen (Bodensee), welche Gewähr für Betriebssicherheit, hohe und gleichmässige Gasqualität, sowie günstige Gestehungskosten bietet und die Gasentgiftung auf breitester Basis verwirklicht. Im Versorgungsnetz Toggenburger Gaswerk AG, Wattwil, ist die Nachfrage nach der Energie Gas derart gestiegen, dass die bestehenden Leitungen zum Teil zu klein sind und ein Ausbau für die Gegenwart und die Zukunft unumgänglich ist. Vom Gaswerk Wattwil führt eine Gasleitung von 100 bis 200 mm Durchmesser (Niederdruck) nach Ebnat-Kappel, welche in ihrer Kapazität erschöpft ist, so dass dringend eine neue leistungsfähige Hochdruckleitung von 100 mm Durchmesser (max. Betriebsdruck 5 atü) erstellt werden muss, welche eine einwandfreie Versorgung der Gemeinde Ebnat-Kappel mit Gas garantiert.

26. September: Kirchberg. Erweiterung der Teigwarenfabrik. Um der gesteigerten Nachfrage genügen zu können, erweitert die Firma Stäuble Teigwaren AG ihre bisherigen Fabrikationsräumlichkeiten mit einem grossen Anbau.

Vor 20 Jahren

27. September: Wattwil. Spitalschliessung wieder ein Thema. An der Session des Grossen Rates wird auch wieder über Spitalschliessungen diskutiert. Stephan Bärlocher, Wattwiler Spitalverwalter: «Gewisse Spitäler sollen ausgehungert werden, bevor die Versorgungsregionen überhaupt funktionieren.» Er kritisiert am vorgeschlagenen Modell, dass sie ungleich lange Spiesse schafft, womit einzelne Spitäler benachteiligt würden.

27. September: Alt St.Johann. Einst gab es Skier der Marke «Toggenburg». Vor neunzig Jahren hat Eduard Sutter, der Grossvater des heutigen Geschäftsinhabers Stefan Sutter die ersten Skier der Marke «Toggenburg» produziert und verkauft. Mit der Zeit konnten sich immer mehr Leute für den Skisport begeistern. Anfänglich wurden die Skier häufig für den Weg ins Holz gebraucht, später kamen immer mehr Leute auf den Geschmack, das Gleiten auf dem Schnee zu ihrem Freizeitvergnügen zu machen. Mit dem Aufkommen der ersten Metallskier wurde schliesslich die Produktion der Toggenburger Holzskier eingestellt und als zweites Standbein auf Schreinerei umgesattelt.

Vor 10 Jahren

26. September: Toggenburg. Spazier- oder Gehstöcke. Eine Grossproduktion von Gehstöcken hat im Thur- und Neckertal keine Tradition. Und trotzdem gibt es eine imponierende Zahl von Gehstöcken im Toggenburger Museum. Die Herstellung eines Stockes mit gebogenem Griff erfolgte überall etwa gleich. Meistens verwendete man Eschenholz. Zuerst wurde der gerade Ast von der Rinde befreit. Das zu biegende Ende wurde bis zu einem halben Tag in heisses Wasser gestellt. Dann bog man dieses Ende im Schraubstock um und blockierte es mit einem Draht. Darnach wurde in der Mitte des Bogens ein Holzstück eingeklemmt, damit sich beim Brennen der Bogen nicht veränderte. Dieser wurde nun über die heisse Glut gehalten, bis das aufgesogene Wasser getrocknet war. Dann entfernte man Zwischenholz und Draht vom Bogen. Der Bogenstock hatte viele Vorteile. Man konnte ihn zum Beispiel problemlos überall aufhängen. Abgesehen von der Gehhilfe konnte er beim Lesen von Beeren zum Heranziehen der meist dornigen Äste, zum «distanzierten» Untersuch fragwürdiger Objekte oder zum Treiben von Tieren verwendet werden. Warum ist dieser so praktische Gegenstand nur aus unserem Alltag verschwunden?

28. September: Wildhaus-Alt St.Johann. Ein haarscharfes Resultat hat bei den Gemeindepräsidiumswahlen für die neue Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann dem Neuling Rolf Züllig den Sieg beschert. Mit nur einer Stimme über dem absoluten Mehr verwies er Alois Ebneter auf den zweiten Platz.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.