Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Damals: 150 Jahre alter Brauch des Funkensingens

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Zwei Dutzend befrackte Gratulanten konnten fünf Pärchen ihre Aufwartung machen. (Bild: PD)

Zwei Dutzend befrackte Gratulanten konnten fünf Pärchen ihre Aufwartung machen. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

26. Februar: Kanton St. Gallen. Da in unserem Kanton eine Heunot herrscht, hat der Regierungsrat an das Schweizerische Militärdepartement das abermalige eindringliche Gesuch um Massnahmen zur Bekämpfung der äusserst schwierigen Lage der Heuversorgung gerichtet.

26. Februar: Wattwil. Die Predigt, welche Herr Pfarrer Keller seiner vom Brandunglück so schwer heimgesuchte Gemeinde am Sonntag nach der Katastrophe gehalten hat, ist auf vielfachen Wunsch dem Druck übergeben worden. Das tiefgründige Kanzelwort ist recht geeignet, dem menschlichen Fragen nach dem Warum? solchen Geschehens eine Antwort zu geben, die nicht nur aussöhnend wirkt, sondern zur inneren Einkehr führt. Viele werden es sich darum für sich und andere verschaffen wollen. Die Auflage wurde deshalb sehr hoch bemessen.

Vor 50 Jahren

24. Februar: Alttoggenburg. Magere Leistung an der Rekrutierung im Alttoggenburg. Gemäss dem Bericht des Kantonalen Amtes für Turnen und Vorunterricht bei den turnerischen Leistungsprüfungen anlässlich der Rekrutierung mit einer Durchschnittsnote von 6,622 mit Abstand als letzter Bezirk im ganzen Kanton rangiert. Es wäre wünschenswert, wenn die Jungmänner von den Eltern zum Besuch des Vorunterrichtes angehalten würden. Es fällt auf, dass der Bezirk Alttoggenburg seit Jahren stets als letzter Bezirk in der Rangliste aufgeführt ist.

24. Februar: Oberhelfenschwil. Am Freitagmittag kam ein Autolenker, der im Langensteigwald, Wigetshof, ein landwirtschaftliches Fahrzeug überholte, in die über dem Abwassergraben liegenden Schneemassen. Um wieder daraus herauszukommen, musste er stark Gas und Gegensteuer geben. Plötzlich kam der Wagen aus dem Graben heraus auf die schmale, glitschige Strasse. Weil dies sehr schnell ging, konnte der Lenker nicht mehr rechtzeitig reagieren, so dass er mit seinem Fahrzeug über das rechte Strassenbord geriet, wo das Fahrzeug in den Bäumen hängen blieb. Der Lehrer erlitt einen Schock und musste ärztlich behandelt werden. Am Auto entstand ein Schaden von mehreren tausend Franken.

Vor 20 Jahren

22. Februar: Ebnat-Kappel. Der bald 150 Jahre alte Brauch des Funkensingens, der von der Ebnat-Kappler Turnerschar in unsere schnelllebige Zeit hinübergerettet wurde, lebt weiter. Am Tag von dem Funkensonntag machten die in Frack und Zylinder aufmarschierenden Sänger den verlobten und versprochenen Pärchen des Doppeldorfes ihre Aufwartung. In diesem Jahr scheint die Heiratslust nicht allzu gross zu sein, denn die zwei Dutzend befrackten Gratulanten konnten nur gerade fünf Pärchen ihre Aufwartung machen. Dennoch machte sich bald einmal gute Laune breit.

25. Februar: Säntis. Die Schneemenge auf dem Säntis erreichte mit 7,25 Metern eine rekordverdächtige Höhe. Der Messstab bei Stütze 2 auf 2000 Metern ist sein einigen Tagen im Schnee versunken. Probleme bereiten der Säntisbahn vor allem starke Vereisungen. Rund drei bis vier Tonnen Eis werden auf täglichen Enteisungsfahrten zum Gipfel von Säntisbahn-Mitarbeitern abgeschlagen, damit die Bahn betriebsbereit ist.

25. Februar: Wildhaus. Verdiente Bergretter wollen kürzertreten. Peter Diener stand während 40 Jahren verunglückten Alpinisten und Berggängern bei. Auch Toni Grob trat als verdienter Bergretter von seinem Führungsamt zurück.

Vor 10 Jahren

26. Februar: Mittleres Toggenburg. Die Gemeinden Wattwil, Lichtensteig und Ebnat-Kappel nehmen einen neuen Anlauf, um eine regionale Sportstätte zu bauen. An den Bürgerversammlungen im März werden die Kredite für die Planung eingeholt. Rund acht Jahre nach dem Nein des Stimmvolkes nehmen die Gemeinden dieses Projekt wieder auf. Zwei grundlegende Faktoren haben sich inzwischen geändert. Zum einen beteiligt sich Ebnat-Kappel an der regionalen Sportstätte. Zum anderen ist man vom damaligen Standort in der Wattwiler Schomatten abgekommen. Noch nicht gänzlich geklärt ist der Standort dieser Sportstätte. Möglich sind die Wiese im Rickenhof Süd in der Gemeinde Wattwil oder in der Stegrüti in der Gemeinde Ebnat-Kappel.

27. Februar: Wattwil. Mehr als einen halben Meter hat sich die Thursohle bei der Einmündung des Rickenbaches gesenkt. Dadurch droht die Erosion der Dämme. Hochwasser ist für Wattwil ein bekanntes Thema. Die Thurkorrektion 1910 und die Bachoffenlegungen haben die Gefahr nicht restlos beseitigt. Die Verbauungen an der Thur sich in die Jahre gekommen. Der Wattwiler Gemeinderat klärt derzeit ab, wie der Hochwasserschutz langfristig gesichert werden kann. «Die Sanierung der Thur ist kein Projekt, das wir mit Hochdruck verfolgen», sagt Alois Gunzenreiner. Ein mögliches Vorprojekt werde frühenstens 2010 vorliegen. Bei der Finanzierung einer Thursanierung gäbe es bald eine wesentliche Änderung. Würde Wattwil schon jetzt bauen, müsste die Gemeinde einen wesentlich höheren Anteil an den Gesamtkosten übernehmen, als dies nach dem im Kantonsrat befindlichen revidierten Wasserbaugesetz der Fall wäre. Die parlamentarische Beratung ist schon weit fortgeschritten. Und diese sieht vor, dass der Kanton in Zukunft die Finanzierung solcher Massnahmen zum Hochwasserschutz bei kantonalen Gewässern (die Thur ab Ebnat-Kappel gehört dazu) übernehmen würde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.