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Die Viehschau Kirchberg ist der grösste Anlass der Gemeinde

Rund 950 Tiere wurden bei der Viehschau im Frohheim bewertet. Der Tag zählt zu den grössten Ereignissen der Gemeinde und zieht Tausende Interessierte an. Auch solche mit wenig Bezug zur Landwirtschaft.
Beat Lanzendorfer
Die Gewinner der wichtigsten Kategorien der Kirchberger Viehschau, von links: Ueli und Nicole Maute mit Vreni («Champion Original Braunvieh OB»), Alois Graf mit Nastdonia («Champion Fleckvieh»), Andreas Niederer mit Dallas («Miss Kirchberg») und Arno Brägger mit Ulena («Miss Bazenheid»). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Gewinner der wichtigsten Kategorien der Kirchberger Viehschau, von links: Ueli und Nicole Maute mit Vreni («Champion Original Braunvieh OB»), Alois Graf mit Nastdonia («Champion Fleckvieh»), Andreas Niederer mit Dallas («Miss Kirchberg») und Arno Brägger mit Ulena («Miss Bazenheid»). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Es erstaunt immer wieder aufs Neue, welche Massen eine Viehschau zu mobilisieren vermag. Wer am Samstag jene auf dem Frohheim besuchte, wurde den Eindruck nicht los, als sei die ganze Bevölkerung der Gemeinde an einem Ort versammelt.

Roland Bamert, seit fünf Jahren Schaupräsident, brachte es auf den Punkt: «Ich glaube nicht, dass ich heute viele Menschen zu Hause antreffen würde, die meisten sind wohl hier.» Die Viehschau ist laut ihm der grösste Anlass innerhalb der Gemeindegrenzen. «Ich denke, in diesem Jahr vermochte höchstens noch das Musikfest Spektakulair im August mehr Menschen auf die Strasse zu locken.»

Auch bei Nicht-Landwirten beliebt

Nebst des Brauchtums sind für ihn die Verbundenheit zur Landwirtschaft und das Hochhalten der traditionellen Werte die entscheidenden Eckpfeiler, weshalb die Viehschau auch bei jenen Bevölkerungsschichten beliebt ist, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind.

Der Fantasie waren beim Blumenschmuck keine Grenzen gesetzt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Fantasie waren beim Blumenschmuck keine Grenzen gesetzt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ähnlich sieht es Damian Huber, Präsident des landwirtschaftlichen Vereins der Gemeinde Kirchberg: «Die Viehschau heisst nicht umsonst Bauernsonntag, da verblasst alles andere.» Der Freudentag ist allerdings mit viel Aufwand verbunden. Bemerkenswert, wie viele Stunden allein die Bäuerinnen und ihre vielen Helferinnen im Vorfeld für die Herstellung des Blumenschmucks aufwenden.

Der Tag der Viehschau ist ebenfalls nicht zu verachten. «Wir stehen noch etwas früher auf und gehen dafür später zu Bett», sagt Damian Huber lachend. Dieser Aufwand wird aber gerne betrieben, der Tag ist für viele Bauern der wichtigste des Jahres.

Die Experten hatten keine leichte Aufgabe

Rund 950 Tiere wurden auf dem Schauplatz bewertet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Rund 950 Tiere wurden auf dem Schauplatz bewertet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bei rund 950 aufgefahrenen Tieren wurde es den Experten bei der Beurteilung nicht leicht gemacht. Vor der Bekanntgabe der Sieger begründeten sie jeweils ihre Entscheide. Da war dann zu hören, dass jene Kuh über eine hervorragende Flankentiefe verfüge und sich das Euter auf einer idealen Höhe befinde. Die Drüsen seien ebenfalls an der richtigen Stelle, was dem Tier einen winzig kleinen Vorteil gegenüber den andern verschaffe.

In den wichtigsten Kategorien gefiel den Experten Dallas aus dem Stall von Martin Niederer am besten. Sie wurde zur «Miss Kirchberg» gewählt. Weil in der Gemeinde zwei Viehzuchtvereine angesiedelt sind, wird auch eine «Miss Bazenheid» erkoren. Sie heisst in diesem Jahr Ulena, kommt von der Tobelschür und entlockte Besitzer Markus Brägger einen Jubelschrei. Als Sieger «Champion OB» ging Vreni hervor. Sie ist im Besitz von Ueli Maute. Beim Fleckvieh war Nastdonia von Alois Graf die Schönste.

Sina Schättin (links) und Eva Huber stellen ihr Kalb Conny vor. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Sina Schättin (links) und Eva Huber stellen ihr Kalb Conny vor. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Tag begann mit der Auffuhr der Tiere ab 8.15 Uhr und endete nachts mit der Schauparty. Dazwischen zählten die Misswahlen sowie die Kälbervorträge der Kinder zu den Höhepunkten. Passend zum Tag führte der Schwingclub Wil ein Schülerplauschschwingen durch.

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