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Credo eines Mosnanger Bauunternehmers: «Ich setze stets Prioritäten»

Damian Oberhänsli-Manser spricht in der Rubrik «Goldener Boden» von den aktuellen Herausforderungen in der Baubranche.
Aufgezeichnet von Fränzi Göggel
Am elektronischen Flipchart ist Damian Oberhänsli-Manser im Element. Seine Notizen schreibt er auf den Bildschirm. (Bild: Fränzi Göggel)

Am elektronischen Flipchart ist Damian Oberhänsli-Manser im Element. Seine Notizen schreibt er auf den Bildschirm. (Bild: Fränzi Göggel)

An den freien Schulnachmittagen durfte ich mit meinem Papi auf die Baustellen zum Baggern, das war für mich das Grösste. Ich war stolz auf Vaters Geschäft und es war mir völlig egal, was andere in meinem Alter machten und darüber dachten.

So denke ich heute noch. Jeder muss sein Leben so gestalten, dass es für ihn stimmt. Ich lernte Maurer und wurde Vizemeister in der Schweizer Berufsmeisterschaft. Drei Steine fehlten mir zur Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft.

Nach der Lehre durchlief ich die Polier- und Bauführerschule und absolvierte danach während zweier Winterhalbjahre die Baumeisterschule. Stets setzte ich Prioritäten, schätzte ab, was sich lohnt oder eher nicht, und erreichte drum meine Ziele ohne viel Stress.

Mit dem Bruder zusammen Vaters Firma übernehmen

Für meinen Bruder Silvan und mich war es immer klar, dass wir Vaters Firma Oberhänsli Bau übernehmen werden und haben beide darauf hingearbeitet. Mit Bedacht findet die Übergabe statt. Seit einem Jahr sind wir dran, die Verträge für die Nachfolge zu regeln. Die Geschäftsführung ist bereits an mich und Silvan übergeben. Die Verschreibung ist im Herbst.

Aber etwas will ich verändern. Das Geschäft und die Familie trennen wir. Dauernd diskutierten meine Eltern über den Betrieb, sogar am Mittagstisch. Das war für uns Kinder nicht immer einfach. Die Firmengrösse zwingt es nicht auf, dass meine Frau Angela im Betrieb arbeitet. Zudem ist sie mit unseren vier Kindern und dem künstlerischen Zeichnen ausgelastet. Auf der Lohnliste sind mit den wenigen temporär Angestellten bis 90 Personen.

Ein kleines Budget ausreizen

Ich liebe die vielen interessanten Baustellen. Dauernd mache ich mir Gedanken über praktische, kostengünstige und effiziente Lösungen. Spannend ist für mich auch, ein kleines Budget auszureizen. Es zu berechnen und zu optimieren.

Eine spezielle Herausforderung ist jeweils der Arbeitsbeginn. Wenn alle Arbeiter da sind und jeder noch schnell etwas braucht, dann ist die Personaleinteilung für die Baustellen oft wie an einem Bazar.

Als Kind am liebsten mit Pfannen gespielt

Damian Oberhänsli-Manser wuchs mit fünf Geschwistern in Mosnang auf. Auf dem Küchentisch türmten sich oft Berge von Legosteinen. Damit baute er seine ersten Häuser. Der 35-Jährige ist mit Angela Manser verheiratet. Sie haben vier Kinder.

«Mein Hobby ist meine Familie. Ich kaufte für mich und meinen fünfjährigen Sohn einen ferngesteuerten Bagger. Damit spielen wir zusammen im Sandkasten und bilden uns ein, wir seien in der Kiesgrube. Die Schwestern sind Prinzessinnen und kommen mit ihren Rössli auf die Sandkastenbaustelle.»

Bereits im Kindergartenalter arbeitete Damian Oberhänsli-Manser. «Auf einem 16-Tonnen-Raupenbagger machte ich den Aushub für einen Güllekasten. Als Lohn bekam ich eine Schachtel Eier.»

Das war seine erste Baustelle. «Als Kind spielte ich am liebsten mit Pfannen. Ich zog diese einem hölzernen Kipplastwagen zum Draufsitzen vor. Mein Vater hatte Angst um meine Laufbahn.»

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