Chössi-Theater in Lichtensteig: Letzter Schliff für die Heiratsvermittlerin

Im Chössi-Theater feiert die Eigenproduktion «Die Heiratsvermittlerin» am Donnerstagabend Premiere. Bis zuletzt wird noch am Stück gefeilt.

Sascha Erni
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Mit dem Stück «Die Heiratsvermittlerin» zeigt das Chössi-Theater erstmals eine Komödie als Eigenproduktion. (Bild: PD)

Mit dem Stück «Die Heiratsvermittlerin» zeigt das Chössi-Theater erstmals eine Komödie als Eigenproduktion. (Bild: PD)

Geschäftig ging es diese Woche im Chössi-Theater zu. Denn am Donnerstagabend steht die Premiere der neuen Eigenproduktion «Die Heiratsvermittlerin» auf dem Programm. Geschäftig, ja, aber auch konzentriert. Jeder und jede weiss, was zu machen ist. Das elfköpfige Ensemble unter der Leitung von Seraina Kobelt hat Thornton Wilders Komödie aus den USA ins Toggenburg der Jahrhundertwende verschoben. Das bedeutet viel Aufwand für die Kostümgestalterinnen und auch den Kulissenbau.

«Dieses Mal hat es wirklich viel Bühnenbild», sagt Seraina Kobelt an der Hauptprobe vom Dienstagabend. Jeder Akt habe seine Kulissen und Requisiten, erklärte die Regisseurin. Dann trommelte sie ihre Darstellerinnen und Darsteller zum Aufwärmen zusammen. «Setzt heute Abend noch einen drauf», spornte sie das Laienensemble an. Und: «Habt Freude daran!»

Plot und Geschichte entsprechen der Vorlage

Kobelt und ihr Team haben die Komödie nicht gross verändert– Plot und Geschichte entsprechen grösstenteils der US-Vorlage, durch die geografische Verschiebung hätte es aber Anpassungen gegeben. So spielt das Ensemble auf Schweizerdeutsch, und verschiedene historische Figuren des Toggenburgs und der Region Wil sind in «Die Heiratsvermittlerin» anzutreffen. «Es war besonders, das Stück zu adaptieren und auch etwas zu vereinfachen», erzählte Kobelt vor der Hauptprobe. Die Vereinfachungen seien nötig gewesen, da das Chössi-Theater kein riesiges Theater mit den damit verbundenen Möglichkeiten sei. So oder so seien Vorprojekt und Proben reibungslos über die Bühne gegangen. «Alles gut, alle gesund.»

Miteinander mit neuen Hauptsponsoren

Ab 2020 werden die Raiffeisenbanken Mittleres Toggenburg und Obertoggenburg als Hauptsponsoren des Chössi-Theaters fungieren. «Die Clientis Bank Toggenburg hat uns neun Jahre lang begleitet, nun hat sie sich neu orientiert», sagt Urban Kressibucher. Als sich die veränderte kulturelle Ausrichtung der Clientis abzeichnete, sei man auf Urban Koller, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg, zugegangen. Zusammen mit der Raiffeisenbank Obertoggenburg steht nun das neue Hauptsponsoring. «Die beiden Banken sind ideale Partner, auch, weil wir im selben Kundensegment zugegen sind», so Kressibucher. Ausserdem würde die Raiffeisen bereits aktiv Kulturelles in der Region unterstützen. Die Details des Sponsorings seien noch offen, sowohl das Chössi-Theater als auch die Raiffeisenbanken seien aber an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert. Der Wechsel verläuft fliessend, so übernimmt etwa die Raiffeisen für «Die Heiratsvermittlerin» in Absprache mit der Clientis ein Spezial-Sponsoring. Das sei unkompliziert und fair geschehen, ein richtiges Miteinander, freut sich Urban Kressibucher. (rb)

Auch Urban Kressibucher zeigt sich erfreut. Der Vorverkauf sei gut angelaufen, berichtet der Präsident des Chössi-Theaters. Es habe an den Vorstellungen noch Plätze frei, aber wegen der guten Nachfrage findet am Samstag, 30. November, um 16.30 Uhr, eine Zusatzvorstellung statt. Dann kann man Urban Kressibucher auf statt neben der Bühne sehen: Er spielt den Künstler und stürmischen Liebhaber Andrea Bürgi.

Hinweis

«Die Heiratsvermittlerin», von heute Donnerstag bis zum 1.Dezember im Chössi-Theater. Website: www.choessi.ch

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