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Chippen ist nicht für die Katz – auch im Toggenburg

Jährlich werden 10'000 Katzen vermisst. Das Chippen von Katzen hilft beim Wiederfinden des Tieres. Schweizweit läuft im November eine Katzenchipaktion bei vielen Tierärzten, unter denen auch einige Toggenburger mitmachen.
Flurina Lüchinger
Der Eingriff beim Tierarzt ist für die Katze eine kurze und schmerzlose Angelegenheit. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Eingriff beim Tierarzt ist für die Katze eine kurze und schmerzlose Angelegenheit. (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine Katze aus dem Toggenburg steigt in ein fremdes Auto. Sie fährt als blinder Passagier nach Appenzell. Die Besitzer starten einen Suchauftrag über die Heimtierdatenbank ANIS. Dies ist möglich, da ihre Katze gechippt ist. Dank diesem Chip kann die Katze in Appenzell ausfindig gemacht werden und den glücklichen Besitzern wieder zurückgegeben werden. Diese Geschichte erzählt eine Mitarbeiterin der Tierarztpraxis Kaufmann in Wattwil. Sie ist selber auch im Tierschutzverein tätig und betont auch im Namen des Tierschutzes, dass es ihnen ein Anliegen sei, dass Katzen gechippt werden.

Auch der Gnadenhof für Kleintiere in Dicken kann von einer ähnlichen Geschichte berichten. Eine abgegebene Katze wurde von Findern ein Jahr lang im eigenen Garten gefüttert und gehalten, anstatt sie auf einen Chip prüfen zu lassen. Weil die Finder aber merkten, dass sie die Katze nicht behalten konnten, wurde sie dem Tierheim übergeben. Dort wurde sie auf einen Chip geprüft, und so konnte der Besitzer ausfindig gemacht werden, der seine Katze, die über zwei Jahre lang verschwunden war, wieder zu sich nehmen konnte.

Das Chippen von Katzen ist in der Schweiz nicht obligatorisch. Bisher wurden nur ungefähr 30 Prozent der Katzen elektronisch gekennzeichnet. Die Stubentiger sind jedoch mit rund 1,7 Millionen Tieren, die in der Schweiz leben, das beliebteste Haustier. Somit leben noch gut eine Million Katzen im Land, die nicht registriert sind.

Jährlich rund 10'000 vermisste Katzen

Die Registration hilft beim Wiederfinden verschwundener Katzen. Jährlich werden ungefähr 10'000 Katzen vermisst. Wenn eine Katze mit Chip aufgefunden wird, kann das Chiplesegerät die fünfzehnstellige Nummer ablesen und die Katze erkennen. Jede gechippte Katze ist in der Heimtierdatenbank «ANIS» registriert. Zu jeder Nummer werden eine Beschreibung des Tieres und die Kontaktdaten der Halterin oder des Halters hinterlegt.

Mittlerweile sind die meisten Beamten sowie der Tierschutz, die Tierärzte, die Tierheime und die Kadaversammelstellen mit einem Chiplesegerät ausgerüstet. Wird ein Tier aufgefunden, ist die Kontaktaufnahme mit den Haltern, durch den Chip schnell möglich. Auch bei toten Tieren, die beispielsweise überfahren wurden, ist die Identifikation wichtig, damit die Betroffenen informiert werden können.

Chipaktion im November

Fast alle Tierarztpraxen der Schweiz beteiligen sich jedes Jahr im November an einer Aktion, damit Katzenbesitzer und Besitzerinnen ihre Tiere vergünstigt chippen lassen können. Im Toggenburg machen die folgenden Praxen mit: Die Tierklinik Au in Bütschwil, die Tierarztpraxis Burghalde in Lichtensteig, die Tierarztpraxis Kaufmann in Wattwil und die Tierklinik Nesslau. Die Ärztinnen und Ärzte dieser Tierkliniken und Praxen betonen, dass sie sehr froh wären, wenn mehr Katzen gechippt werden würden. Der Eingriff ist für die Katze kaum spürbar. Der Chip wird in Form einer reiskorngrossen, sterilen und nicht reizbaren Glaskapsel eingesetzt. Der darin gespeicherte Zahlencode ist einmalig, weltweit gültig und fälschungssicher. Ein weiterer Vorteil bieten die Chips im Zusammenhang mit sogenannten intelligenten Katzenklappen, die nur dem richtigen Tier mit dem Chip den Zugang ermöglichen. Mittlerweile gibt es sogar Futterautomaten für Katzen, die mit dem Chip funktionieren.

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