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Interview

Chiara Scherrer nach undankbarem 4. Rang: «Ich darf nicht enttäuscht sein»

Kurz vor dem Ziel lag die 22-jährige Chiara Scherrer aus Bütschwil an den U23-Crosseuropameisterschaften in Tilburg (Niederlande) auf Rang 3. Am Ende reichte es «nur» zu Platz 4.
Beat Lanzendorfer
Chiara Scherrer hat nicht nur über die 3000 Meter Steeple gewaltige Fortschritte erzielt. Auch an der U23-Cross-EM in Holland konnte sie die Erwartungen mehr als erfüllen. (Bild: Benjamin Manser¼

Chiara Scherrer hat nicht nur über die 3000 Meter Steeple gewaltige Fortschritte erzielt. Auch an der U23-Cross-EM in Holland konnte sie die Erwartungen mehr als erfüllen. (Bild: Benjamin Manser¼

Chiara Scherrer, direkt im Anschluss an das Rennen haben Sie davon gesprochen, dass Sie stolz auf den vierten Platz sein dürfen, ist das immer noch so, nachdem Sie eine Nacht über das Verpassen der Bronzemedaille nachdenken konnten?

Ja, die Gefühlslage bleibt dieselbe. Ich darf nicht enttäuscht sein. Ich habe während des ganzen Rennens das gemacht, was mir mein Trainer mit auf den Weg gegeben hat. Es ist mega gut gelaufen, ich habe alles riskiert. Zum Schluss war der Tank dann einfach leer. Der vierte Platz ist für mich immer noch super gut und bedeutet mir sehr viel.

Wie haben Sie sich vor dem Rennen gefühlt?

Ich war so nervös wie noch selten in diesem Jahr. Ich habe mir im Verlaufe der Woche einen Platz in den Top 20 ausgerechnet. Am Vorabend ist dann mein Trainer zu mir gekommen und hat mir erklärt, dass meine Chancen auf eine Medaille sehr gut stünden.

Wie ist es Ihnen im Verlauf des Rennen gelaufen?

Sehr gut, das Gefühl war vom Start weg positiv.

Wie waren die Verhältnisse in Tilburg?

Für mich ideal. Ich hatte den Eindruck, als wären sie perfekt auf mich zugeschnitten.

Dann war es tief und schlammig? Solche Verhältnisse lieben Sie bekanntlich.

Es war nicht sonderlich tief. Der Boden war aber nass und schlammig und in den Kurven war erhöhte Aufmerksamkeit gefragt, damit man nicht ausgeglitten ist. Man musste schon schauen, dass man eine gute Linie erwischt. Es waren halt Bedingungen, die ich schätze und die mir sehr entgegengekommen sind.

Hatten Sie auch Unterstützung seitens Ihrer Familie?

Meine Eltern und meine ältere Schwester Larissa waren mit dabei. Sie freuen sich mit mir über die gute Platzierung.

Wie geht es für Sie nun weiter?

Vorerst mache ich eine Woche Pause. Danach beginnt bereits wieder zwischen Weihnachten und Neujahr das Grundlagentraining mit einem Trainingslager in Portugal. Im Januar fliege ich für ein weiteres Trainingslager erneut für drei Wochen nach Südafrika. Der Aufbau gestaltet sich gleich wie in diesem Jahr.

Was ziehen Sie nach dieser Saison für ein Fazit?

Ich bin einfach nur glücklich. Ich habe den Sprung zur Elite geschafft, konnte mich im Sommer über die 3000 Meter Steeple für die Europameisterschaft in Berlin qualifizieren und habe nun mit dem vierten Platz an der Cross-EM in Tilburg einen perfekten Abschluss hingelegt. Das alles war im letzten Winter in diesem Ausmass noch nicht absehbar.

Was sind im kommenden Jahr Ihre Ziele?

Im nächsten Sommer ist die Universiade in Neapel. Beim Rennen über die 3000 Meter Steeple wäre es schon das Ziel, in den vorderen Rängen mitzumischen.

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