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Kolumne

«Chehre» und «Ball aluegä»

Auch wenn meist die Grossveranstaltungen dominieren, das Herz des Fussballs liegt im Breitensport, findet Redaktionsleiter Ruben Schönenberger.
Ruben Schönenberger
Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter (Bild: PD)

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter (Bild: PD)

Fussball ist eine globale Massenveranstaltung. Das wird sich in zwei Wochen erneut überdeutlich zeigen. Zehntausende Fussballfans pilgern nach Russland, ungeachtet aller Kritik am Land und an der Fifa. Und Millionen bleiben zwar Zuhause, verfolgen die Spiele der Weltmeisterschaft aber im Fernsehen.

Auch ich werde mir die Spiele ansehen. Obwohl ich mit Nationalmannschaften weniger anfangen kann als mit Klubmannschaften, geht von dem nur alle vier Jahre stattfindenden Turnier halt doch eine Anziehung aus, derer ich mich als Fussballfan nur schwer entziehen kann.

Sowieso kann ich von Fussball nicht genug kriegen. Ich habe in China gesehen, dass in einer Millionenstadt wie Peking offenbar kaum elf passable Fussballer zu finden sind. Ich habe in Singapur erlebt, dass das asiatische Pendant zur Europa League nur ein paar hundert Zuschauer anzuziehen vermag, wenn der Gegner aus Kambodscha stammt und das Heimteam sowieso kaum je vor einer grossen Kulisse spielt.

In Russland habe ich den FC St. Gallen in Moskau und in Krasnodar gesehen. Und in England schaue ich mir schon dieses Wochenende die Conifa-Weltmeisterschaft an, bei der nur jene Länder mitspielen, die nicht der Fifa angeschlossen sind. Da trifft dann zum Beispiel Nordzypern auf Tibet.

Die Liste liesse sich fortführen. Aber allen Spielen, die ich bisher sehen konnte, liegt eine Gemeinsamkeit zugrunde: Egal wo es stattfindet, egal, in welcher Liga die Teams antreten, die Basis des gesamten Sports – ja, vielleicht sogar sein Herz – liegt im Breitensport.

Die Grundlage liegt auf den Plätzen, wo es vordergründig um weniger geht als auf den grossen Fussballbühnen der Welt. Wo man das Dul-X noch riecht. Wo die Spielerinnen und Spieler in den ewig gleichen Sätzen kommunizieren. «Chehre», «Ball aluegä», «Erschte, mir gönd uf dä erscht Ball», «langsam, kei Foul» oder einfach nur das obligate «Usä!» nach einer gelungenen Abwehraktion. Wo es dann eben doch um mindestens so viel geht, wie ab dem 14. Juni in Russland.

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