Carsharing
Das «Mitfahrbänkli» will sich als einfache und moderne Form des Autostoppens etablieren

Am Nationalfeiertag sind drei weitere Mitfahrbänkli in Unterwasser eingeweiht worden. Das Angebot steht damit auch in Wildhaus-Alt St.Johann zur Verfügung. Gleichzeitig eröffnete die Projektgruppe Bewegung & Gestalten der Gemeinde den Geschicklichkeitsparcours.

Christiana Sutter
Drucken
Patrizia Egloff und Richard Brander eröffneten am 1. August die neuen «Mitfahrbänkli» in Unterwasser.

Patrizia Egloff und Richard Brander eröffneten am 1. August die neuen «Mitfahrbänkli» in Unterwasser.

Bild: Christiana Sutter

Nach Nesslau stehen jetzt auch in der Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann an drei Standorten «Mitfahrbänkli» zur Verfügung. Beim Säntiswäldli in Unterwasser, bei der Talstation Thur in Wildhaus und in der Schwendi. Das Prinzip ist einfach. Wer auf einem der Bänkli Platz nimmt, zeigt an, dass er oder sie mitfahren möchte. Die vorbeifahrenden Fahrzeughalter sind gebeten, die Wartenden mitzunehmen, egal ob hinauf oder hinunter. Kinder dürfen nur in Begleitung von Erwachsenen mitgenommen werden.

Testphase bis Ende 2022

«Die Mitfahrbänkli sind ein Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität der Energiestadt Region Obertoggenburg», erläuterte Patrizia Egloff, Präsidentin des Fördervereins Energietal Toggenburg. Mit den neuen Mitfahrbänkli ist die Gemeinde Wildhaus-Alt St.Johann nebst der Gemeinde Nesslau die Zweite, die diese Möglichkeit der nachhaltigen Mobilität anbietet. Weitere Mitfahrbänkli sind in der Gemeinde Ebnat-Kappel in Vorbereitung.

Die Testphase dauere bis Ende 2022, dann werde Bilanz gezogen. Die Rückmeldungen sind entscheidend, ob im Toggenburg weitere Standorte für Mitfahrbänkli gestellt werden. «Es gab bei Mitfahrenden bereits lustige Begegnungen», sagte Egloff. Dann ergänzte sie:

«Diese Mitfahrbänkli sind die moderne, einfache Art des Autostopps.»

Im Gleichgewicht bleiben

Gemeinsam mit den Bänkli eröffnete Richard Brander, Präsident von Pro Toggenburg, an diesem Sommertag auch den Geschicklichkeitsparcour im Säntiswäldli. «Dieser Parcour soll Jung und Alt motivieren, sich in Gleichgewicht zu üben», sagte er. Nebst den Gleichgewichtsgeräten ist auch ein Zugang zum Nasenbach gerodet worden und soll Kindern die Möglichkeit geben, am Wasser zu spielen. Der Nasenbach fliesst ein paar Meter weiter unten in die Wildhauser Thur.

Projektgruppe Bewegen & Gestalten, von links: Richard Brander, Peter Waibel, Thomas Diezig und Susanne Roth.

Projektgruppe Bewegen & Gestalten, von links: Richard Brander, Peter Waibel, Thomas Diezig und Susanne Roth.

Bild: Christiana Sutter

Begleitet wurde der festliche Anlass am Nationalfeiertag von jungen Schülerinnen der Kammermusik Berlin. Die jungen Musizierenden sind aktuell in einem Sommerlager im Clubhaus Herrenwald auf der Alp Sellamatt.