Regionalfussball
Bütschwil bleibt in der 3. Liga das Mass der Dinge und schlägt Kirchberg im Spitzenkampf mit 2:0

Den 3.-Liga-Spitzenkampf auf der Bütschwiler Breite verfolgten rund 350 Zuschauerinnen und Zuschauer. Sie sahen kein berauschendes Spiel, dafür einen Kampf, der mit einem glücklichen Sieg des Heimteams endete. Bei besserer Chancenverwertung der Gäste, hätte das Resultat auch andersherum lauten können.

Beat Lanzendorfer
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Captain Daniel Fäh, hier im Zweikampf mit Yannic Lang, brachte Bütschwil mit seinem Tor zum 1:0 auf die Siegerstrasse. Im Hintergrund Fabian Brändle, der Torschütze zum 2:0.

Captain Daniel Fäh, hier im Zweikampf mit Yannic Lang, brachte Bütschwil mit seinem Tor zum 1:0 auf die Siegerstrasse. Im Hintergrund Fabian Brändle, der Torschütze zum 2:0.

Bild: Beat Lanzendorfer

Derbys sind oftmals keine fussballerischen Leckerbissen. Genauso war es am Samstag zwischen Bütschwil und Kirchberg.

Der 3.-Liga-Spitzenkampf lebte in erster Linie vom Kampf und der Intensität und brachte mit Bütschwil einen Sieger hervor, der nicht unbedingt besser war, sich vor dem Tor aber abgebrühter und effizienter zeigte.

Grosse Enttäuschung beim unterlegenen Team

«Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat sehr gut gespielt», sagte Kirchberg-Trainer Domenico Esposito nach dem verlorenen Kampf. «Wenn wir das Spiel gewonnen hätten, wäre der Sieg kaum gestohlen gewesen. Wir hatten in der ersten Halbzeit vier Chancen, leider konnten wir keine verwerten.» Seine Mannschaft sei auch im zweiten Durchgang mindestens ebenbürtig gewesen. «Wir waren vor dem Tor einfach zu wenig clever».

Um einiges glücklicher war Ruedi Eisenhut, Trainer der Gegenseite: «Kirchberg war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Wir waren in der Defensive zum Glück stabil und konnten dadurch einen Gegentreffer verhindern.» Er hätte in der Pause im Mittelfeld eine taktische Veränderung vorgenommen, was sich letztlich ausgezahlt habe.

Entscheidend sei auch der Zeitpunkt der Tore gewesen: «Meine Jungs haben jeweils im richtigen Moment einen Killerinstinkt bewiesen. Als Kirchberg am Drücker war, konnten wir beide Male zu einem entscheidenden Schlag ansetzen.»

Beide Tore waren etwas für das Auge

Die Treffer selber waren in Entstehung und Vollendung herrlich anzusehen. Beim 1:0 schlug Silvan Forrer einen Freistoss auf Captain Daniel Fäh, der mit seinem Flugkopfball Schlussmann Erwin Iten auf dem falschen Fuss erwischte. Das 2:0 war eine Co-Produktion zwischen David Birchler und Fabian Brändle.

Bütschwils Nummer 10 liess sich nach einem Konter nicht vom Ball trennen. Seine daraufhin perfekt getimte Flanke nahm in der Mitte Fabian Brändle mit der Brust an und vollendete dann mit dem linken Fuss via Innenpfosten zum 2:0.

Das entlockte Ruedi Eisenhut nach Spielschluss die Aussage: «Fabian ist ein Spieler, dem die Ruhe in den wichtigen Momenten etwas abgeht. Wie er den Ball aber im Strafraum annimmt und das 2:0 schiesst, Wahnsinn.» Dabei hätte der Torschütze gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Nach einem Spurt in der ersten Halbzeit hat es ihn im Oberschenkel gezwickt – er biss sich trotzdem durch.

Herbstmeistertitel ist für Bütschwil ist in Griffweite

Mit dem siebten Sieg im neunten Saisonspiel – hinzu kommen noch zwei Unentschieden – hat Bütschwil den Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut. Kirchberg bleibt zwar auf 16 Punkten sitzen, hat bisher als Aufsteiger aber trotzdem eine gute Vorrunde hingelegt.