BuGaLu-Unterlagen kommen weiterhin per Post in die Haushalte

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Oberstufenschulgemeinde Bütschwil-Ganterschwil-Lütisburg (BuGaLu) hielten am Donnerstagabend ihre Versammlung in Bütschwil ab. Die Abstimmung zur die Revision der Gemeindeordnung, insbesondere bezüglich Digitalisierung, sorgte für Diskussionen.

Anina Rütsche
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Schulratspräsident Hans Jörg Furrer führte speditiv durch die Versammlung. (Bild: Anina Rütsche)

Schulratspräsident Hans Jörg Furrer führte speditiv durch die Versammlung. (Bild: Anina Rütsche)

Neben den klassischen Traktanden, der Jahresrechnung und dem Budget, stand an der diesjährigen Schulbürgerversammlung der Oberstufe BuGaLu auch die Revision der Schulgemeindeordnung auf dem Programm. Nachdem Schulratspräsident Hans Jörg Furrer deren Hintergründe erläutert hatte, folgten gleich mehrere Stellungnahmen aus den Zuschauerreihen.

Konkret ging es um den Versand der Unterlagen zur Bürgerversammlung in den Dörfern Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg, festgehalten in Artikel 12. Der Änderungsvorschlag bestand darin, die Dokumente künftig nicht mehr per Post zu verschicken, sondern öffentlich und in digitaler Form auf der Website der Schule aufzulegen, dies mit der Ergänzung «Vorbehalten bleibt aber ein separater Beschluss durch den Rat oder die Bürgerschaft.»

Einer der Votanten räumte ein, dass dieses Vorgehen aus seiner Sicht nicht bürgerfreundlich sei – man möge den Jahresbericht und weitere Informationen bitte weiterhin in gedruckter Form versenden. Daraufhin erfolgte eine ausserplanmässige Abstimmung über diesen Teilaspekt. Die Mehrheit der insgesamt 36 anwesenden Stimmberechtigten genehmigte den Antrag, was zur Folge hat, dass vorerst am bewährten Postversand festgehalten wird.

Wechsel von fünf auf drei GPK-Mitglieder

In Bezug auf die Revision der Schulgemeindeordnung wurde an der fünfzigminütigen Schulbürgerversammlung nicht nur über den Artikel 12, sondern auch über zwei weitere Artikel aus der Schulgemeindeordnung befunden. Die Anwesenden nahmen beide Revisionen an.

Das Schulschlussfest der 3. Klassen ging im vergangenen Sommer über die Bühne. (Bild: PD)

Das Schulschlussfest der 3. Klassen ging im vergangenen Sommer über die Bühne. (Bild: PD)

In Artikel 37 geht es um die Geschäftsprüfungskommission, kurz GPK. Diese wird künftig nicht mehr wie bisher aus fünf Mitgliedern, sondern aus deren drei bestehen. Anlass zu diesem Änderungsvorschlag gab gemäss Hans Jörg Furrer die Übertragung der Rechnungskontrolle an eine aussenstehende Revisionsstelle. Die OBT AG aus St. Gallen hat diesen Auftrag seit 2017 inne. Es habe sich gezeigt, so der Schulratspräsident, dass die Prüfung der Amtsgeschäfte auf diese Weise auch mit drei GPK-Mitgliedern möglich sei.

Artikel 7 der Schulgemeindeordnung wiederum umfasst die Anpassung eines Begriffs – «Voranschlag» soll durch «Budget» ersetzt werden. Beim Budget werden die neuen Ausgaben auf der dritten Stufe der Artengliederung beschlossen, wie es in der Tabelle hiess, mit deren Hilfe das Ganze veranschaulicht wurde.

Besondere Aktivitäten und Mutation im Schulrat

In seinen weiteren Ausführungen war Hans Jörg Furrer zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Oberstufe BuGaLu auf die Ereignisse im vergangenen Jahr eingegangen. «Wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist, blicken wir einmal mehr auf ein intensives Jahr zurück», sagte er. Beispielsweise hätten zusätzlich zum regulären Unterricht etliche besondere Veranstaltungen wie Wintersporttage und -lager sowie Schulreisen, Projektarbeiten und ein Schulschlussfest der 3. Klassen stattgefunden.

Die Kochklasse der 2. Sekundarschule besuchte die Schokoladenfabrik Maestrani in Flawil. (Bild: PD)

Die Kochklasse der 2. Sekundarschule besuchte die Schokoladenfabrik Maestrani in Flawil. (Bild: PD)

Bei den Behörden kam es im vergangenen Jahr zu einer Mutation. Nachdem Roland Schneider aufgrund seines Wegzugs per Ende 2018 seinen Rücktritt aus dem Schulrat bekannt gegeben hatte, wurde am 23. September Caroline Järmann aus Ganterschwil gewählt.

Jahresrechnung mit Mehrbedarf

Die Abstimmung zur Jahresrechnung und zum Budget ging speditiv über die Bühne. Die Jahresrechnung der Oberstufenschulgemeinde BuGaLu schliesst mit einem Mehrbedarf von 171'436.61 Franken ab. Dieser ergibt sich laut Hans Jörg Furrer aus der ausserordentlichen Abschreibung für die Bodenreserve Hofwiesen von 378'000 Franken. Die ausserordentliche Wertberichtigung sei wegen den Vorgaben zum Verwaltungsvermögen im neuen Rechnungslegungsmodell des Kantons St. Gallen nötig gewesen. Ohne diese ausserordentliche Abschreibung hätte ein Ertragsüberschuss von 206'563.39 Franken resultiert. Gemäss Gesetz wurde der Überschuss anteilsmässig dem Kontokorrent der politischen Gemeinde belastet.

Die Aufwendungen betragen 5,936 Millionen Franken und die Erträge 5,764 Millionen Franken. Die Versammlung genehmigte den Jahresbericht 2018 ohne Gegenstimme.

Hauptteil des Budgets sind die Personalkosten

Hans Jörg Furrer betonte bezüglich Budget, dass es sich beim Finanzplan um ein rollendes Planungsinstrument handle, das eine Tendenz der finanziellen Entwicklung aufzeige. Der «Total-Netto-Aufwand» erhöht sich voraussichtlich auf knapp 5,654 Millionen Franken im laufenden Jahr und steigt bis 2023 leicht auf knapp 5,921 Millionen Franken. Man gehe davon aus, dass sich die Schülerzahl bei rund 230 stabilisieren werde. Der jährliche Aufwand liege dann bei 25'400 Franken pro Schüler.

Auch sportliche Aktivitäten wie der Sommersporttag gehören im BuGaLu zum Jahresprogramm. (Bild: PD)

Auch sportliche Aktivitäten wie der Sommersporttag gehören im BuGaLu zum Jahresprogramm. (Bild: PD)

Der Voranschlag für 2019 geht von einem ausgeglichenen Budget mit rund 5,903 Millionen Franken aus. Gegenüber 2018 vermindert sich der Gesamtfinanzbedarf voraussichtlich um 48'415 Franken. Das Budget 2019 rechnet mit 32'359 Franken Minderkosten gegenüber der Jahresrechnung 2018. «Den Hauptteil des Budgets machen mit 4,221 Millionen Franken die Personalkosten aus», erklärte der Schulratspräsident. Das Budget 2019 wurde einstimmig gutgeheissen.

Aktuell werden 188 Schülerinnen und Schüler im BuGaLu in Bütschwil beschult – ein Jahr zuvor waren es deren 189. Das bedeutet, dass insgesamt 99 Prozent der Jugendlichen aus dem Einzugsgebiet diese Oberstufe besuchen.

Hinweis

Das Protokoll der Versammlung liegt vom 21. März bis 4. April in der Schulverwaltung zur Einsichtnahme auf. Es kann auch auf der BuGaLu-Website heruntergeladen werden.
www.bugalu.ch