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Bütschwil soll mehr Schulraum bei gleichem Steuerfuss erhalten

Bevor die Stimmberechtigten am 19. Mai über den Ausführungskredit für die Schulraumerweiterung befinden, luden Schul- und Gemeinderat am Dienstag zu einem Informationsanlass ein. Die Verantwortlichen sind sehr zuversichtlich, dass die Vorlage durchkommt.
Peter Jenni
Karl Brändle, Gemeindepräsident, Stefanie Steinhauser und Petra Meng, Illiz Architektur, Le Bich Näf, Schulratspräsidentin und Sandro Wölfli, Bauplanung, von links. (Bild: Peter Jenni)

Karl Brändle, Gemeindepräsident, Stefanie Steinhauser und Petra Meng, Illiz Architektur, Le Bich Näf, Schulratspräsidentin und Sandro Wölfli, Bauplanung, von links. (Bild: Peter Jenni)

Wachsende Schülerzahlen und dadurch spürbar enge Klassenzimmer veranlassten den Schulrat bereits Ende 2016, Schüler von Bütschwil nach Ganterschwil zu führen, während der Mittagstisch in den «Eichelstock» verlegt werden konnte. Wie Le Bich Näf, Schulratspräsidentin und Vorsitzende der Baukommission, am Dienstag in der Turnhalle Dorf erklärte, gelten heute andere Massstäbe als zu Bauzeiten des Schulhauses.

Damals betrug die Grösse eines Klassenzimmers 69 bis 70 Quadratmeter, heute sind pro Klassenzimmer (Einheit) 75 Quadratmeter Standard, wobei pro zwei Einheiten ein Gruppenraum hinzukommt. Im Juni 2018 bewilligten die Stimmberechtigten den Projektierungskredit und bereits im September konnte der Auftrag zur Planung der Schulraumerweiterung vergeben werden, die nun vorliegt.

Sicherheit wird grossgeschrieben

Es handle sich um ein sportliches Ziel, «bereits im Sommer 2021 den Neubau mit Platz für vier Kindergärten und weiteren Schulräumen zu beziehen», betonte die Schulratspräsidentin, die zur Informationsveranstaltung eine nicht allzu grosse, dafür eine entsprechend interessierte Zuhörerschaft begrüssen konnte. Zu ihrer Unterstützung in technischen Belangen waren Petra Meng und Stefanie Steinhauser, Illiz Architektur GmbH, und Sandro Wölfli, Wölfli Bauplanung GmbH, zugegen.

Der neue Kindergarten werde seiner Nutzung gerecht und sei mit einem guten Ausbaustandard konzipiert, heisst es seitens der Projektverantwortlichen. (Visualisierung: PD)

Der neue Kindergarten werde seiner Nutzung gerecht und sei mit einem guten Ausbaustandard konzipiert, heisst es seitens der Projektverantwortlichen. (Visualisierung: PD)

Das Bauprojekt besteht aus einem kompakten, zweigeschossigen Neubau mit Teilunterkellerung, welcher auf dem bisherigen Grundstück gegenüber der bestehenden Primarschule zu stehen kommt. Während Stefanie Steinhauser die Bauweise und Konstruktion des als Hybrid in Holz und Beton geplanten Neubaus erklärte, ist Sandro Wölflis Anliegen die Sicherheit. Geplant sei eine geschlossene Baustellenwand zur Mittendorfstrasse, wobei der Baustellenverkehr als Einbahn geführt werden könne.

Parkfläche für 22 Stellplätze plus ein IV-Parkplatz

Neubau und Aussenanlagen sind weitgehend nutzungsneutral und für verschiedene Aktivitäten konzipiert. Im Aussenbereich entsteht gegenüber den bestehenden Parkplätzen eine Parkfläche mit 22 Stellplätzen und einem IV-Parkplatz. Der jetzige Baumbestand bleibt grösstenteils erhalten.

Eine Pflasterfläche erstreckt sich als Verbindung zwischen den beiden Schulgebäuden über die Mittendorfstrasse. «Ein Spielplatz, auf dem mit der neuen Topografie unterschiedlichste Aktivitäten wie Klettern, Springen, Laufen oder sich verstecken möglich werden, soll auch ausserhalb der Unterrichtszeiten und an Wochenenden zugänglich sein», sagte Sandro Wölfli.

Es besteht Handlungsbedarf

Um für die demografische Entwicklung gerüstet zu bleiben, ist der Neubau für die Erweiterung um ein zusätzliches Geschoss, identisch zum Obergeschoss, statisch dimensioniert. Zu den Kosten und deren Auswirkungen auf den Finanzplan der Gemeinde äusserte sich Gemeindepräsident Karl Brändle.

Dabei berücksichtigte er auch weitere anstehende Investitionen wie Hallenbad und Pflegefinanzierung, wobei der Ausgang der Abstimmung zur AHV-Steuervorlage noch völlig ungewiss sei. Für Abschreibungen müsse nach Fertigstellung mit jährlich rund 167'000 Franken während 30 Jahren gerechnet werden. Hinzu kämen jährliche Unterhaltskosten (inklusive Personal) von etwa 100'000 Franken. Für eine Erhöhung des Steuerfusses von momentan 134 Prozent sieht das Gemeindeoberhaupt in den nächsten Jahren keine Notwendigkeit.

Auf die Frage, ob sie bei der Abstimmung etwaige Probleme sehe, antwortete Schulratspräsidentin Le Bich Näf: «Ich habe ein sehr gutes Gefühl, denn es ist ein sehr gutes Projekt. Die Bürgerinnen und Bürger verstehen die Notwendigkeit und den dringenden Handlungsbedarf bestimmt.» Im gleichen Sinne äusserte sich auch Karl Brändle.

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