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"Klein aber fein, das ist unser Motto"

Nachdem das Merkur-Lädeli in Bütschwil nach der Schliessung über drei Jahre leer stand, hält nun frischer Wind Einzug und ein Café wird darin eröffnet.
Noëlle Lee
Das Café Team (von links): Raphael Müller, Monika Stillhart, Mirjam Müller (Alexandra Stillhart fehlt). (Bild: Noëlle Lee)

Das Café Team (von links): Raphael Müller, Monika Stillhart, Mirjam Müller (Alexandra Stillhart fehlt). (Bild: Noëlle Lee)

Immer noch klebt der rote Schriftzug an den Fenstern des Hauses an der Landstrasse 30 in Bütschwil und erinnert die Passanten daran, dass hier einst das Merkur Lädeli stand. Der ehemalige Dorfladen wurde durch die Teilnahme seiner Besitzer an der Sendung «SRF bi de Lüt - der Problemlöser» im Jahr 2014, zu einer lokalen Berühmtheit.

Das Problem wurde mit dem Fernsehauftritt aber nicht gelöst und so schloss der Laden nur wenige Monate nach Ausstrahlung. Nun haucht das bald eröffnende Café dem Lokal aber wieder neues Leben ein.

Das Ehepaar Müller wünscht sich schon seit langem ein eigenes Café. Mirjam Müller ist ausgebildete Konditorin-Confiseurin, ihr Mann ist Inhaber einer Cateringfirma. Sie sind geborene Gastgeber, und da ihre Stube ganz einfach zu klein für zu viele Besucher ist, stellt ein Café die beste Möglichkeit dar, um ihrer Leidenschaft Raum zu geben. Das leerstehende Merkur Lädeli bot dafür den perfekten Standort. Zusammen mit Monika Stillhart, mit welcher sie in einer Wohngemeinschaft leben, und deren Tochter Alexandra Stillhart verwirklichen sie nun ihren langjährigen Traum.

Eine originelle Namenssuche

Nachdem sie einen Ort für ihr Café gefunden hatten, musste als Nächstes ein Name dafür her. «Zuerst wollten wir den Namen ‹Merkur› beibehalten, doch leider stellte sich heraus, dass es bereits eine Firma gibt, die ‹Merkur Kaffee› heisst. Deshalb dürfen wir diese Bezeichnung nicht verwenden», klärt Frau Stillhart auf.Folglich mussten sie sich etwas anderes einfallen lassen. Da sich das Café Team aber nicht richtig einig wurde, beschlossen sie, die Gemeinde entscheiden zu lassen. «Das Café soll ein Treffpunkt für die Bewohner der Umgebung werden, ein Ort, wo man sich trifft und unterhält. Daher machte es nur Sinn unsere künftigen Gäste miteinzubeziehen», erklärt Mirjam Müller.

Also veröffentlichten sie ein Inserat, welches die Leser aufforderte, zwischen drei Namen auszuwählen. Zur Auswahl standen: «Kafi Schlorzi», «Kafi Gwundernase» und «Kafi Mundart». Per Mail konnten sie für ihren Favoriten abstimmen.

Das Café Team war überrascht, auf wie viel Interesse sie mit ihrer Aktion stiessen. Bereits am Nachmittag nach Publikation ihrer Anzeige gingen um die zehn Antworten und Stimmabgaben ein. Seitdem wurden es jeden Tag mehr und es kristallisierte sich bereits ein Sieger heraus. Das Team will die Spannung aber noch aufrechterhalten und den künftigen Namen vorerst nicht enthüllen. Sie versichern aber: «Beizeiten werden wir den Gewinner bekanntgeben.»

Ein gemütliches Café im Vintagestil

Der Umbau ist momentan in vollem Gange und das Lokal entsteht mit vereinten Kräften von Familie, Freunden und Spezialisten. So soll im ehemaligen Merkur Lädeli ein gemütliches Café im Vintagestil entstehen.

«Die Angebotspalette wird nicht so gross, aber von hochwertiger Qualität sein. Was wir machen, das machen wir gut», erwidert Raphael Müller auf die Frage nach dem künftigen Sortiment. Kaffees von Baristaqualität werden zusammen mit feinsten Backwaren und Confiseriekreationen angeboten. Auch einige Fertigprodukte, wie Kaffeemischungen aus der eigenen Rösterei, werden erhältlich sein. Ausserdem entsteht hinter dem Café ein Bereich, in dem Kurse in Tortenkunst stattfinden können.

Wann die Eröffnung stattfindet, ist noch unklar, aber es wird wohl irgendwann zwischen Winter 2018 bis Frühling 2019 sein. Genaueres kann das Team erst im Laufe des Sommers sagen. Unnötigen Druck wollen sie sich aber nicht auferlegen, indem sie zu früh einen Stichtag festsetzen. Mit langsamen, aber sicheren Schritten gehen sie ihrem Traum entgegen.

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