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Bütschwil: Dorfläden profitieren von der Neueröffnung der Migros

In Bütschwil gibt es seit Mitte Juli neben Denner und Spar mit der Migros eine weitere Möglichkeit für den Einkauf des täglichen Bedarfs. Dies wirkt sich auf das Einkaufsverhalten der Einwohnerinnen und Einwohner aus.
Flurina Lüchinger
Ein Blick in die Regale der Migros Bütschwil vor ihrer Eröffnung. Mittlerweile herrscht da reger Verkaufsbetrieb. (Bild: Corinne Bischof)

Ein Blick in die Regale der Migros Bütschwil vor ihrer Eröffnung. Mittlerweile herrscht da reger Verkaufsbetrieb. (Bild: Corinne Bischof)

Ende Februar 2017 gab die Migros bekannt eine Filiale in Bütschwil zu eröffnen. Am 19. Juli dieses Jahres war es dann soweit. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es zwei Supermärkte in Bütschwil, den Spar und den Denner Satellit. Beide Läden funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Sie übernehmen das Konzept und ein Grossteil der Produkte ihres Namensgebers, werden aber selbstständig geführt und haben Freiraum bezüglich gewisser Anpassungen des Sortiments. Diese werden meist bezüglich regionaler Produkte gemacht. Bei Denner heissen diese Filialen Satelliten und bei Spar sind es die Partnerfilialen.

Die Öffnungszeiten variieren

Wenn man die drei Läden miteinander vergleicht, sind einige Unterschiede, aber auch einige Gemeinsamkeiten zu erkennen. Denner und Spar verkaufen Alkohol und Tabakwaren. Die Migros selber nicht, da sich der Gründer Gottlieb Duttweiler in seinem Konzept dagegen ausgesprochen hat. Anzumerken ist aber, dass die Migros dieses Konzept mit dem Aufkauf von Globus und später mit dem Aufkauf von Denner aufgeweicht hat.

Ein zweiter Punkt sind die Öffnungszeiten. Am längsten geöffnet hat der Spar. Geschäftsführerin Margrith Eicher betont, dass sie mit den Stunden, die der Spar am Morgen und über den Mittag geöffnet hat, einen wichtigen Teil ihrer Kundschaft ansprechen kann. Es seien vor allem handwerklich Beschäftigte, die vor der Arbeit oder zum Zmittag noch etwas einkaufen möchten, und Hausfrauen, die die frühen Morgenstunden für ihren Einkauf nutzen. Sie habe die Öffnungszeiten zwar erst vor vier Jahren angepasst, merke aber, wie wichtig dies gewesen sei. Die Öffnungszeiten von Migros und Denner sind klassisch, ausser dass der Denner über den Mittag geschlossen hat.

Der Spar hat dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen gefeiert und den Denner Satellit gibt es seit 27 Jahren. Beide Läden haben schon eine gewisse Festigung mit Stammkunden im Dorf.

Regionale Produkte in allen drei Geschäften

Beide Kleinsupermärkte haben einige Abkommen mit Bauern, Käsereien, Molkereien und anderen Lebensmittelverarbeitungsstätten aus der nahen Umgebung geschlossen. Dies ist ein wichtiges Merkmal für die beiden. Die Migros hat zwar ebenfalls eine Kampagne, die man unter «aus der Region, für die Region» kennt, diese Region ist jedoch die ganze Ostschweiz und deshalb weniger präzise auf das Dorf, in dem die Filiale steht, abgestimmt.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist bei allen drei Läden ähnlich. Der Spar hat sieben Angestellte, der Denner neun und die Migros zehn.

Ein Aspekt, welcher den Denner von den anderen Läden unterscheidet, ist, dass der Denner ein Discounter ist. Er definiert sich durch ein schmales Warensortiment mit einer einfachen Warenpräsentation, gut genutzten Verkaufsflächen, wenig Alternativproduktauswahl und deshalb auch weniger Lager- und Pflegekosten. Dies bestätigt die Medienstelle der Denner AG. Die Bekanntmachung, dass eine Migros eröffnen wird, habe für einigen Gesprächsstoff unter der Bütschwiler Bevölkerung geführt, so Margrith Eicher, auch sie selber habe sich Gedanken gemacht.

Wenn der Laden zum Treffpunkt wird

Einen positiven Aspekt sehe sie aber durchaus auch, sagt Margrith Eicher. Ein Teil der Leute, die vorher in die Migros Wattwil oder Bazenheid gefahren sei, bleibe nun für den Einkauf in Bütschwil. Die Produkte, die es in der Migros nicht gebe, können in den anderen zwei Läden gekauft werden.

Migros und Denner betonen beide, dass sich ihre Sortimente gegenseitig ergänzen, was wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen ist, dass sie beide dem gleichen Unternehmen angehören. Eicher erklärt, dass sie viel Positives hört von Leuten, die das Dorfladenfeeling im Spar schätzen. Der Spar fungiere auch als Treffpunkt und für sie persönlich sei der Kundenkontakt das Wichtigste.

Auf die Nachfrage, wie die neu eröffnete Filiale rentiert oder sich auf den Umsatz ausgewirkt hat, reagieren alle drei Unternehmen zurückhaltend. Eicher sagt, dass man zwar am Anfang gemerkt habe, dass die Kundschaft leicht zurückging, weil die Leute neugierig waren und den neuen Laden ausprobieren wollten. Doch sie habe das Gefühl, dass sich dies schon wieder am Einpendeln sei.

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