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Bürgerversammlung Lütisburg: Bürger sehen zum ersten Mal neuen Imagefilm, Josef Rütsche führt souverän durch seine letzte Versammlung

Am Donnerstagabend machten die Bürgerversammlungen der Schulgemeinde und der politischen Gemeinde kurzen Prozess und hiessen alle Anträge gut. Mehr zu reden gab der neue Imagefilm der Gemeinde und der drohende Verkehrszuwachs.
Timon Kobelt
Der abtretende Schulratspräsident gilt bei den Schülerinnen und Schülern in Lütisburg als Mann mit der Pistole. Zu diesem Zweck erhielt er eine kulinarische Pistole als Abschiedsgeschenk. (Bild: Timon Kobelt)

Der abtretende Schulratspräsident gilt bei den Schülerinnen und Schülern in Lütisburg als Mann mit der Pistole. Zu diesem Zweck erhielt er eine kulinarische Pistole als Abschiedsgeschenk. (Bild: Timon Kobelt)

Die Bürgerversammlungen der Primarschulgemeinde und der politischen Gemeinde fanden am Donnerstag ausnahmsweise in der Turnhalle Lütisburg statt. In jener Turnhalle, über die sich in Lütisburg alle einig sind, dass sie besser früher als später einem Neubau weichen soll. In der Frage, in welchem Ausmass ein Neubau realisiert werden soll, müssen die Positionen aber noch geeint werden.

Steuerfuss bleibt bei 135 Prozent

Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin von Lütisburg. (Bild: Timon Kobelt)

Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin von Lütisburg. (Bild: Timon Kobelt)

An der Bürgerversammlung signalisierten die knapp 100 anwesenden Stimmberechtigten, dass sie einem neuen Hallenprojekt keine Steine in den Weg legen wollen. Die Bürger genehmigten den Antrag des Gemeinderates einstimmig, dass 100'000 Franken des Gewinns in den Posten «Vorfinanzierung Mehrzweckhalle» eingelegt werden. Die restlichen gut 35'000 Franken des Gewinns wurden ebenfalls einstimmig dem Eigenkapital zugewiesen, das neu rund 6,7 Millionen Franken beträgt.

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler zeigte sich ob dem Gewinn erfreut, zumal ein Verlust in der Höhe von 431'500 budgetiert gewesen war. Für das Jahr 2019 rechnet der Gemeinderat mit einem Gewinn von 107'500 Franken. Imelda Stadler sagte:

«Von der Steuerkraft sind wir kantonal gesehen zwar fast am Schwanz aller Gemeinden. Weil wir gut auf das Geld achten, geht es uns trotzdem sehr gut.»

Den Steuerfuss will die Gemeinde auf bei 135 Prozent belassen. Die Bürgerschaft stimmte der Rechnung 2018, dem Budget 2019 sowie dem Steuerfuss einstimmig zu.

Die Versammlung der Schulgemeinde stand eher im Zeichen des abtretenden Schulratspräsidenten Josef Rütsche denn langer Zahlenwälzerei. Der Finanzbedarf der Schule betrug 2018 rund 2,6 Millionen Franken, was gleichzeitig dem Budget der Schule für 2019 entspricht. Budget und Rechnung gingen einstimmig durch.

«Ablehnung der Turnhalle kein Grund zur Resignation»

Die Kinder der vierten bis sechsten Klasse erwiesen dem 67-Jährigen mit einem Lied die Ehre, nachdem sie ihn schon bei der Abschiedsfeier am Mittwoch besungen hatten. Schulleiter Remo Walder erklärte, die Schüler hätten einen Auftritt vor Publikum verdient und die Plattform der Bürgerversammlung habe sich dafür geeignet. Er überreichte Josef Rütsche als Geschenk eine Pistole in Gebäckform, da der scheidende Präsident die Sommerferien jeweils mit einem Startschuss aus einer Chäpsli-Pistole einleitete. Daher nennen ihn die Kinder auch den Mann mit der Pistole.

Josef Rütsche blickte bei seiner letzten Versammlung als Schulchef nochmals auf die Abstimmung vom 25.November 2018 zurück. «Die Ablehnung der Turnhalle ist für den Schulrat kein Grund zur Resignation», betonte Rütsche. Es bedürfe nun einer gründlichen Aussprache zwischen den beiden Räten. Der Abtretende meinte:

«Schliesslich wird es darum gehen, in einer Analyse Erfolgsfaktoren für die Zukunft zu schaffen und gemeinsame Ziele zu definieren. Dann bin ich überzeugt, dass in Lütisburg eine neue Turnhalle zu stehen kommt.»

Zu den sechs Einsprachen gegen den Erweiterungsbau des Schulhauses Neudorf konnte Rütsche im Vergleich zur Vorversammlung nicht viel Neues vermelden. «Der Schulrat hat gegenüber den Einsprechern Stellung genommen. Die Einsprachen befinden sich nun auf Stufe Gemeinderat für einen erstinstanzlichen Entscheid», erklärte er.

Die Bürger nutzten die allgemeine Umfrage, um sich über verschiedene Themen zu erkundigen. Es wurde etwa der neue Imagefilm der Gemeinde diskutiert, der zu Beginn der Versammlung gezeigt worden war. Er wurde überwiegend positiv wahrgenommen. Es gab jedoch Voten, welche den Nichteinbezug des Turnvereins und das Auslassen gewisser Gemeindegebiete kritisierten. Imelda Stadler entgegnete: «Wir haben den Turnverein angefragt, doch dieser wollte im Video nicht erscheinen, was wir bedauern.» Sie ergänzte, dass der Film jederzeit mit neuen Sequenzen ergänzt werden könne.

Andere Stimmen drückten ihre Sorge aus, dass der geplante Betrieb für die Geflügelverarbeitung der Micarna im Gebiet Lerchenfeld für Lütisburg massiv Mehrverkehr bedeute. Imelda Stadler entgegnete, dass man sich des Problems bewusst sei und sich mit Vertretern der Micarna und der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil regelmässig austausche.

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