Juli 2018: Bräkerhaus wird zur doppelten Bühne

Für das eine Stück war es der Originalschauplatz, für das andere einfach eine gute Kulisse. Gleich zweifach wurde das Bräkerhaus 2018 zur Bühne.

Ruben Schönenberger
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Das Bräkerhaus wurde gleich zweimal zur Kulisse, hier bei «Ueli Bräker – der arme Mann im Tockenburg». (Bild: Benjamin Manser)

Das Bräkerhaus wurde gleich zweimal zur Kulisse, hier bei «Ueli Bräker – der arme Mann im Tockenburg». (Bild: Benjamin Manser)

Das Bräkerhaus im Dreyschlatt war diesen Sommer Schauplatz gleich zweier Theaterstücke. Am Freitag, 6. Juli, feierte «Ueli Bräker – der arme Mann im Tockenburg» Premiere. Am Samstag, 21. Juli, folgte «Krabat».

Das Freilicht zu Bräkers Leben, geschrieben von Paul Steinmann, wurde mit passender Livemusik unterlegt und dank des Originalschauplatzes besonders in Szene gesetzt. Entsprechend begeistert war das Publikum. Schon nach der ersten Vorstellung zeigte sich Produktionsleiter Willy Hollenstein erfreut: «Das ist jetzt unsere fünfte Produktion. Eine so lange Standing Ovation habe ich bisher nicht erlebt», sagte er gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt» nach der Premiere. Und auch der Premierenbericht der «Ostschweiz am Sonntag» fiel positiv aus. Zu den rund 100 Laiendarstellern stand da: «Ihre Leistung ist bemerkenswert mit präzis gezeichneten Charakteren.»

Selbst die Parkplatzsituation und das Catering an einem eher schwierigen Ort – beides gab im Vorfeld intern Anlass zu kleineren Bedenken – erwiesen sich als problemlos.

Mehrfach eine Gänsehaut

Auch das vom jungen Regisseur Simon Keller inszenierte Freilichtspiel «Krabat» – ein Stück nach dem Roman von Otfried Preussler – kam beim Publikum gut an. Nicht nur die frische Temperatur sei schuld gewesen, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer mehr als einmal eine Gänsehaut verspürt hätten, war im Premierenbericht in dieser Zeitung zu lesen.

Die beiden Stücke waren auch abseits der eigentlichen Theaterbesprechungen ein Thema. So konnte beispielsweise der junge Hemberger Schreiner Clemens Weber ein Wasserrad bauen, mit dem das Bühnenbild von «Krabat» ausgestattet wurde. Die Stiftung Willy Fries erschuf im Dreyschlatt einen Bräker-Lebenskreis, und um zum Bräkerhaus zu gelangen, wird 2019 ein Bräker-Wanderweg eröffnet.

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